Coronavirus – Wie viel Satire verträgt unsere verrückte Welt?


Abhishek Basak

© Courtesy of photographer Abhishek Basak (Kolkata / Calcutta / India) – Instagram – Abhishek Basak 

 
 
 
 

Coronavirus – Wie viel Satire verträgt unsere verrückte Welt? 

 
 

„Die Welt scheint angesichts des Coronavirus verrückt geworden zu sein. Wer ihr gerecht werden will, muss deshalb maximal nüchtern auf sie blicken. Die Stunde des Satirikers hat geschlagen.

Die Pandemie erinnert mich an eine Szene, die sich an der Beerdigung meiner Großtante Adelheid abgespielt hat, die, wie einige ihrer Cousinen, über hundert Jahre alt geworden war. Es war noch vor der Massenverbreitung des Hörgeräts. Großtante Adelheids überlebende Cousinen saßen in der Kirchenbank vor mir und führten, zur Unterhaltung der restlichen Trauergemeinde, vermeintlich flüsternd, aber effektiv sehr laut in etwa folgendes Gespräch:

– Woran ist sie denn gestorben?

– Bitte?

– Woran sie gestorben ist!

– An Altersschwäche.

– Wie?

– An Altersschwäche!

– An Altersschwäche?

– Ja.

– Na, Gott sei Dank nichts Bösartiges.

Ist das nun Ironie, Zynismus, Sarkasmus oder schon Fatalismus? Nichts von alledem. Es ist Nüchternheit. Heute stellte eine solch nüchterne Betrachtung allerdings ein politisch inkorrektes Kapitalverbrechen dar wie Heterosexualität, Globalisierung oder Falschparken, was natürlich ironisch gemeint ist, obwohl es eigentlich zynisch ist, aber der Zynismus ist auch bloss eine Haltestelle auf dem Weg von der Ironie zum Sarkasmus.“

 

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Neue Zürcher Zeitung

Von Andreas Thiel – 20.03.2020, 05.30 Uhr

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