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	<title>Intercultural Network For The Highly Gifted &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Stefan Schaab: Die Behinderung „DISKRIMINIERUNG“</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 22:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Wir alle brechen hin und wieder die Menschenrechte genau an der Stelle, an der wir alle sie nicht an uns selbst mit den Füßen getreten wissen wollen. Nun, sowohl in den Menschenrechten, als auch in den Verfassungen vieler Staaten dieser Welt, wie der der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Frankreich, des Königreichs Schweden, oder der [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/stefan-schaab-foto.256x256.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6242"><img class="  wp-image-6252 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/stefan-schaab-foto.256x256.jpg" alt="stefan-schaab-foto.256x256" width="387" height="387" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir alle brechen hin und wieder die Menschenrechte genau an der Stelle, an der wir alle sie nicht an uns selbst mit den Füßen getreten wissen wollen. Nun, sowohl in den Menschenrechten, als auch in den Verfassungen vieler Staaten dieser Welt, wie der der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Frankreich, des Königreichs Schweden, oder der Vereinigten Staaten von Amerika, kann man Dinge lesen, wie, dass alle Menschen gleich seien, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, Rasse, etc. p. p., pi, pa, po.  Das wollen wir alle auch. Wir alle wollen gleichbehandelt werden. Seltsamerweise schreit kaum jemand von uns auf, wenn er, oder sie anderen vorgezogen wird. Und seltsamerweise setzen wir alle immer mal wieder andere zurück. Und seltsamerweise beschweren wir uns nur, wenn wir benachteiligt werden und das wiederum auch nur, wenn wir uns in einer Position befinden, in der diese Beschwerde überhaupt möglich ist.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Denn natürlich gibt es Unterschiede.<br />
Dazu ein ganz einfaches Beispiel, an dem mir aufging, was wir alle da tun. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nehmen wir ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern. Die Mittelschicht wohnt hier. Es ist ein Wohngebiet, wie wir es in Syrien fanden, bevor dort die Welt zusammenbrach, aber immer noch in jeder deutschen Stadt finden können, ebenso in jeder russischen, französischen, nordischen, in nahezu jeder asiatischen. Eine Mittelschicht existiert überall in der Welt, wo nicht gerade Krieg und/oder Bürgerkrieg alles blutig auf den Kopf stellen. Gut, mancherorts ist die Mittelschicht schmaler, andernorts breiter aufgestellt, aber überall außerhalb von Krieg und/oder Bürgerkrieg ist sie existent. Wir betrachten jetzt so ein Wohngebiet einer solchen Mittelschicht. Es ist mitten am Tag. Die Kinder sind in der Schule, die Eltern arbeiten. Es ist relativ leer im Viertel. Ein Lieferwagen fährt durch die Straßen. Und während Sie das sehen, schauen sie auf das Nummernschild. Und sofort ist es ein Unterschied, ob das Auto von hier ist, oder aus dem Nachbarstaat, oder aus Russland, oder aus Italien, oder aus dem Iran, oder aus Rumänien, oder aus Frankreich, oder aus Singapor, oder aus China, oder aus Japan, oder aus Israel, oder, oder. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir wissen nicht wer drin sitzt. Das Nummernschild alleine genügt uns, den Lieferwagen in diesem Wohngebiet in eine Schublade zu stecken. Es reicht der äußere Anschein, vorzusortieren nach „Freund“ oder „Feind“, nach „ehrlich“, oder „Verbrecher“. Nichts ist festgestellt, nichts ist verbürgt, aber sofort haben wir sortiert. Und keiner von uns ist frei davon. Das hatte durchaus über hunderte von tausenden von Jahren seinen Sinn, als es für uns Menschen um eine andere Variante von „Überleben“ ging, nämlich der des einzelnen Clans an der Mamutjagdfront in existentieller Nahrungsmittelbesorgungskonkurrenz zu Säbelzahntigern, Hyänen und anderen Clans. Jetzt aber sind wir nicht mehr hunderttausende, oder einige Millionen von Menschen, jetzt sind wir Milliarden. Wir können einander nicht mehr aus dem Weg gehen und Mamuts sind ausgestorben. Der Planet ist nicht gewachsen und die Konfliktlösung, einander entweder den Schädel einzuschlagen, oder voreinander wegzulaufen sind kontraproduktiv im Sinne des Überlebens der Menschheit.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir müssen einen anderen Umgang miteinander finden, als die Keulen zu schwingen.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Das sind keine neuen Überlegungen. In Mitteleuropa wurden diese Überlegungen über Jahrhunderte hinweg diskutiert in einer Epoche der Philosophie, die sich „die Aufklärung“ nennt.</strong> Wir haben uns auf Parameter geeinigt, wie die Unaufrechenbarkeit menschlichen Lebens und die Gleichheit aller Menschen. Und eine ähnliche Entwicklung hat im Kulturkreis aller drei großen monotheïstischen Religionen stattgefunden. Und obwohl dem so ist, sortieren wir das Automobil in jenem Wohngebiet über sein Kfz-Kennzeichen in unterschiedliche Schubladen ein. So verfahren wir auch mit Menschen. Und weil wir alle uns von diesem Schubladendenken nicht wirklich freimachen können, so sehr der einzelne auch will, verfahren wir alle weiterhin so und wird an uns so verfahren. Man kann sich die Mühe mache und jedes Mal innehalten und über die Schublade nachdenken und dann doch auf den Lieferwagen zugehen und fragen, ob man helfen kann, wohin er denn will. Denn ist er von weit weg, kann er sich ja nur verfahren haben und/oder auf der Suche nach dem richtigen Weg.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Das wirklich dumme an diesem Schubladendenken ist jedoch, dass es in Abstufungen passiert,</strong> obwohl, was zum Beispiel den Bruch der Menschenrechte betrifft, keine Ungerechtigkeit in der Gerechtigkeit existieren kann und keine Gerechtigkeit in der Ungerechtigkeit existiert. Wer einmal beginnt, sich und/oder andere ins Unrecht zu setzen, hat die Gerechtigkeit perses verloren.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das einfachste Beispiel ist die Ausländerfeindlichkeit. Ich habe sie am eigenen Leib erfahren, da ich ein europider Kosmopolit bin. Ich habe die Welt bereist und das Glück, oder Pech gehabt, dieses nicht als Tourist zu tun, sondern als jemand, der dafür bezahlt wurde und hin und wieder sogar in der Fremde lebte. Ich möchte diese Ausländerfeindlichkeit von leicht nach schwer schildern und wenn man die Pässe und Nationen tauscht, dann sind alles Beispiele, die sich auch in Deutschland finden.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Zuerst beginne ich mit <strong>„Alle Menschen sind Ausländer, — fast überall.“</strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Als ich Mitte der 1980er mein Abitur machte, tauchte dieser Satz plötzlich in der sogenannten „Sponti-Scene“ auf. Der zweite Satz, den ich anführen möchte, ist „Kein Mensch ist behindert, aber alle werden behindert und das immer nur von anderen Menschen.“ Ich las das um die letzte Jahrhundertwende auf einem Banner einer Gehörlosenveranstaltung. In diesem Sinne ist die Diskriminierung, also das herabsetzen einer Person ob seiner Herkunft, Religion, seines Alters, seines Geschlechts eine Behinderung und die Diskriminierung eines Ausländers dumm, weil wir ja alle (fast überall) Ausländer sind.<br />
Und doch macht es einen Unterschied in der Ausländerdiskriminierung, ob man so aussieht, als wäre man von hier, oder ob man so aussieht, als wäre man von anderswo. Das Nummernschild am Lieferwagen macht den Unterschied darin, in welche Schublade wir ihn stopfen. Den Inhalt ignorieren wir dabei völlig.<br />
Es ist ganz so, wie Methusalix im Asterix Band 1 über Caliguminilix sagt: „Ich habe nichts gegen Fremde, aber dieser Fremde ist nicht von hier.“</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von leicht nach schwer…</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich bin über 2 Meter groß, schlank, dunkelblond und habe blaue Augen. In den USA, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Norwegen wirkte ich nicht, als wäre ich ein Ausländer. Das ändert sich in dem Moment, in dem ich meinen Mund aufmache, oder aber etwas viel Schlimmeres tue, meine Identität zu verraten, wie in eine Polizeikontrolle zu geraten zum Beispiel, oder ein Bankkonto eröffnen, oder gar auf dem Immobilienmarkt nach einer Wohnung, oder einem Haus zu suchen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>In Frankreich</strong> geriet ich einmal mit einem Lkw mit dänischen Kennzeichen in eine Verkehrskontrolle. Wir, die wir da gestoppt wurden, hatte alle dasselbe „Verbrechen“ begangen. Wir waren am Sonntag unterwegs. Die Ausweitung des Sonntagsfahrverbot für Lkw auf Lkw ohne Ladung war damals nagelneu. Die Gendarmen kassierten nun ab. Und es wurde unterschiedlich kassiert, wie wir alle, die wir nicht nur zahlen mussten, sondern bis zum Ende des Fahrverbotstages auf dem gleichen Parkplatz festhingen, schnell im Gespräch miteinander feststellten. Und der Unterschied wurde einzig und alleine an der Nationalität des Lkws festgemacht. Die Preisstaffelung war diese.<br />
Die Franzosen zahlten alle 250 Franc ≈ 38 Euro,<br />
Alle „westlichen“ Ausländer zahlten 750 Franc ≈ 114 Euro,<br />
Deutsche und Briten zahlten 1000 Franc ≈ 152 Euro,<br />
Alle Osteuropäer 1.500 Franc ≈ 229 Euro,<br />
und alles aus Afrika 3.000 Franc ≈ 457 Euro.<br />
Die Bulgaren, Rumänen, Marokkaner hatten aber deutlich weniger Geld.<br />
Für die Fahrt die Fahrt zu Ende mit Kralle an den Rädern und Tränen in den Augen. Die konnten das Geld damals nicht bezahlen. Es war einfach nicht möglich.<br />
Wir aus dem Westen Europas hatten nur das Problem der Bereitstellung des Geldes. Damals konnte man noch nicht mit Plastikkarte am Streifenwagen zahlen. Man musste es bar auf den Tisch legen. Gruppenweise wurden Taxis bestellt, zum nächsten Geldautomaten und zurück zu kutschen. Dies Möglichkeit besaßen die Kollegen aus dem Osten und aus Afrika und aus dem Nahen Osten nicht. Die konnten sich nicht einmal das Taxi zum Geldautomaten leisten, geschweige denn, dass sie genug Geld bekommen hätten.<br />
Das war ein sehr klarer Fall von graduierter Ausländerfeindlichkeit. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Die nächste Steigerung ereilte mich, als ich in Norwegen wohnte.</strong> Auch dort falle ich nicht als Ausländer auf. Aber ich wollte „wo“ wohnen. Der Immobilienmarkt im Großraum Oslo war nach oben explodiert, Mietwohnungen praktisch inexistent und Kaufimmobilien auf dem Niveau, das man aus Wiesbaden, München, oder Tokio kennt. Nun, wer hat das Geld schon rumliegen. Ich war umgeben von jungen Kollegen aus aller Herren Länder, auch aus Norwegen, die sich Häuser, oder Wohnungen kauften. Wenn man fest in Lohn und Brot und Schuldenfrei ist, dann ist es ja kein Problem, ein Anuitätendarlehen zu beantragen und ein Haus, oder ein Wohnungen zu kaufen.<br />
Nun, die erste Hürde war das Bankkonto selbst. Deutschland hat im Zweiten Weltkrieg blutige Dinge in Norwegen angestellt. Ich bekam als deutscher nicht so einfach ein Bankkonto bei einer Bank. Ich musste suchen, bis ich eine fand, bei der ich ein Gehaltskonto eröffnen konnte. Und es war dieser Teufelskreis: ohne Gehaltskonto keine Bleibe und ohne Bleibe keine Wohnung. Ich war verdammt gut in meinem Job und mein Chef intervenierte bei seiner Bank und ich bekam dort ein Konto, aber dann die Zinsen ließen mich staunen.- Meine norwegischen Kollegen mussten damals etwa 8 % Zinsen auf einem Anuitätendarlehen berappen. Westliche Ausländer lagen bei 10 %, Schweden bei 12 %, Deutsche bei 15 % und alle anderen Ausländer, mit Ausnahme der Pakistanis bei 20 % und Pakistanis bei 25 %.<br />
Da weiß man doch gleich, was die in Norwegen von einem halten, wenn man nicht als Tourist hinfährt, einfach nur Geld dazulassen. Seitdem frage ich mich auch, wie wir wohl in Deutschland mit welchen Ausländern in der Finanz- und Imobilienwirtschaft verfahren und bin mir sicher, dass wir als Gesellschaft das diskreminierende norwegische Model leben und akzeptieren.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Aber Norwegen lässt sich steigern.</strong> Am 17. Mai 1848 wurde es gegründet und der Nationalfeiertag, eben jener 17. Mai wird gefeiert auf eine Art und Weise, die den Charme des französischen mit der Partylaune des us-amerikanischen und der Eleganz einer fröhlichen Hochzeit verbinden. Es ist ein fantastischer Tag, an dem man auch als Ausländer, auch als einer, der als solcher zu erkennen ist, teilnehmen darf, wenn man denn in besten Ausgehklamotten unterwegs ist und diese eine „westliche“ Noto haben.<br />
<strong>Aber es gibt in Norwegen auch eine sehr fanatische Neonazigruppierung.</strong><br />
<strong> Die wirft böse und menschenverachtende Hassbriefe immer am 17. Mai in die Briefkästen von Ausländern.</strong><br />
<strong> Nun mag man glauben, dass Deutschland die Nazis erfunden habe, und das man als Deutscher eben darum davor gefeit sei.</strong><br />
<strong> Falsch gedacht.</strong><br />
<strong> Ausländer raus ist eben Ausländer raus. Und alle Menschen sind Ausländer. Fast überall. Auch Deutsche in Norwegen.</strong> </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich hatte an jedem 17. Mai immer den gleichen menschenverachtenden Hassbrief im Briefkasten, wie mein Nachbar aus Indien. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Es geht weiter, jetzt in den Iran.</strong> Am Sonnabend, dem 1. April 1995 (leider kein Aprilscherz) begann der von den USA initiierte Wirtschaftsboykott gegen den Iran. Ich hatte mit einem dänischen Schwertransport-Lkw einen kupfernen Bierbraukessel aus Wuppertal nach Teheran gebracht und war dort an meinem Geburtstag, dem Freitag, dem 31, März 1995 eingetroffen. So ein Braukessel ist ein chemischer Kolben und die wollten damit kein Bier brauen, sondern irgendwas in einer Pharmazeutischen Fabrik machen, aber nun ja. Ich kam nicht mehr weg.<br />
Gut, der Personenverkehr war nicht abgeschnitten. Ich hätte zum Flughafen fahren und wegfliegen können mit meinem deutschen Pass. Aber mein Lastzug, der einmal bummelig eine Million Mark gekostet hatte, hätte dableiben müssen. Mein Chef wollte, dass ich ihn wieder mitbrächte. Zudem war ich nicht der einzige, der im Iran gestrandet war. An einer Lösung wurde gearbeitet.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nun hatte Dänemark damals noch niemandem den Krieg erklärt (Dänemark ist die einzige Nation, die 2002 dem Irak vor dem Einmarsch der us-amerikanischen Truppen den Krieg erklärte) und Deutschland war noch nirgendwo einmarschiert (sie marschierten mit gegen die Taliban in Afghanistan ein). Zudem hielt Deutschland noch an dem von Helmut Schmidt begründeten Motto fest, niemals Lösegeld zu zahlen, da man den Anfängen wehren müsste und es gälte, eine Entführungskultur zu etablieren. Als Deutscher konnte man sehr angenehm reisen, auch in einem Land mit Religionspolizei und diktatorischem Fanatismus.<br />
Gut, ich liebe alle Frauen und das Flirten und habe alle Frauen schlicht als Unsichtbar behandeln müssen, was ich beschämend fand, aber nun einmal so vorgeschrieben war. <strong>Und doch habe ich den Iran als wunderschön, Teheran als fantastisch und die Leute als sehr gastfreundlich empfunden.</strong> Ich drängelte nicht und war 3 Monate da. Und ich hatte das Glück, auf viele zu treffen, die Deutsch sprachen, oder Französisch. Manche konnten sogar Englisch. Es war damals ein kulturell und auch interkulturell sehr interessiertes und entwickeltes Land.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Aber ich sprach kein Wort Farsi. Ich konnte auch keine Würmchenschrift lesen und Farsi im Schriftbild nicht von Arabisch unterscheiden. Es ist, als ob man schlagartig Kommunikationstaubstumm sei.<br />
Ich frage mich&#8230; seit Millionen Syrien verlassen, oder sterben müssen, wie es denen wohl in Deutschland geht, die unsere Schrift nicht lesen und unsere Sprache nicht sprechen?<br />
Wir müssten Deutschlehrer in jedes Flüchtlingsheim schicken. Diese Wohncontainer müssten ab Werk beschriftet sein, mit dem Wort „Lichtschalter“ auf jedem Lichtschalter und „Fensterbrett“ auf jedem Fensterbrett und so weiter. Die Sprache ist die Brücke zwischen den Leuten. Es ist genauso, wie die taubstummblinde us-amerikanische Schriftstellerin Helen Keller einmal schrieb: <strong>„Blindheit trennt von den Gegenständen, Gehörlosigkeit von den Menschen.“</strong> Ohne die Möglichkeit der Verständigung sind wir voneinander so weit getrennt, wie Menschen nur voneinander getrennt sein können. Sie müssen die Sprache lernen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Und gerade wir in Deutschland sollten bedenken: die Beine in die Hand zu nehmen und mit dem, was man am Leibe trägt, so weit zu laufen, wie die Füße tragen, wenn einem das Haus unter dem Hintern weggebombt wird, ist eine Erfahrung, die meine Eltern selbst noch gemacht haben. Es ist Teil der Geschichte. Egal, wie sehr wie den einzelnen, oder ganze Gruppen nicht mögen. Das alles und die alle sind wir vor 75 Jahren.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Aber es lässt sich immer noch steigern.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>In Japan war ich aber sowas von ein Ausländer.</strong> In den amtlichen Formularen existiert kein Feld für „Augenfarbe“, nicht im Knast, nicht im Krankenhaus, nicht aus dem Passamt, nirgendwo. Alle Japaner haben dunkelbraune, bis schwarze Augen. Nur Fremde haben andere Augenfarben. Und in der Tat existieren in der japanischen Sprache zahlreiche Vokabeln für Ausländer, aber alle haben sie die Bedeutung von „Fremder“, oder „aus der Fremder“. Das wohl außerhalb Japans bekannteste Wort für den Ausländer ist der „Gaijin“. Innerhalb Japans ist es ein sehr schlimmes Schimpfwort. Es findet sich in der Liste der im öffentlichen Radio und Fernsehen verbotenen Wörter.<br />
Und ich hatte noch den Vorteil, als westlicher Ausländer erkannt zu werden. Man mag allerdings die US-Amerikaner in Japan überhaupt nicht. Einmal abgesehen davon, dass alle US-Amerikaner in Japan seit einiger Vorkommnisse auf Okinawa als Vergewaltiger gelten, sind die US-Amerikaner die einzigen, die in der Geschichte der Menschheit bereits einen Atomkrieg durchzogen und das ausgerechnet in Japan. Das ist so tief negativ verwurzelt in japanischen Köpfen, wie die Shoah in jüdischen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sobald man in Japan als westlicher Ausländer erkannt und aus der Gruppe der US-Amerikaner aussortiert ist, ist nicht alles, aber vieles gut. Als Deutscher steigt man noch ein wenig auf, da man in Japan eine gewisse Sympathie für Deutschland hegt. Die beiden waren im Zweiten Weltkrieg nicht ohne Grund verbündete und sind aus der Asche eben jenen Krieges zu führenden Hochindustrienationen aufgestiegen. Es ist wohl diese präzise und fleißige Ingenieurskunst, die wir einander unterstellen, die es Deutschen in Japan leichter macht als allen anderen als Ausländer zu erkennenden Personen dort. Trotzdem ist auch das eine diskriminierende Schublade.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Und man weiß ja nicht, dass ich ein Deutscher bin, wenn man mich auf der Straße sieht. Mein Englisch ist noch dazu ein us-amerikanisches mit norwegischem Akzent. Und auch in Japan sprechen die Leute, wenn sie denn Fremdsprachen können, worin man in Japan ebenso grottenschlecht ist, wie in den US, Frankreich, Deutschland, etc., vor allem Englisch.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich wurde angerempelt, bespuckt, mit böser Post versehen, in Warteschlangen missachtet, ausgeschlossen, pi, pa, po, ganz genau so, wie wir es von Schwarzafrikanern in Dresden der Zeitung lesen,</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es lässt sich steigern.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Als ich in Solna, bei Stockholm wohnte, lief im Großraum Stockholm eine Mordserie. Es wurden Ausländer erschossen. Es wurden nur Ausländer erschossen, die eindeutig ausländisch aussahen. Es lief immer so ab. Man erschoss einen, dann war Ruhe. Wochen, bis Monate später, wurde wieder einer erschossen.</strong> ES war immer dieselbe Waffe, aus der geschossen wurde.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Später, als ich lange nicht mehr in Schweden wohnte, stellte es sich heraus, dass es sich um ein Aufnahmeritual einer schwedischen Neonaziorganisation handelte.</strong> Und natürlich hatte die Polizei auch anders ermittelt. Als in Deutschland die NSU-Sache klar wurde, musste ich an Stockholm denken. Die NSU-Aufklärungsfehler sind immer und überall.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Weil wir alle ohne Ausnahme immer so verdammt schnell und vollautomatisch den Lieferwagen im Wohngebiet alleine anhand seiner Nummer in Schubladen stecken, ohne auch nur den geringsten Gedanken daran zu verschwenden, was sich wohl tatsächlich in seinem Inneren befinden möge und die Absicht seiner Insassen sein könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Autor: Stefan Janetzky / Deutschland</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Foto: Stefan Janetzky</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		<title>Angelika Wende: Von der Einsamkeit intelligenter Menschen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2025 22:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Von Angelika Wende &#160; Schon Schopenhauer, der sein Leben als Einzelgänger verbrachte, war der Meinung, dass nur geistreiche Menschen das Alleinsein genießen können. Menschen, die sich nach sozialen Kontakten sehnen und das Alleinsein nicht ertragen, sah er als geistig ziemlich arme Wesen. Die großen Philosophen wie Nietzsche und Kierkegaard waren Einzelgänger, Emily Dickinson und [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/angelika-wende-2.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6578"><img class="  wp-image-6556 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/angelika-wende-2.jpg" alt="angelika wende 2" width="997" height="1375" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Von Angelika Wende </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Schon Schopenhauer, der sein Leben als Einzelgänger verbrachte, war der Meinung, dass nur geistreiche Menschen das Alleinsein genießen können. Menschen, die sich nach sozialen Kontakten sehnen und das Alleinsein nicht ertragen, sah er als geistig ziemlich arme Wesen. Die großen Philosophen wie Nietzsche und Kierkegaard waren Einzelgänger, Emily Dickinson und Hermann Hesse waren es, Van Gogh und Leonardo da Vinci ebenfalls. Letzterer war sogar davon überzeugt, dass man nur sich ganz gehöre, wenn man allein ist. Wer sein Leben nur mit einem anderen Menschen teilen würde, der würde nicht mehr sich ganz gehören. Wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum da Vinci nie in einer Partnerschaft gelebt hat. Michelangelo, so steht zu lesen, war einst ein geselliger Mensch, doch änderte sich das, als die lieben Mitmenschen erkannten, was für ein Genie er war und ihm mit Neid und Missgunst begegneten. Erkennend, dass er der Masse nicht wirklich willkommen war, wurde er zum Einsiedler. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Viele große Denker haben für sich gelebt, nicht weil sie sich als etwas Besseres verstanden, nicht aus Gründen der Arroganz, sondern weil sie schlicht vom Pöbel unverstanden blieben.<br />
Das ist heute nicht anders.</strong> </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">„Intelligente Menschen sind Einzelgänger und vermeiden weitgehend soziale Kontakte. Intelligente Menschen sind allein oft glücklicher, als wenn sie von anderen Leuten umringt sind.“ Dies ergab eine aktuelle Studie, die im British Journal of Psychology veröffentlicht wurde. Die Autoren der Studie, Norman Li, Evolutionspsychologe an der Singapore Management University und Satoshi Kanazawa von der London School of Economics, haben sich mit der Frage beschäftigt, wie sich Intelligenz, Freundschaft und Bevölkerungsdichte auf das Glücksgefühl der Menschen auswirken. Was sie herausfanden: Je niedriger die Bevölkerungsdichte und je mehr soziale Interaktion mit Freunden unterhalten wird, umso glücklicher ist der Mensch. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das gilt laut ihrer Studie allerdings nicht für besonders intelligente Menschen. Diese fühlen sich glücklicher, wenn sie ihre Zeit nicht mit anderen Menschen verbringen müssen. Der Grund: Kluge Menschen können ihre Aufgaben besser alleine lösen und ziehen es vor selbstständig die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Deshalb sind für sie Beziehungen weniger wichtig, Menschen, so eine Aussage der Studie, würden sogar oft als Klotz am Bein wahrgenommen. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Warum ist das so? Warum ziehen es intelligente Menschen vor allein zu sein?</strong><br />
Intelligente oder Hochbegabte sehen die Welt anders. Zum einen haben intelligente Menschen bei allem was sie wahrnehmen, sehen und hören, den Drang zu analysieren und sich mit ihren Mitmenschen darüber auszutauschen. Zum anderen haben sie oft ein Wissensgebiet oder Leidenschaften, welche sie total faszinieren und in die sie immer tiefer eindringen wollen.<br />
Das Problem: Der &#8218;Normal-Begabte&#8216; kann dieses In-der Welt-sein im Allgemeinen nicht nachvollziehen. Somit ist es für intelligente Menschen schwer ein Gegenüber zu finden, das sie versteht und ihre Gedanken zu teilen vermag. Andererseits geht der „Normal-Begabte&#8220; dem &#8222;Höher-Begabten&#8220; aus dem Weg, weil er ihn als zu anstrengend empfindet und ihm seine tiefe Gedankenwelt fremd ist. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Nun, entgegen der Aussagen der Forscher, glaube ich nicht, dass intelligente Menschen niemanden brauchen. Ich weiß vielmehr, dass es unendlich schwer für sie ist, Gleichgesinnte zu finden mit denen sie teilen können, wofür sie brennen.</strong><br />
Bevor sie nun aber ihre Zeit mit sinnlosen und langweiligen Gesprächen und Kontakten verbringen, ziehen sie es vor die Zeit mit sich allein zu verbringen um sich dem zu widmen, was sie fasziniert. Sie sehen einfach keinen Sinn in oberflächlichen Begegnungen, Bespaßung und sonstigen inhaltlosen Zerstreuungen und dem, was ich „blubber, blubber“ nenne: Sinnloses Gerede über Banalitäten, das zu nichts führt und zum Gähnen langweilig ist. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Wer die Wahl hat, muss entscheiden und der intelligente Mensch entscheidet sich dafür seine kostbare Lebenszeit, dem zu widmen, was ihn inspiriert, was ihm wertvoll und wichtig ist und was seinen Geist und seine Seele erfüllt.</strong><br />
So bleiben viele dieser Menschen meist ihr Leben lang Einzelgänger, oder sie werden es nach unzähligen unbefriedigenden Beziehungs- und Kontaktversuchen. Ob sie damit glücklich sind? Nun, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sie sind zumindest glücklicher als mit dem, was sie nicht glücklich macht &#8211; <em>blubber, blubber,</em> nämlich.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ann Clarkson, die Sprecherin von Mensa International, dem Verband für Menschen mit hohem IQ, sagt zum Thema Folgendes: „Es ist bewiesen, dass sich sehr intelligente Menschen manchmal von den Menschen um sich herum isoliert fühlen, weil sie die Welt anders sehen und wahrnehmen. Es ist schwer, jemanden zu finden, der Informationen genauso verarbeitet wie du, wenn dein Gehirn so funktioniert, wie das von nur zwei Prozent vom Rest der Weltbevölkerung.“</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Des Weiteren gehören intelligente Menschen meist zu den Introvertierten, im Gegensatz zu den Extrovertierten. Die Interaktion und die Auseinandersetzung mit anderen kostet einen Introvertierten viel Energie.</strong><br />
Diese Menschen fühlen sich schnell unwohl in Menschenansammlungen und brauchen Stille. Der Umgang mit dem Lauten, die grelle, schrille, immer hektischer werdende Umwelt, das ständige Pipen der Handy-Generation, löst bei ihnen Stress aus. Sie sind schnell mit Reizen überflutet und müssen sich schützen. Sie sind eben anders, sie sind empfänglich für die leisen Töne und diese finden sie nur in der Stille.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Sind nun intelligentere Menschen keine sozialen Wesen oder gar beziehungsunfähig?<br />
</strong>Ich behaupte: Nein. Sie sind sogar sehr sozial, denn sie haben mehr Feingefühl, mehr Empathie und feinere Antennen für alles Sinnliche und Sinnhafte, als andere und sie haben mehr Tiefe und Werte, für die sie stehen und die sie leben. Und genau das ist es, was sie in der von Reizüberflutung und in der Lebenshaltung modernen Welt nicht finden.<br />
Was bleibt ist der Rückzug in sich selbst und in die eigene schwer teilbare Welt. Eine einsame Heimat. Und auch wenn sie erfüllend ist, ein Leben ohne Seelenverwandte macht innen manchmal sehr allein. In einer anderen Welt als der heutigen wären sie die „alten Weisen“. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Angelika Wende &#8211; 18. Mai 2016</strong><br />
<em>Coach, Stimm- und Sprechtrainerin, Rednerin, Moderatorin, Autorin, Malerin</em></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://angelikawende.blogspot.de/">http://angelikawende.blogspot.de/</a> </span></p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/angelika-wende.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6578"><img class="  wp-image-6554 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/angelika-wende.jpg" alt="angelika wende" width="921" height="1106" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Menschen meines Stammes sind leicht zu erkennen:<br />
Sie gehen aufrecht, haben Funkeln in den Augen und<br />
ein Schmunzeln auf den Lippen.<br />
Sie sind weder heilig noch erleuchtet.<br />
Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen,<br />
haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut<br />
und angenommen.<br />
Sie sind keine Kinder mehr,<br />
wissen wohl was Täter /Opfer sein bedeutet,<br />
haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen und<br />
dann die Vergangenheit abgelegt,<br />
die Nabelschnur durchtrennt und<br />
die Verantwortung übernommen.<br />
Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen. Weil sie nicht mehr verdrängen müssen,<br />
sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung.<br />
Das Feuer brennt in ihrem Bauch!<br />
Die Menschen meines Stammes kennen den wilden Mann<br />
und die wilde Frau in sich und haben keine Angst davor.<br />
Sie halten nichts für gegeben und selbstverständlich,<br />
prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen und<br />
folgen ihrer eigenen Intuition.<br />
Frauen und Männer meines Stammes begegnen sich<br />
auf der gleichen Ebene, achten und schätzen ihr Anders-Sein,<br />
konfrontieren sich ohne Bosheit und lieben ohne Rückhalt.<br />
Menschen meines Stammes gehen viel nach Innen, um<br />
sich zu sammeln,<br />
Kontakt mit den ureigenen Wurzeln aufzunehmen,<br />
sich wieder zu finden,<br />
falls sie sich im Rausch des Lebens verloren haben.<br />
Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück,<br />
denn sie mögen teilen und mitteilen, geben und nehmen,<br />
schenken und beschenkt werden.<br />
Sie leben Wärme, Geborgenheit und Intimität.<br />
Allein fühlen sie sich zwar nicht verloren wie kleine Kinder und<br />
können gut damit umgehen.<br />
Sie leiden aber manchmal unter Isolation und sehnen sich<br />
nach ihren Seelenschwestern und -brüdern.<br />
Die Zeit unserer Begegnung ist gekommen!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Autor unbekannt</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Fotos / Pictures thanks to © Angelika Wende</strong> </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>ÜSTÜN HASSASİYET &#8211; Duygusal zekânın en zarif kıyafeti</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 23:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkisch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; Üstün Hassasiyet: &#160; Duygusal zekânın en zarif kıyafeti &#160; &#8222;Üstün hassas insan her ne kadar yoğun bir şekilde duygusal, narin ve kırılgan olsa veya görünse bile, aynı zamanda o kadar da güçlü bir kişiliğe sahiptir.&#8220; &#160; Yazan: Çiğdem Gül 1 Temmuz 2017 &#160; &#160; Görsel / Picture thanks to © Oscar Picazo (Las Vegas/ [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/18557452_10212889493580674_427382653612316539_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group7248"><img class="  wp-image-6778 alignright" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/18557452_10212889493580674_427382653612316539_n.jpg" alt="Oscar Picazo" width="657" height="1001" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="font-size: 29pt; color: #ff4800; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong>Üstün<br />
Hassasiyet:<br />
&nbsp;<br />
Duygusal<br />
zekânın<br />
en<br />
zarif<br />
kıyafeti</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24pt;">&#8222;Üstün hassas insan her ne kadar yoğun bir şekilde duygusal, narin ve kırılgan olsa veya görünse bile, </span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24pt;">aynı zamanda o kadar da güçlü bir kişiliğe sahiptir.&#8220; </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><img class="  wp-image-18904 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-guel_.png" alt="cigdem guel_" width="199" height="196" /></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="color: #ff4800; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 20pt;">Yazan: Çiğdem Gül </span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16pt; color: #0000ff;">1 Temmuz 2017 </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Görsel / Picture thanks to © Oscar Picazo (Las Vegas/ USA)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-size: 26pt; color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong>Üstün Hassasiyet: </strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-size: 26pt; color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong>Duygusal zekânın en zarif kıyafeti</strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="color: #333333;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çoğunluğa nazaran daha duyarlı, uyanık, zengin ve canlı bir zihine sahip misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">İleri seviyede empati ve anlayış kabiliyetine sahip misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Başkalarına karşı son derece hassas mısınız? „Herkesin içsel dünyasını, derdini, acısını, daha önce yaşadıklarını ve niyetini yanılmadan çabuk hissediyorum ve bunu sorgulamaya bile ihtiyaç duymuyorum” diyor musunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bazı insanlar yağmurdan sadece ıslanırken, siz yağmuru hisseder misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sanal dünyada bile mesajlarda, dialoglarda ve tartışmalarda karşınızdakinin yazdıgı cümlelerin, hatta harflerin, arkasındaki asıl duyguyu, niyeti ve gerçeği doğru hisseder misiniz? Çevrelerinizdeki insanların ruh halini sezgileriniz ile çabuk anlayabilir misiniz? “Sezgilerim çok kuvvetlidir; çünkü ben söylenenleri değil, hissettiğim alt yazıyı ve enerjiyi okurum” diyor musunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Karmaşık iç dünyanızda hissî derinlik yaşıyor musunuz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Daha çok sessiz sakin mekanlarda bulunmayı, doğayla baş başa kalmayı,  yıldızlarla oynamayı, sakin müzik dinlemeyi veya meditasyon yapmayı mı tercih ediyorsunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çok kalabalık ortamlardan ve gürültüden hoşlanmıyor musunuz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Kendinizi hayatta tek başına değil, ama genelde yalnız hissediyor musunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Yolda yaralı bir güvercin veya sokakta aç kalmış kedi gördüğünüzde/bulduğunuzda, bundan derinden etkilenip, hüzünlenir misiniz? Hatta günlerce kendinize gelemeyip, üzüntüden yataklara düşer misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Duygusal anlamda çok güçlü olmanıza rağmen, çevreniz sizi yoğun duygusallığınızdan, narin olmanızdan, incinmenizden ve herhangi bir kelime veya negatif jestten derinden etkilenmenizden dolayı sizi zayıf veya aciz birisi olarak mı algılıyor? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Aşk, şevk, istek ve içten gelen gayretiniz yüksek seviyede mi?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">„Ben kendimi bu dünyada genelde yanlış ve yabancı hissediyorum. Kendimi diğer insanlardan farklı görüyorum“ diyor musunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Duyularda aşırı hassasiyet (renkler, sesler, kokular vs. üzerinde) var mı?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Evrende güzel olan her şeye tutulur musunuz? Güzellikler diye tanımladığıniz her şeyin yakınında mı olmak istersiniz? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Her şeyi – doğayı,  şiiri, edebiyatı, hayvanları ve ince bir yaprağı bile &#8211; hissedebildiğiniz için, bunların güzelliği sizde hayranlık yaratıyor mu?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sanat ile ilgileniyor musunuz? Sanata, sanat yapan her şeye büyük bir saygı ve hayranlık duyar mısınız?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Toplumun adalet ve doğruluk gibi yüksek ihtiyaçlarıyla ilgileniyor musunuz? Yüksek ahlâkî özelliklere sahip misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Oldukça vicdanlı ve sorumluluk sahibi misiniz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">“Haksızlığa ve hukuksuzluğa asla tahammül edemem!” diyor musunuz? Yüksek düzeyde adalet duygusuna sahip misiniz?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Aşırı durumlarla yüksek kalitede baş edebiliyor musunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Kendi kontrolleriniz dışında vahşet içeren sahnelere maruz kalmamak için televizyon izlemez, haberlere bakmaz ve gazete okumaz mısınız?</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tüm dünyanın yükünü kendi omuzlarınızda mı hissediyorsunuz?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="color: #ff4800;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">“Düzenli olarak kendime dinlenme fırsatı yaratma ihtiyacı duyuyorum” diyor musunuz?</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Listedeki soruları evet olarak cevaplayabiliyorsanız, muhtemelen üstün hassas bir kişilige sahipsinizdir.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">“ÜSTÜN ZEKA” ve “ÜSTÜN YETENEK” gibi terimlerin yanısıra, her kültürde ve toplumda “ÜSTÜN HASSASİYET” de bulunmaktadır. Üstün hassasiyet, dünyayı daha sahici, daha duyarlı ve daha samimi bir bakış açısı ile, yani tüm kalbiyle gören bir insanın yansımasıdır. Üstün hassas birey kendi ışığına sahiptir. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Üstün hassasiyet (ingilizce: Highly Sensitive Person = HSP / Almanca: Die Hochsensibilität, der Hochsensible) yeni bir keşif değildir ancak tarih boyunca yanlış anlaşılmıştır. ABD&#8217;li psikolog Dr. Elaine Aron (PHD: Doktora) 1991 yılında yaptıgı bir araştırma sonucuna göre, toplumun yaklaşık %20’si üstün hassas kişilerden oluşuyor. Bu sonucu 1996´da yayımladıgı “The Highly Sensitive Person” adlı kitabinda paylaşmıştı. Ve bu doğuştan gelen özellik kadınlar ve erkekler arasında eşit şekilde dağılmış durumda. Elaine Aron ve takımı, empatların beyinlerinde, bazı belirgin durumlarda duygularını güçlü bir şekilde tetikleyen, fiziksel veri bulmuşlar. Dr. Aron ekibinin bulgularını şöyle dile getiriyor: “Beynin farkındalık ve duygu ile ilgili olan kısmında, özellikle empatik hislerle bağlantılı olan bölümünde, 12 saniye boyunca üzgün ya da mutlu yüz resimleri izleyen yüksek oranda hassas kişilerin beyinlerinin ilgili bölümlerinde daha az hassas kişilere oranla daha fazla kan akışı ve yüksek aktive gerçekliyor.”  Oldukça hassas bir <em>i</em>nsan olmak, empati ve önsezi özelliklerinin çok gelişmiş olması anlamına da gelir. Hassasiyeti ve duygusal zekası fazla yüksek olan bu kişilerin nörolojik olarak sinir sistemi oldukça hassasdir ve sinir hücreleri hiperaktif şekilde çalışıyor. İşte tüm o duygusallıkların sebebi buradan kaynaklanıyor. Bu yüzden gürültüden, kalabalıktan, zaman baskısından çok çabuk ve fazlaca etkileniyorlar. Bu nörolojik özellik her düzeyde &#8211; emosyonlar da dahil olmak üzere &#8211; daha derin bir algılayışı yol açıyor. Uyaranları filtrelemede zorlanıyorlar. Bu kişilerin kendilerine, başkalarına ve çevrelerine yönelik farkındalıkları oldukça yüksek. Sinir sistemi kendilerininki gibi üstün hassas olmayan, toplumun %80’ine uyum sağlamakta zorlanıyorlar. Ne kadar zor olsa da, toplumla uzlaşmayı, çevrelerine adapte olmayı öğrenmeleri gerekiyor.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Pek çok insan hassasiyeti kusur ya da bir engel olarak görür, çünkü hassas insanların toplum içinde nasıl davranacağina dair çok katı kuralları yoktur. Kendileri daha şefkatli ve daha affedicidirler.<br />
</span></p>
<p><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Bu kişilerin duyguları da kolayca zedelendiği için etraftakiler onlara genelde “güçlü olmalarını” öğütler. Üstün hassas insan her ne kadar yoğun bir şekilde duygusal, narin ve kırılgan olsa veya görünse bile, aynı zamanda o kadar da güçlü bir kişiliğe sahiptir. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Yüksek hassasiyet demek, aynı zamanda fiziksel hassasiyet de demektir. Üstün hassas bireylerin acıya dayanma eşikleri çok daha düşüktür: Üzerlerindeki kıyafet bile bazen canlarını yakabilir.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Üstün hassas birey bir gündüz düşçüsü olduğundan, kendisi stediği an mutlu ve huzurlu dünyasına çekilir ve orada saatlerce düşlere dalar. Çünkü kendi dünyasında sadece güzel şeyler yaratır ve onlara tutunur.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Üstün hassas birey daima ezilenlerin yanındadır. Sanki bu onun görevidir. Bir yerde biri ile dalga mı geçiliyor, biri haksızlığa mı uğruyor, biri acı mı çekiyor; bu kişiyi aramasına bile gerek yoktur. Hemen o kişiyi görür ve onu korumasına alır. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Üstün hassas birey özgür ruhludur. Ayrıca onun doğası sadece gerçeği aramak için yaşar. Başka bir deyişle gerçek olmayan, samimi olmayan her şeye karşı duygusal bir tepki hisseder. Ona yalan söylemeniz çok zordur, inanmış gibi yapar, sizi bununla bile yüzleştirip kırmak istemez. Elbet doğrunun ortaya çıkacağına inancı tamdır.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sezgileri çok kuvvetlidir; çünkü o söylenenleri değil altta yatan enerjiyi okur. </span><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">His olarak hisseder ve siz de, onun içine doğanların olacağını belli bir süre içerisinde edindiğiniz deneyimle bilirsiniz. Birçoğu bu sebeple spiritüel alana kayar.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Üstün hassas bireyi, olmadığı bir şeye dönüştürmeye çalışmak ve hatta ‘normalleştirmek’ için uğraşmak yanlış bir tutumdur. Bu özel insanlarin bu özel karakter yapılarını olduğu gibi kabul etmeli ve bu yoğunluktaki bir duygu ile hayatlarını yaşamanın bir talihsizlik değil, Allah vergisi bir lütuf olduğunu görmelerini sağlamalıyız. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong> © Çiğdem Gül </strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Über hochbegabte Außenseiter, Innenseiter und eingefärbte Flamingos</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 23:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; Von Çiğdem Gül – 04.09.2016 &#160; Mit ihren ästhetischen und glamourösen Farben fallen Flamingos als Beweis Gottes einzigartigem Kunstwerk auf. Das Erscheinungsbild der Flamingos löst bei uns Menschen Erstaunen und Bewunderung zugleich aus. Ihr Seelenkleid ist genauso zart wie ihr rosa- und lachsschimmerndes Federkleid, das sich jedes Mal durch die Nahrungsaufnahme von kleinen roten [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/12717479_992339717518068_3006987630880478624_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group3762"><img class="  wp-image-2825 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/12717479_992339717518068_3006987630880478624_n.jpg" alt="Alan Wolton, 1934, Impressionist painter" width="1088" height="815" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f00707;"><strong>Von Çiğdem Gül</strong> – 04.09.2016</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Mit ihren ästhetischen und glamourösen Farben fallen Flamingos als Beweis Gottes einzigartigem Kunstwerk auf. Das Erscheinungsbild der Flamingos löst bei uns Menschen Erstaunen und Bewunderung zugleich aus. Ihr Seelenkleid ist genauso zart wie ihr rosa- und lachsschimmerndes Federkleid, das sich jedes Mal durch die Nahrungsaufnahme von kleinen roten Wasserkrebsen, die den roten Farbstoff namens Carotinoid enthält, deutlich in Rosa durchfärbt. So ist es möglich, die Flamingos farblich im unterschiedlich intensiven Federkleid zu sehen. Dank ihrer gut ausgestatteten Beine können Flamingos ununterbrochen stundenlang sogar auf einem Bein stehen und ruhen. Dabei halten sie stets das Gleichgewicht. Sie sind in der Lage, die innere Ruhe und die Verwurzelung mit Mutter Erde zu finden und sie zu genießen. Der Mensch kann vom Flamingo lernen, seine innere Mitte zu finden. Dort kann er gut bei sich bleiben und den Anderen dort sein lassen, wo und wie er ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In welchem Zusammenhang stehen Flamingos mit menschlichen Außenseitern und Sonderlingen?</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Flamingos leben immer in Gemeinschaft und sind das Sinnbild für ein freundliches, friedvolles und harmonisches Wesen. Sie leben stets in Schwärmen.<br />
Sie brüten in Kolonien, die Hunderte bis viele Tausende Paare umfassen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Flamingos lehren den Menschen, mit anderen rücksichtsvoll und respektvoll umzugehen. Dabei ist es ihnen möglich, sogar im engen Raum ihre persönliche Freiheit innerhalb der Gruppe zu genießen und zu bewahren. Und wieder einmal lehrt das Tierreich, was der Mensch trotz Intuition, Gefühl, Verstand und Wahlmöglichkeiten nicht erreicht. Viele – in meinen Augen: zu viele &#8211; Menschen können oder wollen ihre Projektionen, Unzufriedenheit mit sich selbst und ihrem Leben, fehlende Selbstliebe, ausgeprägten Egoismus, Ängste, Vorurteile und Gemeinheiten anderen gegenüber nicht abbauen.<br />
So grenzen sie den fühlbaren Störfaktor Außenseiter und/oder Sonderling einfach aus, mobben ihn und legen weitere destruktive Verhaltensweisen an den Tag. Die Flamingos dagegen helfen Neulinge und Außenseitern, sich in die gemeinsame Gruppe einzugliedern und an deren Aktivitäten teilzuhaben.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL I</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Gründe für das Entstehen von Gruppen<br />
&#8211; Vorteile und Gefahren von Gruppen</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Jeder Mensch ist einzigartig. Als soziales Wesen leben Menschen von Natur aus in Gruppen. Sie treten mit anderen in Kontakt und Beziehung. So können Gruppen entstehen, die zur Erfüllung von Bedürfnissen, Zugehörigkeit, Sicherheit, Informationen und Prestige dienen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Zugehörigkeit in einer Gruppe bietet dem Menschen den Vorteil, dass seine Bedürfniserfüllung innerhalb der Gruppe besser realisiert wird. Des Weiteren hat man größeren und gebündelten Einfluss auf seine Umwelt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Gruppenbildung ist besonders für Pubertierende sehr wichtig. Die Jugendlichen starten z. B. gemeinsam ein Projekt und verfolgen folglich ein Ziel, das sie herausfordert und begeistert. Sie kompensieren im Optimalfall ihre Unsicherheit, ggf. Minderwertigkeitskomplexe und Schmerzen wie Liebeskummer in einer Gruppe. Die Jugendlichen fühlen sich in einer Gruppe geborgen, gut aufgehoben und stark.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In der Arbeitswelt sind Gruppenbildungen vorgegeben, weil Gruppen- und Teamarbeit in sehr vielen Branchen und Berufen großgeschrieben werden.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Unter den sozialen Wesen gibt es aber auch Menschen, die einsam sind. Hier ist nicht die temporäre Einsamkeit der Durchschnittsbegabten, sondern die lebenslange Einsamkeit der Hochbegabten gemeint. Es ist eine große Kunst, wenn man diese Form der Einsamkeit aushält und akzeptiert. So muss der Einsame mühsam lernen, sich auch in der Gesellschaft einigermaßen wohlzufühlen. Ob es eine notwendige Anpassung in die Gesellschaft ist, oder eine freiwillige Anpassung, bleibt für mich offen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">So wichtig und vorteilhaft eine Gruppenbildung ist, so gefährlich kann sie auch werden. Vor allem Minderheiten schließen sich in jeder Gesellschaft besonders häufig zu Gruppen zusammen. Dies können sprachliche, nationale, religiöse oder andere Minderheiten sein. Diskriminierung und eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten lassen sich gemeinsam besser ertragen. Die Gefahr einer solchen Gruppenbildung besteht z. B. darin, dass das interne Gleichgewicht kippen könnte. Daraus resultierende Überheblichkeit, des Gefühls der Machtmaximums und Unsterblichkeit bilden einen günstigen Nährboden für Hass und Gewalt.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL II</span></p>
<p align="left"><span style="color: #f00707;"><strong><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Entstehung von Rollen</span></span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine Gruppe lebt von ihren Mitgliedern. Und die Mitglieder leben in ihrer Rolle. In der Soziologie wird unterschieden zwischen der Rolle und der Gruppenfigur. Die Rolle ist an die Position bzw. Aufgabe gebunden, die Gruppenfigur hingegen an die Person. Als Rolle bezeichnet man die die Position eines Menschen in einem Beziehungsgeflecht innerhalb (oder auch außerhalb) der Gruppe. Wer in einer Gruppe anerkannter Führer ist, kann in einer anderen Gruppe Außenseiter sein. Die Rolle ist mit der einzelnen Gruppe, ihrer Zusammensetzung, Erwartungen und ihren Zielen verbunden. Rollen sind nützlich. Sie verschaffen den Mitgliedern Sicherheit und erleichtern die Kommunikation.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL III</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Begriffliche Abgrenzung von Außenseiter, Sonderlinge und Geächtete</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ist es das, was ich sehe, auch das, was ist? Oder ist es das, was ich sehe, meine Welt?<br />
Kann ich mein Gegenüber wirklich erkennen, wenn ich ihn unscharf <em>anders</em> wahrnehme und erlebe?<br />
Wenn man andere Menschen wahrnimmt, aber nicht erkennen kann, wie der Andere die Welt wahrnimmt, könnte man Vorurteile aufbauen und sein Gegenüber ausgrenzen.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich möchte kurz auf die Gruppe von Menschen eingehen, die in der eng gestrickten Norm der Außenwelt teilweise in die folgende Rolle hineingedrängt und dann ausgegrenzt werden.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f00707;">Der Außenseiter:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Außenseiter ist man meist durch Geburt, Hautfarbe, Hochbegabung, Stand, Beruf, Aussehen, Rasse, Volkszugehörigkeit, Weltanschauung, Homosexualität, kurzum: völlig ohne eigenes Zutun. &#8222;Außenseiter ist derjenige, der den Normen nicht entspricht&#8220; <em>(Otto Marmet, Psychologe: Ich und du und so weiter, Weinheim 1994, S. 36; siehe Außenseiter Sekundärl</em><em>iteratur I)</em></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Außenseiter sind Einzelpersonen oder Gruppen, die den Erwartungen und Normen eines sozialen Gefüges nicht entsprechen, was sie selbst oft als leidvoll erleben. Je mehr man von der Norm abweicht, umso mehr man anders ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man zu einem Außenseiter gemacht wird oder sich als solcher bereits fühlt.<br />
Ist er bedingt durch die erlebte Ausgrenzung von außen oder fühlt sich der Außenseiter innerlich schon „außen“?<br />
Außenseiter ist man temporär oder ein Leben lang.<br />
Dann gibt es noch Außenseiter unter den Außenseitern.</span></p>
<p align="left"><span style="color: #f00707;"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der Sonderling:</span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der Sonderling ist ein verwandtes Themenfeld. Zum Sonderling dagegen wird man oft durch eigenes Verhalten; auch ein Außenseiter kann aufgrund der Ausgrenzung mit der Zeit zum Sonderling werden. Sonderling kann man ein Leben lang für Andere bleiben – im positiven Sinne.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich kann mich mit dem Begriff „Sonderling“ nicht anfreunden, weil er nach meiner Ansicht einen sehr negativen Beigeschmack hat und einen versteckten Vorwurf enthält, als sei man selber schuld daran, ein Andersmensch zu sein. Daher werde ich von dieser Unterscheidung Abstand nehmen und diesen Begriff mit der Bezeichnung „Außenseiter“ ersetzen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Begabte &#8211; sprich hochbegabte und hochsensible und weitere Andersmenschen &#8211; bieten sich für Ausgrenzung an. Sie müssen jedoch Erkenntnis und Verantwortung für ihre Hochbegabung tragen. Unter dem Begriff &#8222;Hochbegabte&#8220; schließe ich Hochbegabte, Multitalente, Höchstbegabte, Hochsensible und Synästheten mit ein. Das Problem besteht darin, dass Hochbegabte – und da ist es ziemlich egal, in welcher Richtung sie begabt sind – in der Schule meistens Außenseiter waren / sind. Da gibt es sicher einen gewissen Gruppendruck, durch den Leute isoliert werden. Wenn z. B. ein Kind im Alter von 10 Jahren Interesse an der Literatur der bekannten Größen wie Karl Marx, Fernando Pessoa, Maxim Gorki und/oder Aziz Nesin zeigt, ihre Bücher verschlingt und sogar als Kind die Inhalte dieser anspruchsvollen Literatur versteht, dann ist es schon auffällig und etwas Besonderes für Andere. Das Kind bringt großes Licht in die Dunkelheit. Große Lichter leuchten weiter in die Dunkelheit hinein als kleine Lichter und vertreiben die Dunkelheit. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f00707;">Der Geächtete:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ebenfalls zum Themenkreis gehört der Geächtete, der Outlaw; er stellt sich selbst außerhalb der Ordnung und Gesellschaft oder er wird von der Herkunftsfamilie, seinen Wurzeln und/oder von der Gesellschaft geächtet. Die überdurchschnittlich kreativen und hochbegabten Geächteten sind zuweilen ihrer Zeit voraus. Ihre außergewöhnlich innovativen Gedanken und Einstellungen, ihr besonderer Blick auf die Welt und ihre großartigen Leistungen und Werke lösen bei der Gesellschaft Angst und Ablehnung aus.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
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<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL IV</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Hochbegabte Außenseiter in der Herkunftsfamilie, Gesellschaft, Schule und Arbeitswelt</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein häufig diskutiertes Thema ist das Bild des Hochbegabten in der eigenen Herkunftsfamilie (Mikrokosmos), in der Gesellschaft und Schule sowie in der Arbeitswelt (Makrokosmos).</span></p>
<p>Viele Hochbegabte erleben die ersten Ausgrenzungen nicht in der Außenwelt, sondern in der Kindheit bereits innerhalb der eigenen Herkunftsfamilie. Sie &#8211; vor allem Kinder &#8211; haben meist niemanden, mit dem sie sich austauschen können, und leiden sehr darunter.</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In vielen Familien sind die Rollen klar verteilt – es gibt Lieblinge und es gibt die sogenannten „schwarzen“ Schafe. Letztere haben es nicht leicht in ihrer Familie, denn sie sind anders. Sie sind kunterbunt wie ein Regenbogen. Wie gehen Familien mit Angehörigen um, die nicht ihren Erwartungen entsprechen? Und wie lebt es sich als Außenseiter in der Familie? Ist das eine selbst gewählt Rolle oder wird man dazu gemacht? Was sagen die kunterbunt geblümten, gepunkteten, karierten und linierten „Schafe&#8220; selbst und was sagen die Anderen dazu?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich beobachte und erlebe, dass die Wahrscheinlichkeit auf Außenseitertum bei Hochbegabten höher liegen kann, wenn insbesondere bei spät erkannten Hochbegabten die Familienkonstellation &#8222;kein Elternteil /keine Eltern und dafür nur eins von mehreren Kindern hochbegabt ist/sind. So ist es in vielen Fällen vorprogrammiert, dass man Außenseiter &#8211; besser gesagt: Ausländer &#8211; in der eigenen Familie wird. Besonders kompliziert ist es in traditionsbewussten Familien, die auf ausgefallene Begabungen und Interessen der Kinder wenig Rücksicht nehmen. Oft gibt es Aussagen von Betroffenen wie: &#8222;Ich flüchtete in meine Phantasie.&#8220; Das unzufriedene Individuum erlebt seine Herkunftsfamilie dann nur als inhaltslose Hülle und im worst-case Vollwaise mit Eltern. Es ist nicht Mitglied seiner Gesellschaft, sondern Außenseiter, das von der Gesellschaft auf verschiedenen Weisen zurückgestoßen wird. Aufgrund seines rebellischen, system-kritisierenden Verhaltens der Gesellschaft gegenüber leistet der Hochbegabte Widerstand gegen die herrschende Macht, und entfremdet sich deswegen selbst von der Gesellschaft.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der hochbegabte Außenseiter fühlt sich in der Schulzeit unverstanden und leidet sehr darunter, weil er nicht verstehen kann, was falsch an ihm ist, warum er andere Interessen hat als die Mehrheit der anderen, warum er unendlich lange über alles nachgrübelt und Probleme sieht, die sonst keiner sehen und auch nicht kreativ lösen kann.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Standardsituation der Hochbegabten ist das an sie von anderen entgegengebrachte: Verwunderung, Irritation und Verunsicherung. Abgesehen von den Underachievern (Minderleister) sind Hochbegabte diejenigen, die schnell sind, viel mehr leisten und anders sind, sehr verdächtig für Normalbegabte. Wenn der Durchschnittsbegabte in sich nicht gefestigt ist und an dieser Stelle einen blinden Fleck ausweist, wird er sich schwer tun, mit einem Hochbegabten adäquat umzugehen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Kein herkömmliches Schul- und Leistungssystem dieser Welt ist meines Wissens auf Hochbegabte ausgerichtet. Es ist eher auf das Mittelmaß ausgerichtet.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der hohe Leistungsanspruch der Hochbegabten &#8211; auch Außenseiter &#8211; überfordert ihre Umwelt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Hochbegabte fühlen sich unter Normalbegabten oft unverstanden. Der Hochbegabte glaubt fälschlicherweise, dass, wenn er in der Kommunikation mit anderen sich erklärt, warum er dies und jenes so fühlt, denkt und macht, dann könnte er von anderen verstanden werden. Das Gegenteil ist der Fall. Sein Gegenüber glaubt zumeist, dass der Hochbegabte unsicher ist und sich ständig rechtfertigt. Auch die immer wiederkehrenden Missverständnisse mit Normalbegabten können dazu führen, dass Hochbegabte sich abgelehnt fühlt. Bei durchlaufenem sozialem Aufstieg bleibt der Begabte, Hochbegabte und Höchstbegabte weiterhin sehr einsam und als Außenseiter. Er fühlt sich weder in der Gesellschaftsschicht seiner Eltern noch der nächst oder übernächst höheren Gesellschaftsschicht angenommen und zugehörig.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es ist schmerzhaft, sich als Außenseiter zu erkennen, wenn man einer Gemeinschaft und Gesellschaft unbedingt angehören möchte.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/12717479_992339717518068_3006987630880478624_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group3762"><img class="  wp-image-2825 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/12717479_992339717518068_3006987630880478624_n.jpg" alt="Alan Wolton, 1934, Impressionist painter" width="1088" height="815" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL V</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Fragen, die sich stellen:</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Viele Menschen erreichen irgendwann in ihrem Leben den Punkt, wo sie sich grundlegende Fragen stellen. Einige Fragen habe ich wie folgt zusammengestellt:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bin ich mir selbst als Individuum wichtig genug?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ziehe ich meinen Selbstwert daraus, dass ich nicht so bin, wie die anderen?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wer entscheidet darüber, ob ich als wertvoll und wertgeschätzt gelebt werde? Ich oder die anderen? Oder beide?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bin ich ein Teil der Gesellschaft oder ist die Gesellschaft ein Teil meines Seins?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie kann ich mich für mich einsetzen, ohne gegen jemanden zu sein?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Möchte ich als Individuum unterscheidbar sein von den anderen oder<br />
in der Gemeinschaft unerkennbar und unkenntlich aufgehen?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ist es möglich, einer Gemeinschaft anzugehören, und trotzdem zeitgleich als autonomes Individuum und Freigeist existieren?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Hat mir meine Seele etwas vorzuwerfen?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wohin will ich wachsen?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ist es mir möglich, mich von meiner eigenen Seele coachen zu lassen?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich sehe die Welt als meine Welt. Und die Außenwelt nimmt mich wahr. Darüber hinaus kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Ist es okay, jemanden in die Gruppe oder Gesellschaft zu integrieren, wenn die Dynamik von Diskrimination in mir und außen ist?</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Darf ich Hochbegabte als eigene Gruppe betrachten? Wenn ja, warum?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wer entscheidet darüber, ob wer &#8222;draußen&#8220; oder &#8222;drin&#8220; ist?<br />
Wer ist &#8222;drin&#8220; und wer ist &#8222;draußen&#8220;?<br />
Wer steht vor der &#8222;Tür&#8220; und wer soll die Tür öffnen?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es geht nicht darum, ob die symbolische oder echte Tür geöffnet wird oder nicht, sondern, wie ich mit allen Variationen umgehen kann. Ich sollte die innere Stärke haben und als Minimum die Toleranz mitbringen, eine achtsame und wertschätzende Haltung einzunehmen, bevor ich jemanden durch die Tür hereinlasse und ihn in meine Gemeinschaft integriere.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich will aus meiner Sicherheit heraus wachsen. Bei den Flamingos scheint es zu funktionieren, dass sie in der Gemeinschaft ihren Platz haben, und trotzdem jeder für sich als ein Individuum leuchtet. Das scheint mir in der Menschenwelt sehr schwierig zu sein.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich muss mich immer wieder mit meinem Außenseitertum auseinandersetzen.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich entscheide mich für mich selbst.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich definiere meinen eigenen Standpunkt.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich habe die Freiheit, zumindest die Verantwortung für mich zu übernehmen. Ich kann mich also nur &#8211; oder immer wieder neu &#8211; entscheiden, auf welche Seite ich an- und hingehören möchte und den Preis dafür zahlen, wenn ich mir selbst treu bleiben möchte. Dabei erreiche ich die nächsthöhere Ebene, mir treu geblieben zu sein. Jeder Weg hat aber seine Konsequenzen. Bleibe ich mir treu, schaffe ich mir Feinde. Wenn ich als Hochbegabte die Ernsthaftigkeit meines Seins für mich in Anspruch nehmen möchte, dann kann ich nicht gleichzeitig der Masse angehören.</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL VI</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Glückliche und unglückliche Außenseiter</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es ist eine Eigenschaft des Wesens, in einer Situation, Gruppe, Gesellschaft, Haltung etc. sich wohl oder unwohl zu fühlen. So gibt es die glücklichen und die unglücklichen Außenseiter.<br />
Hochbegabte blühen in nicht- passender Gesellschaft selten auf und fühlen sich als Außenseiter jahrzehntelang unverstanden und folglich einsam. Sie kennen die Einsamkeit seit ihrer Kindheit, die sie wie eine Nahestehende ein Leben lang begleitet.<br />
Auch Hochbegabte möchten die Chance bekommen, sich öffnen zu können. Eine hochbegabte Seelenblume blüht am besten und intensivsten in einer Gesellschaft mit Gleichgesinnten auf. Ich kannte und kenne viele hochbegabte Seelenblumen, die immer wieder im Leben die Ausgrenzung erfahren müssen, ihre Seelenfarbe &#8222;verloren&#8220; haben, als Seelenblume eingegangen sind, krank wurden oder gar in die schiefe Bahn gerieten und sogar zwei Fälle von Selbstmord des Hochbegabten. Die durchschnittliche Gesellschaft weiß oftmals gar nicht, welche Auswirkung ihre Vorurteile, Sanktionen, Ausgrenzungen auf Hochbegabte haben können. Auch wenn der Hochbegabte im Erwachsenenalter privat und beruflich nicht mehr Außenseiter ist, so begleitet ihn das Gefühl, ein Außenseiter zu sein innerlich bis hin in die Nachtträume.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Manche hochbegabte Außenseiter scheinen ihrer Zeit dermaßen voraus zu sein, dass man sie fragen könnte: &#8222;Aus welcher Zukunft kommst du her?&#8220;</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wer als Hochbegabte oder als hochbegabter Außenseiter etwas Besonderes leisten will, findet sein Training z. B. durch schwierige Mitmenschen.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Helge Schneider, der deutscher Musik-Clown, Jazzer, Pantomime, Schauspieler und Schriftsteller, soll bei einen Interview bei Fokus-Schule gesagt haben: &#8222;Außenseiter sein ist nicht das Schlechteste, wenn man die Gesellschaft von einer interessanten Warte aus beschreiben will.&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 14pt; color: #f00707;">TEIL VII</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 14pt; color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Schlussbetrachtung</span></strong></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Leben wir alle einen Lebensbetrug?<br />
Die Wirklichkeit, die wir leben, ist nicht die objektive Wirklichkeit. Das Leben ist in Wahrheit das Wahrnehmen und Erkennen der – ständigen- Veränderung. Dabei geht es um den bewussten Teil der Unterscheidung des Wahrnehmungsfeldes und des dreidimensionalen Wahrnehmens sowie der daraus resultierenden Kompetenz, wie ich damit umgehen will. Es geht eigentlich nicht anders, als dabei Unsicherheit in Kauf zu nehmen und sie auszuhalten. Aber Unsicherheit steht nun mal nicht als oberstes Ziel für uns Menschen, obwohl sie so wichtig wäre. Was angestrebt wird, ist eher die Sicherheit. Aus der Sicherheit (gesicherte Basis und gesichertes Wissen) soll Veränderung resultieren. Freiheit ist, dass ich jedes Mal neu entscheiden darf, mich loslösen zu wollen. Es muss ein sicherer innerer Kern in mir vorhanden sein, damit ich von dieser Freiheit Gebrauch machen kann.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir alle schließen (bildlich gemeint) seit unserer Geburt einen Lebensvertrag ab. Die Klauseln bestehen zumeist aus der Hypothek der Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen, die sie wiederum aus ihrer eigenen Biografie mitbringen. Das könnten bspw. genetische, Dispositionen, familiäre, finanzielle bildungsdefinierte Ausgangssituationen oder gar Vorbelastungen wie Armut, Gewalt. Sucht etc. sein. Wir haben die Aufgabe, diesen Lebensvertrag anzunehmen und zu akzeptieren, oder die Vertragsklauseln jederzeit zu ergänzen und zu ändern. Jeder von uns hat auch die Möglichkeit, diesen ursprünglichen Lebensvertrag zu kündigen und mit einem Lächeln im Gesicht auch barfuß den eigenen Weg zu gehen – losgelöst von den Eltern und allen bisherigen Lebenskontexten.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Jeder von uns hat die Freiheit jemanden und etwas zu bewerten.<br />
Aber wir <em>müssen</em> sie <em>nicht</em> bewerten.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein Bewerten scheint situativ aus einem Kontext zu entstehen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich versuche zunehmend von dem Wert des <em>Unwerten</em> Gebrauch zu machen.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">So wie Flamingos mit ihren breiten Füßen mit Leichtigkeit sogar auf Schlamm stolzieren können, können hochbegabte Außenseiter mit ihrer überdurchschnittlichen Kreativität ungeahnte Lösungswege finden. Sie sind die Leuchttürme unserer Gesellschaft. Die Außenseiter möchten ein Miteinander, nicht ein Gegeneinander.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Außenseiter werden im Leben oft ins kalte Wasser geschmissen. Sie ertrinken nicht, weil sie wie Flamingos sehr gut schwimmen können&#8230;:-) Die Farbenpracht dieser Flamingos und der menschlichen, hochbegabten Außenseiter überleben immer.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Andere Menschen auszugrenzen resultiert neben der Antipathie zumeist aus fehlender Selbstliebe, Angst, ausgeprägtem Egoismus, Sicherheitsstreben, Projektion, Vorurteile und Konkurrenzdenken. Dabei werden die vermeintliche Stärke und das vermeintliche Durchsetzungsvermögen zur Schau gestellt. Aus meiner Sicht besteht jedoch die wahre Stärke darin, andere Menschen &#8211; und vor allem Andersmenschen wie Hochbegabte und Hochsensible – zu respektieren, wertzuschätzen und zu akzeptieren. Die eigentliche Stärke ist zudem, die eigene Unsicherheit und Angst zuzulassen, sich der eigenen Projektionen bewusst zu werden und sie richtig zu lenken.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bei Antipathie könnten wir uns z. B. fragen, wie lange es diesmal dauern wird, bis wir es schaffen, unser Gegenüber wertschätzen und mögen zu lernen. Dabei gehen wir auf die positiven Aspekte, was unser Gegenüber in sich trägt, ein. Allein der Gedanke, dass man sein Gegenüber <em>mögen</em> könnte, ist ein wichtiger Schritt nach vorne. Dann würde ggf. ein Mensch weniger auf dieser Welt diskriminiert, ausgegrenzt und verletzt werden.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich finde, wir sollten immer daran denken, dass unsere Welt vor allem durch die Außenseiter, Innenseiter und auch gesellschaftlich und kulturell Geächtete – mit ihren besonderen Seelenfarben, Vielfalt, Glanz, mehr Fühlen und mehr Wahrnehmen, Differenziertheit, Weitblick und Innovationen – zu einem besseren Ort wird. Wenn Flamingos sogar im engsten Raum friedlich und rücksichtsvoll miteinander leben können, dann hoffe ich doch sehr, dass <em>wir</em> &#8211; die noch auf dem Weg sind, MENSCHIALIST/IN zu werden &#8211; das auch schaffen.</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group3762"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül.jpg" alt="cigdem gül" width="170" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-29631" /></a></p>
<p align="center"><span style="color: #f00707;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül</span></strong></span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 13px;">Text überarbeitet am 27.08.2018</span></p>
<p>.</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gründerin, Publizistin und Autorin<br />
des Intercultural Network For The Highly Gifted </span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diplom-Ökonomin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Change Management Consultant</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Business Coach</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Online Marketing Managerin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Freie Journalistin</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Das Bild wurde mit freundlicher Genehmigung des US-Künstlers © Alan Wolton veröffentlicht. / © Courtesy of Alan Wolton (U.S.)</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f00707;"><a style="color: #f00707;" href="http://www.alanwolton.com/">http://www.alanwolton.com/</a> </span></p>
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		<title>Çiğdem Gül: Die vielbegabte Scanner-Persönlichkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 22:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Von Çiğdem Gül 12. Februar 2018 &#160; Ich möchte das Thema &#8222;Begabung&#8220; differenziert betrachten. Wodurch fällt die eigene Begabung auf? Ist die Begabung wie ein hoher Berg spitz nach oben gerichtet oder wie eine wunderschöne Seelandschaft in die Breite angelegt? Handelt es sich also um eine Spitzenbegabung wie Inselbegabung, die punktuell und extrem ist, [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group5421"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="327" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-39498" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Çiğdem Gül</span></strong></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">12. Februar 2018 </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich möchte  das Thema &#8222;Begabung&#8220; differenziert betrachten. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wodurch fällt die eigene Begabung auf?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ist die Begabung wie ein hoher Berg spitz nach oben gerichtet oder wie eine wunderschöne Seelandschaft in die Breite angelegt? Handelt es sich also um eine Spitzenbegabung wie Inselbegabung, die punktuell und extrem ist, oder handelt es sich um eine Breitbasis und bunt angelegte Begabung wie Vielbegabung? Es gibt auch hohe Begabungsarten, die in der &#8222;Mitte&#8220; liegen. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Gesellschaft und die Arbeitswelt honorieren eher die „Bergspitzen-Begabungen“, sprich: Inselbegabungen bei Höchstbegabten (sie sind nur auf einem Gebiet begabt; und zwar extrem begabt), als die breite „Seelandschaft-Begabungen“; sprich: Vielbegabung. Dabei sind breitgefächert begabte Multitalente eher dazu fähig, die widersprüchlichen Bedürfnisse in einem selbst und die der Außenwelt in Einklang zu bringen als die Inselbegabten.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Mein vorliegender Text thematisiert die vielbegabte Scanner-Persönlichkeit. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Menschen mit einer Scanner-Persönlichkeit sind Brillanten einer besonderen Hochbegabung; sie sind nämlich vielbegabt. Die Multitalente sind zudem farbenfrohe Schmetterlinge, die über die unterschiedlichsten Felder, Blüten und Themen fliegen und dort vorübergehend landen können, um sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen. Sie sind vielseitig offen, abgöttisch begeisterungsfähig, sprudeln vor Ideen und Kreativität, Sie sind ausgeprägt neugierig und interessiert. Für die Scanner steht also das unbändige Interesse an unterschiedlichsten Themen, die nicht einmal miteinander in Verbindung stehen müssen, im Mittelpunkt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Der Scanner blüht erst dann auf und er ist erst dann nur glücklich, wenn er all´ seine Talente und Vielfältigkeit ohne Einschränkung ausleben kann. Der Vielbegabte scheint wie eine Sonne auf seine Vielfältigkeit, Interessen und Fähigkeiten, wenn er sie sich selbst erlaubt, diese auszuleben.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Eine Scanner-Persönlichkeit kann sich z. B. für Menschen, Kulturen, Linguistik, Buch schreiben, Medienökonomie, Kunst (Fotografie, Malen, Theater, Musik), Natur, Literatur, Flugzeuge, Astronomie, Forschung, Filme, Parfümherstellung, Chemie, Relativitätstheorie, Tango-Tanz, Psychologie, Medizin, Wirtschaft, Recht, Purpurprachtbuntbarsch, Meditation, Zirkus, Kochen, Pflanzenheilkunde, Warane und manches mehr &#8211; und sogar gleichzeitig &#8211; interessieren und sich mit diesen Themen eine bestimmte Zeitdauer und sogar simultan beschäftigen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Manchmal wissen Scanner voller Begeisterung und Tatendrang nicht, wo und womit sie zuerst beginnen sollen. Die vielbegabten Hochbegabten &#8222;scannen&#8220; und gehen kurz oder lange, aber intensiv auf ein Thema ein. Sie beschäftigen sich parallel mit den unterschiedlichsten weiteren Themen, Berufen und Berufungen. Ein klares Berufsfeld ist für die meisten Multitalente &#8211; trotz vieler beruflichen Schnittstellen und ihren Möglichkeiten &#8211; schwer zu finden, weil eine Wahl gleichzeitig andere Interessen auszuschließen scheint. Eine von der Außenwelt (Gesellschaft, Familie, Mitmenschen, Kultur, Beruf etc. ) geforderte Einschränkung der eigenen Vielfalt resultiert für den Vielbegabten, dass seine Seele vor Schmerz viel Blut verliert.</span></p>
<p><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Die unangepassten Multitalente werden oft von ihren Mitmenschen kritisiert, weil sie so vieles gleichzeitig anpacken und scheinbar diese auch nicht zu Ende bringen. Daher glauben viele Außenstehende, dass Vielbegabte oberflächlich und sprunghaft seien. Außerdem empfinden sie vielbegabte Scanner als sehr anstrengend. Vielbegabte wiederum langweilen sich schnell, wenn sie nicht ausreichend Input und Themen bekommen, auswählen können oder sich eingeschränkt fühlen. Ihr Hunger nach Abwechslung und Vielfalt muss gestillt werden. Die Monotonie ist für sie eine Horrorvorstellung. </span></p>
<p><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die hochspezialisierte Welt, Gesellschaft, Wirtschaft und Branchen, die nicht auf die Vielbegabung der Scanner ausgerichtet sind, meinen, dass Scanner nicht entscheidungsfreudig seien. Zudem schätzen sie die Multitalente viel zu wenig. Bereits im Kindergarten oder Schule und Studium erleben die Scanner, wie versucht wird, ihnen der übersprudelnde Geist ab-zu-erziehen und die Durchschnittlichkeit einzuimpfen. Sie sollen sich &#8211; laut der Umwelt &#8211; in ihrer Biographie und beruflichem Werdegang auf Spezialisierung, Expertentum und Zielorientierung konzentrieren. Wenn Scanner diese ablehnen, sind Ablehnung, Unverständnis, Vorurteile, Diskriminierung und/ oder Sanktionen für seine besondere Begabung seitens der Außenwelt vorprogrammiert. Folglich empfindet der Multitalent seine größten Stärken so, als seien sie eine Last und ein unlösbares Problem. Viele Multitalente, auch große Visionäre unter ihnen, fühlen sich dadurch &#8222;falsch&#8220;. Dabei wünschen sich sich sehnlichst einen Platz in der Welt, wo sie ALLE ihre Träume und Wünsche ausleben können. Es ist in meinen Augen kein schwieriges Unterfangen, wenn die auf Mittelmaß ausgerichtete Gesellschaft, Schul- und Hochschulwelt, Arbeitswelt und Politik begreifen würden und wollten, das Mittelmaß (als das vermeintliche Maß aller Dinge) auf die Bedürfnisse der Multitalente zu erweitern.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Für viele vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten gilt: Erst wenn man diese Begabung lernt anzunehmen, zu umarmen und zu akzeptieren, kann man mit den Schattenseiten dieser Begabung besser umgehen und die Sonnenseite zunehmend genießen. Die Autorin Barbara Sher führte erstmals den Begriff &#8222;Scanner-Persönlichkeit&#8220; ein und beschreibt in ihrem Buch &#8222;Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast&#8220; das Wesen, die Fähigkeiten und Probleme der Scanner Persönlichkeiten. Es scheint mir wichtig zu sein, zu erwähnen, dass nicht alle Multitalente Schwierigkeiten haben, Entscheidungen zu treffen, und Dinge auch sehr wohl zu Ende bringen können. </span></p>
<p>&nbsp;<br />
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<p align="center"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Fliege, Du freiheitsliebender, vielbegabter und bunter Schmetterling, fliege.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,jacques francois,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Fliege einfach <em>über</em> alle Schablonen, in die man Dich mit Vorurteilen hereinpressen wollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Herzlichst in Freude und Interesse, wo immer du gerade bist.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül </span></strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gründerin &amp; Moderatorin<br />
des Interkulturellen Netzwerkes für Hochbegabte</span></p>
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		<title>KENYA: Giovanna Aryafara: Video impressions from the Tribe Festival</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jun 2023 22:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Our cooperation partner Giovanna Aryafara is an Australian photographer living in Bali. She is known for her fascinating portraits of indigenous people from many parts of the world. Giovanna Aryafara is currently working on a project in Kenya. With this video she gives us an insight into the annual Kenyan festival of local tribes, which [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Our cooperation partner Giovanna Aryafara is an Australian photographer living in Bali. She is known for her fascinating portraits of indigenous people from many parts of the world. Giovanna Aryafara is currently working on a project in Kenya. With this video she gives us an insight into the annual Kenyan festival of local tribes, which is visited and celebrated by 14 tribes on Lake Turkana in Loiyangalani /Kenya.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">To watch and listen to the video below, please activate the volume icon in the lower right corner of the picture.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Giovanna Aryafara ist eine australische Fotografin, die in Bali lebt. Sie ist bekannt für ihre faszinierenden Porträts von Indigenen aus vielen Teilen der Welt. Unser Kooperationspartnerin Giovanna Aryafara befindet sich derzeit für ein Projekt in Kenia. Es gibt uns einen Einblick in das jährliche kenianische Festival lokaler Stämme, das von 14 Stämmen am Turkana-See besucht und gefeiert wird.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Um das unten stehende Video anzuschauen und anzuhören, bitte unten rechts im Bild das Symbol für die Lautstärke aktivieren.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
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<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F188372111890186%2Fvideos%2F397271938104755%2F&#038;show_text=false&#038;width=476" width="976" height="976" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe><br />
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		<title>ANDREA BRACKMANN: Expertin, Psychologin &amp; Bestseller-Autorin im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2022 22:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Andrea Brackmann]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Cultures]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Andrea Brackmann: &#8222;Ich finde die interkulturellen Aspekte von Hochbegabung sehr wichtig. Viele bekannte Genies haben sich theoretisch und auch sehr konkret für die Gleichberechtigung von Nationalitäten, Völkern und Kulturen eingesetzt. [&#8230;] Die Philosophin Hannah Arendt oder Albert Einstein engagierten sich intensiv für Flüchtlinge [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Andrea-Brackmann_1.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img class=" size-full wp-image-24525 alignright" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Andrea-Brackmann_1.jpg" alt="Andrea Brackmann_1" width="625" height="938" /></a><br />
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<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;">Andrea Brackmann: <span style="color: #b85e32;">&#8222;Ich finde die interkulturellen Aspekte von Hochbegabung sehr wichtig. </span></span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;"><span style="color: #b85e32;">Viele bekannte Genies haben sich theoretisch und auch sehr konkret für die Gleichberechtigung von Nationalitäten, Völkern und Kulturen eingesetzt. [&#8230;] Die Philosophin Hannah Arendt oder Albert Einstein engagierten sich intensiv für Flüchtlinge aus aller Welt. Martin Luther King, der intellektuell höchstbegabt war, erreichte Bahnbrechendes im Kampf für die Bürgerrechte der Schwarzen.&#8220;</span></span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 18pt; color: #0bbaba;"><strong>Andrea Brackmann</strong></span>, 1964 in Stuttgart/Deutschland geboren, ist im deutschsprachigen Raum einer der führenden ExpertInnen zum Thema Hochbegabung und Höchstbegabung, viel zitierte Bestseller-Autorin, Diplom-Psychologin, von 1992 bis 2008 Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Hochbegabung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, spät erkannten und noch nicht erkannten Hochbegabten in Frankfurt am Main.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Seit 2009 erleidet Frau Brackmann mehrfach eine schwere Erkrankung, sodass sie folglich ihren Beruf als Psychotherapeutin nicht mehr praktizieren kann. Seit vielen Jahren von der Öffentlichkeit sehr zurückgezogen, befasst sich sie sich jedoch weiterhin intensiv mit aktueller Hochbegabungsforschung. Ihr neues Buch „Extrem begabt: Die Persönlichkeitsstruktur von Höchstbegabten und Genies“ ist ab heute im Handel erhältlich.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nach 10 Jahren gibt Frau Andrea Brackmann heute ihr erstes Interview. Warum das Gespräch für Çiğdem Gül auch persönlich sehr viel bedeutet, wie Frau Brackmann als Privatperson ist und, was sie über die Erweiterung des Themas Hochbegabung und Höchstbegabung um den interkulturellen Kontext denkt, erfährst Du und erfahren Sie erstmals in diesem Interview.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="227" height="300" class="alignright size-medium wp-image-39498" /></a><br />
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<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das Interview führte Çiğdem Gül </span></strong></p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">25. April 2020</span></strong></p>
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<p style="text-align: left;" align="right"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt;"><strong>INTERVIEW </strong></span></p>
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<strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Frau Brackmann, ich freue mich sehr, dass Sie trotz Ihrer seit vielen Jahren andauernden schweren Erkrankung es mir ermöglichen, mit Ihnen ein Gespräch zu führen. Auf einen solchen Moment mit Ihnen freue ich mich schon seit sieben Jahren. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Darf ich Ihnen das Gespräch mit der Frage eröffnen, wie es Ihnen heute geht und wie es aktuell um Ihre Gesundheit steht? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Vielen Dank, ich freue mich auch über Ihre Einladung zum Interview!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nach zwei Krebserkrankungen – eigentlich drei, die erste liegt aber schon länger zurück – und jahrelangen Behandlungen ist meine Mobilität aufgrund von Folgeschäden stark eingeschränkt, einen großen Teil meines Alltages verbringe ich im Liegen. Es gibt natürlich schwierige, aber auch bessere Phasen, wo ich wohldosiert in kleinen Einheiten forschen, schreiben oder einige wenige Kontakte pflegen kann.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Dass ich selten Interviews gebe, liegt aber auch daran, dass mir die verkürzte Darstellung komplexer Sachverhalte nicht so sehr liegt. Gerade beim Thema Hochbegabung entstehen da schnell Missverständnisse und Fehlinterpretationen. Ich finde aber die interkulturellen Aspekte von Hochbegabung sehr wichtig, daher wollte ich dieses Gespräch gerne führen.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Frau Brackmann, ich habe meine Hochbegabung im Jahr 2013 erst Dank Ihrer Bücher und durch die Gespräche mit der Autorin Frau Eliane Reichardt erkannt. Damit haben Sie beide mein Leben nachhaltig positiv verändert. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, auch über diesem Wege mich bei Ihnen und bei Eliane von Herzen zu bedanken.</span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Es freut und berührt mich sehr, dass Sie in meinen Büchern so viel Hilfreiches finden konnten. Das Wissen, weiterhin noch Positives bewirken zu können, auch wenn ich nicht mehr als Therapeutin aktiv bin, gibt mir viel Kraft. Besonders schön ist es natürlich, wenn, wie bei Ihnen, das Leben sich dadurch sogar langfristig verändert. Durch das Erkennen der eigenen Hochbegabung kann man viele Besonderheiten, die einen sonst vielleicht verwirren oder verunsichern, besser einordnen, und auch seine Stärken besser nutzen. </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Sie haben auch Schauspiel studiert. Welche positiven oder negativen Auswirkungen hatte dies auf Ihre Arbeit als Psychologin und Autorin gehabt?</span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Schon als junges Mädchen habe ich mich für Schauspiel begeistert und ab meinem zwölften Lebensjahr in Schul- und Jugendtheatern gespielt. Dort konnte ich meine stark ausgeprägten und unterschiedlichen Emotionen zum Ausdruck bringen; beim Theater ist dies ja nicht nur akzeptiert, sondern sogar erwünscht. Die Bühne bietet für das Ausleben heftiger Emotionen zudem eine Art sicheren und geschützten Rahmen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Etwas Ähnliches habe ich später als Psychotherapeutin erlebt: Während ich mich in freien sozialen Kontakten oft unsicher und orientierungslos fühlte, bewegte ich mich im Rahmen eines therapeutischen Gesprächs mit (mehr oder weniger) festgelegten Abläufen wie ein Fisch im Wasser.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Auch in der Therapie geht es ja meist um den Umgang mit Emotionen. Viele Techniken, die im Schauspiel gelehrt werden, finden auch in der Psychotherapie Anwendung, z. B. Körperwahrnehmung, Entspannungsübungen, Rollenspiele zur Überwindung von Ängsten oder Visualisierung bestimmter Situationen. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch die Fähigkeit, sich in eine Figur bzw. einen anderen Menschen vollkommen einzufühlen, die Welt praktisch durch dessen Augen zu sehen, ohne jedoch sein Verhalten und seine Wahrnehmung zu bewerten. Das ist meiner Ansicht nach sowohl im Schauspiel und beim Schreiben als auch in der Psychotherapie von elementarer Bedeutung. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die einzig negative Auswirkung der Schauspielausbildung war vielleicht, dass es mir mitunter schwerfiel, in Therapien über lange Zeit stillzusitzen. Am Schauspiel mochte ich, dass es mich auf allen Ebenen forderte: geistig, emotional und körperlich.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Andrea-Brackmann_1.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Andrea-Brackmann_1-213x300.jpg" alt="Andrea Brackmann_1" width="272" height="545" class="aligncenter size-medium wp-image-24525" /></a></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture thanks to © 2020 Courtesy of Andrea Brackmann (Frankfurt am Main / Germany)</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;">Andrea Brackmann: <span style="color: #b85e32;">&#8222;Ich finde die interkulturellen Aspekte von Hochbegabung sehr wichtig, daher wollte ich dieses Gespräch gerne führen. </span></span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;"><span style="color: #b85e32;">Die Gründung des Intercultural Network For The Highly Gifted halte ich zum Beispiel für einen wichtigen Schritt.&#8220;</span></span></strong></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Wie haben Sie Ihre eigene Hochbegabung in Wechselwirkung mit Familie und Umwelt in der Kindheit, Pubertät und im Erwachsenenalter erlebt? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> In meiner Kindheit spielte meine Hochbegabung keine Rolle. Ich wuchs in unbeständigen Verhältnissen auf, die von vielen Umzügen und Schulwechseln geprägt waren. Erst Jahrzehnte später erfuhr ich, dass ich vor meiner Einschulung lesen, schreiben und rechnen konnte, auffallend sensibel war und andere ununterbrochen mit Fragen gelöchert habe.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine Hochbegabung wurde auch in der Schule nicht bemerkt, allerdings empfahlen mich meine LehrerInnen am Ende der Grundschule aufgrund eines allgemeinen Schul-Tests überraschend fürs Gymnasium. Meine Pubertät hatte jedoch verfrüht eingesetzt (11 Jahre) und ich verbrachte viel Zeit mit Jugendlichen aller sozialen Schichten im Jugendhaus. Ich fürchtete, auf dem Gymnasium seien nur langweilige Streber und hoch geistige Leute, ich wollte viel lieber mit den coolen Typen auf die Hauptschule gehen. Davon abgesehen traute ich mir das Gymnasium nicht zu, ich dachte, die Anforderungen lägen meilenweit über meinen Fähigkeiten.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Als Kompromiss schickten mich meine Eltern auf die Realschule. Dort wurde ich aber schnell zur Außenseiterin. Ich hatte völlig andere Interessen und Ansichten als meine MitschülerInnen, stellte merkwürdige Fragen, trug andere Kleidung. Mir selbst war mein Anderssein gar nicht so bewusst, aber von Seiten meiner MitschülerInnen spitzten sich Ausgrenzung und Angriffe immer mehr zu, sodass ich beschloss, die Realschule in der 9. Klasse zu verlassen und auf ein Gymnasium zu wechseln. Dafür musste ich meine bis dahin gerade mal mittelmäßigen Zensuren deutlich verbessern.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nach einigen Umwegen schaffte ich dann den Sprung auf ein Gymnasium. Die Schuljahre in der reformierten Oberstufe waren die schönsten meiner gesamten Schulzeit: Ich traf erstmals auf engagierte LehrerInnen, in manchen Fächern schrieb ich plötzlich 14 oder sogar 15 Punkte. Das intensive und selbständige Lernen in den kleinen Leistungskursen machte mir Freude, das war für mich vollkommen neu. Auch zu einzelnen MitschülerInnen hatte ich nun engeren Kontakt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Während meines Psychologie-Studiums begleitete mich noch immer ein vages, unterschwelliges Gefühl des Andersseins und übrigens auch das ‚Hochstaplergefühl‘, das viele Hochbegabte kennen: Immer dachte ich, ich hätte es gerade eben so (mit Glück, Zufall, günstigen Bedingungen) durch die Prüfungen geschafft und irgendwann würde der ganze Schwindel auffliegen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Selbst als ich bereits mehrere Jahre mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen gearbeitet hatte, fiel mir nicht auf, wie viele Ähnlichkeiten es mit meiner eigenen Biografie gab. Erst als hochbegabte Erwachsene zu mir in Behandlung kamen, regte sich in mir langsam der Verdacht, vielleicht selbst betroffen zu sein. Anders konnte ich mir einfach nicht mehr erklären, warum ich mich so gut mit ihnen verstand und ihnen offenbar auch geistig gewachsen war. Dieser Erkenntnisprozess war verwirrend und turbulent, aber auch sehr befreiend.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Frau Brackmann, was ist Ihr größter Traum? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Mein größter Traum ist es, wieder einmal im Meer schwimmen zu können.<br />
Und vielleicht so etwas wie eine „Allianz der Vernünftigen“, die sich gegen jede Form von Gewalt und die Bedingungen, die sie begünstigen, einsetzt – sei es Gewalt zwischen Menschen, zwischen Mensch und Tier oder zwischen Bevölkerungsgruppen und Nationen.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;"> Çiğdem Gül: <span style="color: #b85e32;">&#8222;Eines der wesentlichen Kriterien der Hochbegabung ist es, sich permanent selbst zu überprüfen; daher muss ein Hochbegabter bereit sein, zu zweifeln, auch an sich selbst zu zweifeln.</span></span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;"><span style="color: #b85e32;">Ich finde, ein Hochbegabter sollte sich sogar darin <em>verlieben</em>, in seinem Komplexitätskarneval und Gedankenbibliothek eine ästhetische Zweifelskapazität zu haben.&#8220;</span></span></strong></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Was interessiert Sie <em>persönlich</em> an den Themen Hochbegabung und Höchstbegabung? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann: </span></strong>Mich interessiert zunächst, wozu das menschliche Gehirn grundsätzlich in der Lage ist. Und das scheint weit mehr zu sein, als man allgemein annimmt. Betrachtet man die unglaubliche Spannbreite der Fähigkeiten bei Genies wie Leonardo da Vinci, Alexander von Humboldt oder Marie Curie, scheinen dem menschlichen Denken kaum Grenzen gesetzt. Auch bei manchen Autisten findet man Fähigkeiten, etwa in Mathematik, Gedächtnis, bildender Kunst oder Musik, die mit normalen Maßstäben nicht mehr zu erfassen sind. Dabei finde ich interessant, durch welche Bedingungen solche Potenziale freigesetzt werden und auch, wie man diese überwältigende Fülle gut handhaben kann. Zudem möchte ich gern wissen, wie die klügsten Menschen der Geschichte die Welt sehen, was sie im Leben wichtig finden, wie sie es gestalten und wie sie mit Schwierigkeiten umgehen. Ich glaube, davon kann ich persönlich und die Gesellschaft viel lernen. Letztlich geht es mir also wohl auch um die Frage, was der Mensch eigentlich ist und welchen Sinn seine Existenz hat.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: In Ihrem Buch &#8222;Ganz normal hochbegabt&#8220; auf Seite 121 schreiben Sie: &#8222;Die Fähigkeit zum Wechsel der Perspektive ist vielleicht eines der zentralsten Merkmale von Hochbegabung.&#8220; Würden Sie diese These bitte näher erläutern?</span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann: </span></strong>Hochbegabte neigen zu stark vernetztem Denken, sie betrachten Dinge meist aus verschiedenen Perspektiven. Sie wissen, dass ein einzelner Eindruck nicht ausreicht, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Betrachtet man eine Sache nur aus einer, nämlich der eigenen, gewohnten Perspektive, wird man nichts Neues erfahren, man trägt praktisch Scheuklappen und blickt nicht über den Tellerrand hinaus. Die Fähigkeit bekannte Perspektiven zu verlassen ist eine wichtige Grundlage für Kreativität, also für schöpferisches, erneuerndes Denken.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ohne den Wechsel von Perspektiven gäbe es keine Veränderungen, keinen Fortschritt, kein Verständnis für andere Menschen oder Lebensformen, keine Ideen für die Zukunft. Gerade von Höchstbegabten und Genies ist bekannt, dass sie sich nicht nur gut in Menschen oder Tiere hineinversetzen können, sondern auch in chemische oder physikalische Prozesse, wie sie z. B. in Pflanzen oder Atomen ablaufen. Künstlerisch Höchstbegabte berichten übereinstimmend, sie würden sich in eine Leinwand, ein Musikstück oder einen Roman gleichsam selbst hineinprojizieren und sich darin bewegen.<br />
Hoch- und Höchstbegabte springen durch die hohe Aktivität ihrer Hirnstrukturen schnell zwischen einzelnen Blickwinkeln hin und her, sie sehen zahlreiche, oft ganz neue Aspekte eines Problems. Andererseits fällt es ihnen manchmal schwer, einen beständigen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Aber der Philosoph Ernst Bloch meint, dass ein scharfer Blick sich nicht nur darin bewähre, dass er alles so klar wie Wasser sehe: „Die Wahrheit ist immer ungenau.“</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_1.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_1.jpg" alt="Giovanna Aryafara_1" width="1200" height="899" class="aligncenter size-full wp-image-24528" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;A group of gypsies at the Pushkar Camel Fair&#8220; thanks to © Courtesy of Giovanna Aryafara (Bali / Indonesia)</span></p>
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<strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;">Andrea Brackmann: <span style="color: #b85e32;">&#8222;Die Schwierigkeiten im Austausch mit anderen gehören zu den frustrierenden und schmerzlichen Seiten der Hochbegabung. Manchmal hilft der Kontakt mit anderen Hochbegabten und Gleichgesinnten, um dort Stärkung und gegenseitiges Verständnis zu finden. Ebenso wichtig scheint mir die Beobachtung, dass Hochbegabte, [&#8230;] ihre „Berufung“ finden [&#8230;]. In den Nachforschungen zu meinem Buch über Genies und Höchstbegabte hat sich dieser Faktor als einer der wichtigsten für ihre Lebenszufriedenheit herausgestellt.&#8220;</span></span></strong><br />
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Eines der wesentlichen Kriterien der Hochbegabung ist es, sich permanent selbst zu überprüfen; daher muss ein Hochbegabter bereit sein, zu zweifeln, auch an sich selbst zu zweifeln. Der deutsche Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Hochschullehrer Prof. Dr. Harald Lesch sagte einmal, dass er ein großer Freund des Zweifelns sei. Auch ich bin mittlerweile ein großer Freund des Zweifelns. Ich finde, ein Hochbegabter sollte sich sogar darin <em>verlieben</em>, in seinem Komplexitätskarneval und Gedankenbibliothek eine ästhetische Zweifelskapazität zu haben.&#8220; Was denken <em>Sie</em> darüber? </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Komplexitätskarneval &#8211; ein schönes Wort, das ebenfalls als Umschreibung des häufigen Wechsels von Perspektiven, Meinungen und Plänen bei Hochbegabten dienen kann.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Was den Zweifel angeht, habe ich nicht zufällig an den Anfang meines ersten Buches ein Zitat von C. G. Jung gestellt: „Zweifel und Unsicherheit sind unerlässliche Komponenten eines vollständigen Lebens.“ Für mich war diese Erkenntnis sehr befreiend, denn bis dahin hatte ich das ewige Zweifeln eher als etwas Negatives betrachtet. Peter Ustinov meinte übrigens, man solle sich vor Leuten in Acht nehmen, die überhaupt nicht zweifeln, dies seien oft Wahnsinnige oder Diktatoren. Hätte in den letzten Jahrhunderten oder Jahrtausenden nie ein Mensch an traditionellen Lehren, Autoritäten, gegebenen Umständen oder sogenannten unumstößlichen Wahrheiten gezweifelt, z. B. dass die Erde eine Scheibe sei oder es Menschen unterschiedlichen Wertes gebe, hätte es keine bahnbrechenden Veränderungen und genialen Leistungen gegeben. Zweifel und Selbstzweifel sind ein wesentliches Merkmal von Höchstbegabten und Genies &#8211; und übrigens auch ein wichtiger Antrieb für sie. Das Fehlen jeglicher Zweifel führt hingegen zu stark eingeschränkten Sichtweisen und verhindert jegliche Form von Weiterentwicklung, sei es persönlich, wissenschaftlich, kulturell oder gesellschaftlich. Übermäßiges Zweifeln kann Hochbegabten aber natürlich auch zur Last werden, viele brauchen ein gehöriges Maß an Übung, um da eine gute Balance finden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: In der Kneipe ihrer Seele beklagen viele Hochbegabte und Höchstbegabte am Tresen, dass sie von außen nicht verstanden werden. Missverständnisse von beiden Seiten sind vorprogrammiert. Wie kann es Hochbegabten und Höchstbegabten trotz dieses Lebensgefühls gelingen, zufrieden zu sein? </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Mit dieser Fragestellung setzen sich ganze Bücher und Studien auseinander. Ich wünschte, ich könnte sie hier in wenigen Sätzen beantworten.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Schwierigkeiten im Austausch mit anderen gehören zu den frustrierenden und schmerzlichen Seiten der Hochbegabung. Manchmal hilft der Kontakt mit anderen Hochbegabten und Gleichgesinnten, um dort Stärkung und gegenseitiges Verständnis zu finden. Aber oft reicht das nicht aus; und es kommen ja auch nicht alle Hochbegabten zwangsläufig gut miteinander aus. Ebenso wichtig scheint mir die Beobachtung, dass Hochbegabte, die ihre „Berufung“ finden &#8211; also die Aufgaben, die am besten zu ihren Fähigkeiten passen &#8211; und ihre Kraft und Leidenschaft voll darauf konzentrieren, darin viel Bestätigung, Freude und Erfüllung finden, auch wenn es mit manchen Kontakten nicht so gut klappt. In den Nachforschungen zu meinem Buch über Genies und Höchstbegabte hat sich dieser Faktor als einer der wichtigsten für ihre Lebenszufriedenheit herausgestellt. Auf dieser Basis entstehen oft auch etwas leichter passende Kontakte mit Leuten, die auf ähnlicher Wellenlänge liegen. Meist sind es zwar eher wenige, dafür aber enge und befriedigende Freundschaften.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: <strong>Eine Hochbegabung wird – je nachdem, ob sie z. B. zusätzlich in Kombination mit Hochsensibilität oder Autismus und/oder Synästhesie auftritt – individuell unterschiedlich erlebt. Für mich als hochsensible Hochbegabte ist </strong><em>in erster Linie nicht entscheidend</em><strong>,</strong><strong> ob mein Gegenüber hochbegabt bzw. höchstbegabt ist und ich mit ihm mein Geist auf hohem Niveau entflammen kann, sondern, ob er den Zugang zur seiner universellen Liebesfähigkeit hat und die Herzenswärme besitzt. Wenn er diesen Zugang hat, entwickelt er die Gefühlssprache und die damit zunehmende Sensibilität, ja vielleicht sogar die Hochsensibilität. In Anlehnung an diese Gedanken möchte ich Sie fragen, warum die Hochbegabung dann in der Mehrheitsgesellschaft und in den herkömmlichen Medien oftmals nur auf Intelligenz, musische oder mathematische Fähigkeiten reduziert wird.</strong></span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Ich glaube, dass es einerseits wichtig ist, den Begriff „Hochbegabung“ nicht zu weit auszudehnen, sonst wird er verwässert und unscharf. Natürlich sagt hohe Intelligenz im Prinzip noch nichts darüber aus, welche menschlichen und sozialen Qualitäten eine Person besitzt. Für diese Bereiche gibt es eigene Begriffe, wie z. B. den der emotionalen Intelligenz.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Andererseits haben Sie durchaus Recht, das Konzept Hochbegabung umfasst vermutlich weit mehr Dimensionen als nur den intellektuellen, musischen und mathematischen Bereich. Diese Dimensionen untersuche ich in meinem neuen Buch genauer. Auch Jacobsen (1999) spricht in ihrem Buch „The Gifted Adult“ von „multiplen Intelligenzen“, zu der sie etwa auch soziale, motorische oder naturbezogene Fähigkeiten zählt. Diese sind aber schwieriger messbar und daher nicht leicht zu objektivieren und zu vergleichen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Für mich war es allerdings eine überraschende Entdeckung, dass scheinbar rein intellektuell Höchstbegabte, die man ja oft für weltfremde und sozial ungeschickte Nerds hält, auch große Begabungen bzw. großen Einsatz auf sozial-emotionalem Gebiet zeigen. Dazu gehören etwa Albert Einstein und Marie Curie, oder aktuell Persönlichkeiten wie Ronan Farrow, der mehrere Klassen übersprungen hat, das College mit 15 Jahren als jüngster Absolvent überhaupt abschloss und sich zugleich sozial und politisch seit seiner Jugend intensiv engagiert, etwa als UNICEF-Sprecher für Kinder und Frauen in der Darfur-Krise oder als Initiator der MeeToo Bewegung. Auch Jonathan Safran Foer, der als literarisches Wunderkind galt, setzt sich seit vielen Jahren in seinen Publikationen für Tierrechte und Klimaschutz ein. Umgekehrt ergaben meine Nachforschungen, dass viele Genies, die auf sozial-emotionalem Gebiet enorme Fähigkeiten zeigen, zugleich intellektuell höchstbegabt sind, z. B. Martin Luther King oder Florence Nightingale. Auch viele künstlerisch Höchstbegabte, wie etwa Vincent van Gogh oder die Schriftstellerin Marguerite Duras, waren, entgegen weit verbreiteter Annahmen, vermutlich auch intellektuell höchstbegabt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Vernunft und Mitgefühl scheinen also näher beieinander zu liegen, als man denkt. Das Bindeglied dazwischen ist bei Hochbegabten offenbar ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_21.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_21.png" alt="Giovanna Aryafara_2" width="818" height="997" class="aligncenter size-full wp-image-24529" /></a></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;Jonathan, the little Kara boy with baby goat in Kenya&#8220; thanks to © Courtesy of Giovanna Aryafara (Bali / Indonesia)</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;">Andrea Brackmann: <span style="color: #b85e32;">&#8222;Hoch – und Höchstbegabte besitzen oft einen starken Gerechtigkeitssinn. [&#8230;] Der Naturforscher Alexander von Humboldt und sein Bruder, der Sprachforscher Wilhelm von Humboldt, waren bereits um das Jahr 1800 überzeugt von der Gleichheit aller Ethnien, sie setzten sich für Völkerverständigung und den Erwerb möglichst vieler Fremdsprachen ein. Die Philosophin Hannah Arendt oder Albert Einstein engagierten sich intensiv für Flüchtlinge aus aller Welt. Martin Luther King, der wie schon erwähnt, intellektuell höchstbegabt war, erreichte Bahnbrechendes im Kampf für die Bürgerrechte der Schwarzen.&#8220;</span></span></strong></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Welche aktuellen Studien gibt es zum Thema Hochbegabung und Höchstbegabung? </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Welche Studien gibt es zu den hochbegabten Analphabeten oder taubstummen Hochbegabten? </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie bewerten Sie diese Forschungsergebnisse? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Rinn &amp; Bishop (2015) führten eine große Meta-Analyse sämtlicher Literatur zu hochbegabten Erwachsenen durch. Sie bemängeln zwar, dass viele Veröffentlichungen nicht auf streng wissenschaftlich standardisierten Studien beruhen, aber insgesamt zeichne sich die Tendenz ab, dass die Mehrzahl der Hochbegabten mit ihrem Leben und ihrem Beruf zufrieden, seelisch stabil und sozial gut integriert sei. Voraussetzung sei allerdings, dass die Hochbegabung frühzeitig erkannt und angemessen gefördert werde. Darüber scheinen sich viele Autoren einig zu sein. Eine Differenzierung zwischen Hochbegabung und Höchstbegabung findet jedoch hier, wie fast in der gesamten Literatur, nicht statt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine Studie von Gross (2003) speziell zu Höchstbegabten (ab IQ 145) zeigt, dass diese sich umso stabiler entwickeln, je stärker ihre schulische Laufbahn beschleunigt wurde. Das bestätigen auch meine Nachforschungen zu bekannten Genies: Marie Curie, Johann Wolfgang von Goethe oder Martin Luther King haben ihr Abitur bereits mit 16 Jahren abgelegt und deutlich früher die Universität besucht als der Durchschnitt. Andere, wie z. B. Thomas Edison, Alexander von Humboldt oder Ada Lovelace, erhielten hoch qualifizierten Unterricht zu Hause, der ihrem unstillbaren Wissensdurst und hohen Lerntempo &#8211; unabhängig von Altersnormen &#8211; angepasst wurde. Höchstbegabte, die stattdessen eine normale Schullaufbahn absolvieren, haben laut Gross häufiger seelische, soziale und berufliche Schwierigkeiten.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Andere aktuelle Studien, z. B. Karpinski (2018), zeigen bei Hochbegabten generell eine gewisse Anfälligkeit für seelische Probleme oder für Autoimmunerkrankungen wie etwa Allergien. Hier wird wiederum nicht nach geförderten und nicht geförderten Hochbegabten unterschieden und auch nicht zwischen Hoch- und Höchstbegabung. Zudem ist zu beachten, dass es unter Hochbegabten besonders häufig zu Fehldiagnosen kommt. Es braucht also immer eine differenzierte Betrachtung.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diese insgesamt widersprüchlichen Befunde versuche ich in meinem neuen Buch „Extrem begabt: Die Persönlichkeitsstruktur von Höchstbegabten und Genies“ näher zu beleuchten.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Hinsichtlich der Studien zu Hochbegabung bei Analphabeten, Gehörlosen oder auch Menschen mit starken Sehbeeinträchtigungen bin ich leider nicht auf dem neuesten Stand, aber soweit ich weiß, gibt es hier noch gewaltigen Forschungs- und Förderbedarf, dies finde ich dringend notwendig. Gehörlose wurden noch bis vor kurzer Zeit pauschal als geistig behindert eingestuft, das halte ich für eine dramatische Fehleinschätzung. Es gibt bekannte Beispiele, wie etwa die taubstumme und blinde Schriftstellerin Helen Keller, oder hoch intelligente Gehörlose aus meinem Umfeld, die ein Universitätsstudium absolvieren. Offenbar müssen wir uns immer noch an den Gedanken gewöhnen, dass Menschen mit Behinderungen nicht zwangsläufig weniger intelligent sind.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Hochbegabung im Kleid der Begeisterungsfähigkeit <em>und</em> Vielseitigkeit tragen die generalistisch-orientieren Multitalente. Warum setzen sich die Gesellschaft und die Öffentlichkeit fast nur mit geförderten Singularbegabten auseinander? Warum werden Multitalente kaum anerkannt und kaum diskutiert? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Viele Hoch- und Höchstbegabte besitzen laut Goertzel &amp; Hansen (2004) in der Tat mehrere Talente. Sie können bestimmte Regeln und Erkenntnisse von einem Gebiet auf ein anderes übertragen, etwa von Mathematik auf Philosophie und Musik; oder von Schauspiel und Literatur auf Psychologie, und umgekehrt. In meinem ersten Buch „Jenseits der Norm“ habe ich dem „Multitalent“ eine eigene Rubrik gewidmet. Auch unter bekannten Genies findet man häufig noch eine zweite große Begabung: Galileo Galilei und Albert Einstein waren hervorragende Musiker, Winston Churchill erhielt einen Nobelpreis in Literatur, die Sängerin und Multimediakünstlerin Björk erhielt für ihre Leistung als Schauspielerin bedeutende Auszeichnungen, Florence Nightingale verfügte neben ihrer sozial-emotionalen Hochbegabung über außergewöhnliche Fähigkeiten in Mathematik, Medizin und Architektur. Jacobsen (1999), Fleiß (2003) oder Schwiebert (2015) sprechen von sogenannten „Generalisten“ und vielseitigen Talenten unter Hochbegabten. Ich denke also schon, dass diese zumindest in der Hochbegabungslandschaft durchaus wahrgenommen werden. In den Medien hingegen eignen sich Hochbegabte mit einzelnen herausragenden Fähigkeiten, wie z. B. Schach- oder Musikgenies, vermutlich eher als aufsehenerregende „Stars“, die besser vermarktet werden können.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_3.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group24543"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Giovanna-Aryafara_3.png" alt="Giovanna Aryafara_3" width="832" height="1047" class="aligncenter size-full wp-image-24530" /></a></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture thanks to © Courtesy of Giovanna Aryafara (Bali / Indonesia)</span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Buddhist monk in Cambodia. Angkor Wat is a temple complex in Cambodia and one of the largest religious monuments in the world. </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Für viele Hochbegabte gibt es nach einer Zeit ein großes Aufatmen, wenn sie sich als solche erkannt haben, sich nicht mehr verleugnen müssen und ihre Hochbegabung ausleben können, auch wenn einige Konflikthemen in der Schul- Hochschul- und Arbeitswelt noch nicht vom Tisch sind.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Bei hochbegabten Migrantenkindern mit muslimischem Hintergrund, wie z. B. bei uns Türkinnen und Türken gibt es nach dem öffentlichen Ausleben unserer Hochbegabung kein Aufatmen, sondern Nach- Luft- Schnappen, weil wir von der Mehrheit der deutschen Seite trotz gelungener Integration (nicht Assimilation!) auch nach über 60 (!) Jahren Migrationsprozess nicht wertgeschätzt, sondern defizitär betrachtet werden.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Was sind Ihre Lösungsansätze für dieses Dilemma? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Das ist in der Tat ein großes Problem und berührt das weite Feld der offenen oder latenten Diskriminierung von Minderheiten und Migranten. Dieses Problem findet sich nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, den USA und Großbritannien.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es fängt schon damit an, dass die gängigen Intelligenztests fast alle sprach- und bildungsabhängig sind. Hochbegabte Kinder von eingewanderten Familien sind damit im Nachteil und werden oftmals gar nicht als besonders begabt erkannt, nur weil sie die jeweilige Sprache oder kulturelle Regeln noch nicht so gut beherrschen. Die Teilnahme an Studien und Förderprogrammen für Hochbegabte erfolgt aufgrund von Lehrerurteilen; man hat aber festgestellt, dass Lehrer und Lehrerinnen dazu neigen, die Intelligenz von SchülerInnen aus Einwanderungsfamilien grundsätzlich zu unterschätzen. Sie sind also in Studien und Fördermaßnahmen unterrepräsentiert und werden auch in psychologischen Praxen seltener zu Testungen auf Hochbegabung vorgestellt. Das Klischee von Migration und Bildungsferne ist, wie Sie ganz richtig sagen, bedauerlicherweise noch immer stark verfestigt. Eingewanderte Menschen haben, selbst wenn sie bereits über Generationen hier sind, schlechtere Bildungs- und Aufstiegschancen und müssen sich im Berufsleben viel mehr beweisen und behaupten. Entsprechende Vorurteile haben durch das veränderte politische Klima leider wieder zugenommen, in Deutschland durch Autoren wie Thilo Sarrazin, der Muslime genetisch bedingt als weniger intelligent betrachtet, oder durch die AfD und etablierte Parteien, die Flüchtlinge weniger als Bereicherung ansehen, sondern sie als Belastung und „Mutter aller Probleme“ herabwürdigen. In den USA erlangen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten durch Donald Trump wieder Aufwind, was auch international nicht ohne Wirkung bleibt. Das macht mich oft fassungslos.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Einfache Lösungsansätze gibt es für diesen Themenkomplex leider nicht. Aber es gibt verschiedene Ansätze. Die Gründung Ihres <em>Intercultural Network For The Highly Gifted</em> halte ich zum Beispiel für einen wichtigen Schritt. Und es gibt erfreulicherweise Talentscouts wie Kerstin Franz, die in sogenannten bildungsfernen, sozial und wirtschaftlich schwachen eingewanderten Familien gezielt nach besonders begabten Kindern suchen und diese fördern. PsychologInnen müssten in Studium und Ausbildung mehr für diese Problematik sensibilisiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) hat 2015 zum Thema Migration und Hochbegabung ein eigenes Heft herausgebracht. Auch Hochbegabtenvereinigungen wie Mensa können in der öffentlichen Wahrnehmung einiges bewegen. Es ist ein langer Weg mit vielen Schritten – bis jetzt sind es noch deutlich zu wenige.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 22pt;">Andrea Brackmann: <span style="color: #b85e32;">&#8222;In der Tat sind viele Höchstbegabte besonders energiegeladene Menschen, sie stehen durch ihr hoch aktives Gehirn und Nervensystem gleichsam unter Strom und verfügen oft über einen fast unerschöpflichen Antrieb und hohe Intensität.&#8220;</span></span></strong></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Was sind Ihre Gedanken und Meinung zum kulturellen und interkulturellen Aspekt des Themas „Hochbegabung, Vielbegabung und Höchstbegabung“? </span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Vieles ergibt sich wohl schon aus dem bisher Gesagten. Hoch – und Höchstbegabte besitzen oft einen starken Gerechtigkeitssinn. Sie erkennen Ungerechtigkeiten meist aufgrund ganz sachlicher und logischer Betrachtung. Sie fragen sich: „Warum sollten Menschen etwa des afrikanischen oder südamerikanischen Kontinentes weniger klug sein als andere?“ Viele bekannte Genies haben sich theoretisch und auch sehr konkret für die Gleichberechtigung von Nationalitäten, Völkern und Kulturen eingesetzt. Der Naturforscher Alexander von Humboldt und sein Bruder, der Sprachforscher Wilhelm von Humboldt, waren bereits um das Jahr 1800 überzeugt von der Gleichheit aller Ethnien, sie setzten sich für Völkerverständigung und den Erwerb möglichst vieler Fremdsprachen ein. Die Philosophin Hannah Arendt oder Albert Einstein engagierten sich intensiv für Flüchtlinge aus aller Welt. Martin Luther King, der wie schon erwähnt, intellektuell höchstbegabt war, erreichte Bahnbrechendes im Kampf für die Bürgerrechte der Schwarzen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es wäre wünschenswert, dass Hochbegabte ihre Intelligenz und ihren Idealismus noch stärker nutzen und ihre Kräfte auch weltweit bündeln, um sich für die Rechte aller Kulturen einzusetzen und dadurch Vorurteile weiter abzubauen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diese Notwendigkeit zeigt sich auch in der aktuellen Corona-Krise: Der israelische Historiker Yuval Noah Harari weist darauf hin, dass Grenzschließungen und nationale Alleingänge im Moment nicht zielführend seien. Viel wichtiger sei es, in intensiver internationaler Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen „die Grenze zwischen der Menschheit und dem Virus zu patrouillieren.“ </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Höchstbegabte verfügen nicht nur über höchste Begabung bzw. Begabungen, sondern strahlen auch eine bestimmte Energie ab. Ich möchte Ihnen von der <em>Frau aus der Zukunft</em> erzählen, die ich vor ca. drei Jahren kennenlernen durfte. Frau Dr. Katja Wrase ist eine höchstbegabte Sozialwissenschaftlerin, die in Philosophie promoviert hat. Ihre Promotion mit dem Thema „Erdsystemanalyse. Ein vierdimensionaler fraktaler Systemvergleich“ ist einmalig in Deutschland bei den Physikern und Mathematikern veröffentlicht worden. Obwohl ich mittlerweile mit einem Dutzend von Höchstbegabten in Kontakt stehe, einige von ihnen seit vielen Jahren kenne, und mit Drei von ihnen sogar befreundet bin, unterscheidet sich diese Höchstbegabte für mich von den anderen Höchstbegabten dahingehend, dass ich ihre Gedankengänge, Ansichten, Analysen aus der Zukunft kommend empfinde. Sie ist ihrer Zeit zu sehr weit voraus. Das habe ich in der Hochbegabtenlandschaft noch nie erlebt. Für mich kommt sie von einem anderen, aber faszinierenden Planeten.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Frau Brackmann, wie ist das Phänomen dieser Art von Höchstbegabten in Ihrer Praxis zu erklären?</span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Höchstbegabung ist eine Form starker geistiger Entwicklungsbeschleunigung und übrigens gar nicht so selten: Immerhin ein bis zwei Personen von Tausend haben einen IQ ab 145. Viele können bereits vor Vollendung des ersten Lebensjahres sprechen oder im Alter von zwei bis drei Jahren lesen und rechnen. Diese Beschleunigung setzt sich im Laufe des Lebens fort und potenziert sich durch intensive geistige Arbeit, sodass Höchstbegabte und Genies ihrer Zeit typischerweise voraus sind. Gepaart mit einer ausgeprägten Vorstellungskraft können sie bestimmte Entwicklungen vorausdenken. Genies wie Galileo Galilei oder Charles Darwin sind ja berühmt dafür, dass sie bahnbrechende neue Entdeckungen machten, die dann erst später als richtig erkannt wurden. Und in der Tat sind viele Höchstbegabte besonders energiegeladene Menschen, sie stehen durch ihr hoch aktives Gehirn und Nervensystem gleichsam unter Strom und verfügen oft über einen fast unerschöpflichen Antrieb und hohe Intensität. </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Frau Brackmann, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Buch „Extrem begabt: Die Persönlichkeitsstruktur von Höchstbegabten und Genies&#8220;, das seit heute &#8211; 25. April 2020 &#8211; im Handel erhältlich ist. Ich habe bereits mit viel Interesse und großer Freude die Leseprobe gelesen. Würden Sie uns etwas über Ihr neues Buch erzählen?</span></strong></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #0bbaba;">Andrea Brackmann:</span></strong> Vielen Dank, Frau Gül! </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Einiges habe ich über das neue Buch schon erzählt. Bislang hatte man hauptsächlich nur die Kategorien: Hochbegabt &#8211; ja oder nein. Es gibt aber zum einen, genau wie Sie sagen, unterschiedliche Formen von Hochbegabung, also künstlerische, intellektuelle oder naturwissenschaftliche, und zum anderen verschiedene Stufen, also moderate, außerordentliche oder extreme Hochbegabung. Ich untersuche, ob mit steigendem IQ auch andere für Hochbegabte typische Merkmale, wie z. B. erhöhte Sensibilität, starker Antrieb oder Perfektionismus zunehmen, oder ob es asynchrone Entwicklungen gibt, d. h. ob manche Aspekte mit steigendem IQ wieder abnehmen. Weitere Fragen, denen ich nachgehe, sind z. B. wie extrem Begabte lernen, mit der ungeheuren Fülle an Gedanken und Wahrnehmungen zu haushalten, und welche Auswirkungen Hoch- und Höchstbegabung im Alter hat.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Schon seit vielen Jahren hatte ich mich daher mit Biografien berühmter Höchstbegabter und Genies wie Albert Einstein, Marie Curie oder Vincent van Gogh befasst, um zu sehen, welche Gemeinsamkeiten es gibt und was die elementaren Grundmechanismen von Hochbegabung sind.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Liebe Frau Brackmann, ich danke Ihnen sehr für unser Gespräch, das Sie trotz Ihrer belastenden gesundheitlichen Situation und der zusätzlich gegenwärtigen Corona-Pandemie aus der Ferne mit mir geführt haben.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass es Ihnen gesundheitlich wieder gut geht und, dass Ihre beiden größten Träume in Erfüllung gehen. Ich bin mir sicher, dass Sie irgendwann wieder im Meer schwimmen werden, so, wie Sie damals im Rahmen Ihrer psychotherapeutischen Arbeit <em>wie ein Fisch im Wasser geschwommen</em> waren. Und wenn unserem Team des <em>Intercultural Network For the Highly Gifted</em> gemeinsam mit unseren weltweiten Mitgliedern und KooperationspartnerInnen gelingt, langfristig eine <em>interkulturelle und ethische Allianz der Vernünftigen</em> zu verwurzeln, so freuen wir uns alle jetzt schon.</span></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/andrea-brackmann-expertin-psychologin-bestseller-autorin-im-interview/">ANDREA BRACKMANN: Expertin, Psychologin &#038; Bestseller-Autorin im Interview</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
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		<title>GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview – Teil 2</title>
		<link>https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview-teil-2-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 23:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Bild / Picture &#8222;African festival in Austria 2018&#8243; thanks to © Christina Karagiannis (Greece &#38; Austria) &#160; &#160; Interview Teil 1 findest du unter: GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1 &#160; &#160; GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 2 &#160; &#160; Von Çiğdem Gül  05. Juli 2019  &#160; &#160; Çiğdem Gül: Im westafrikanischen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview-teil-2-2/">GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview – Teil 2</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/FESTIVALS-2018_DE-AfrikaTage_02_bands_JOBARTEH-KUNDA_CK9805-2.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img class="  wp-image-18235 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/FESTIVALS-2018_DE-AfrikaTage_02_bands_JOBARTEH-KUNDA_CK9805-2.jpg" alt="FESTIVALS-2018_DE-AfrikaTage_02_bands_JOBARTEH-KUNDA_CK9805-2" width="1209" height="790" /></a></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;African festival in Austria 2018&#8243; thanks to © Christina Karagiannis (Greece &amp; Austria)</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Interview Teil 1 findest du unter: <a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview/">GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1</a></span></strong></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="227" height="300" class="alignright size-medium wp-image-39498" /></a><br />
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<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-size: 26pt; color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong>GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 2</strong></span></p>
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<p align="right"><span style="color: #0000ff;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Çiğdem Gül </span></strong></span></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">05. Juli 2019 </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Im westafrikanischen Land Gambia war Yahya Jammeh von 1996 bis Mitte Januar 2017 Staatspräsident. In seiner 22-jährigen Diktatur warst du auch als Opfer betroffen. Kannst Du uns bitte mehr darüber erzählen?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Der Diktator Yahya Jammeh hat über 20 Jahre das Land Gambia terrorisiert. Unter diesem Regime wurden viele Menschen zum Opfer. Journalisten, die sich trauten, die regime-konträren und wahren Geschehnisse zu verfassen und zu veröffentlichen, wurden in Gefängnissen eingesperrt oder getötet. Politische Gefangene verurteilte der Diktator Yahya Jammeh gnadenlos zum Tod. Mein Haus, das ich über einen Zeitraum von 6 (!) Jahren selbst gebaut hatte, wurde mir weggenommen. Der Diktator hatte sich das Landstück für sich selbst ausgesucht und eine Nachricht am Haus hinterlassen, dass ich binnen drei Tagen ausgezogen sein muss, da der ganze Landstrich nun für den Präsidenten reserviert sei. Drei Tage später waren die Bulldozer gekommen und hatten alles zerstört.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das war einer der großen Katastrophen in meinem Leben.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein Jahr später wurde er unter dem Druck der afrikanischen UN abgewählt und musste Gambia verlassen. Für mich leider ein Jahr zu spät. </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Das ist ja h_e_f_t_i_g !!! </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das muss eine sehr schwere Zeit für dich gewesen sein. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Umso mehr freue ich mich, dass du diese schreckliche Zeit &#8211; auch mit der Unterstützung deiner großen Familie in Gambia &#8211; überwunden hast und heute wieder strahlen kannst. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Darf ich fragen, wie es zu der Gründung deiner Band &#8222;Jobarteh Kunda&#8220; kam?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Im Jahr 1995 wurden wir von italienischen Touristen eingeladen, in Italien eine kleine Tour zu spielen. Als wir nach Deutschland kamen, hatten wir Musiker aus der Karibik und Guinea kennengelernt, und es hatte einfach zu der Zeit alles gepasst, und die Band `Jobarteh Kunda´ wurde 1995 geboren. Sehr schnell wurden wir eine Einheit und hatten unseren ersten Plattenvertrag bekommen und unsere erste CD Abaraka aufgenommen. Zur gleichen Zeit fing ich auch an, meine Kinderprogramme mit Geschichten erzählen und Musik in den Schulen aufzubauen. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nun 25 Jahre später blicke ich zurück und bin sehr glücklich, eine tolle Karriere bis heute gehabt zu haben. Bisher habe ich 10 Records aufgenommen und ein Buch veröffentlicht. Mit Ausnahme von Australien, hatte ich auf allen Kontinenten auf Konzerten gespielt. Highlights waren auch u. a mit Miriam Makeba und vielen andern berühmten Musikern die Bühne geteilt zu haben. Auch einige Auszeichnungen haben mir geschmeichelt. Die Liste der Erlebnisse ist zu lang, um alles aufzuführen&#8230;  und ich bin sehr dankbar für alles Erlebte. Im Moment sind wir wieder unterwegs, um unsere Neue CD Teriya (Freundschaft) zu promoten. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Ich lebe seit meiner Kindheit als Migrantin mit muslimischem Hintergrund in einem mehrheitlich christlichen Deutschland. Tormenta, du hast als Christ 25 Jahre lang in einem afrikanisch-muslimischen Land Gambia gelebt. Also die umgekehrte Situation. Integrationsdebatten bei afrikanischen Ureinwohnern, die dich adoptiert haben, spielten sicherlich keine Rolle. Umso besser muss es gewesen sein &#8211; so stelle ich mir das gerade vor -, wenn ohne Tamtam, ohne große Diskussionen und ohne Vorurteile die gelingende Integration einfach nur <em>geschieht</em>, weil beide Seiten sich als Mensch begegnen. Also „Von Fremdenfeindlichkeit keine Spur“, sagtest Du einmal. Erzähle uns bitte von deiner Integration und vom Verständnis über Integration der gambianischen Ureinwohner.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Die Menschen in Gambia sind sehr offen für alle, die in Ihr Land kommen. Um sich zu integrieren, muss man auf die Menschen zugehen. Und wenn man das mit dem Herzen macht, nehmen einen die Menschen in Gambia gerne auf, weil dort die Gastfreundschaft wie in vielen muslimischen Ländern sehr wichtig ist. Ich persönlich habe in Gambia nie Fremdenfeindlichkeit erlebt. Die Menschen sind mir immer offen begegnet und haben mich mit Respekt behandelt. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich fühle mich in erster Linie als Griot, der einer afrikanischen Tradition angehört. Ich bin sozusagen ein bayerischer Afrikaner. :-) In meiner Karriere habe ich gelernt, meinen eigenen Weg zu gehen, egal wie andere mich sehen oder mich sehen wollen. Ich bin der, der ich bin. </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Jobarteh-Kunda_Bandmitglied.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img class="  wp-image-18331 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Jobarteh-Kunda_Bandmitglied.jpg" alt="Jobarteh Kunda_Bandmitglied" width="1209" height="806" /></a></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;African festival in Austria 2018&#8243; thanks to © Christina Karagiannis (Greece &amp; Austria) </span></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;"> Humphrey Cairo (Aruba/Germany), Mitglied der Band &#8222;Jobarteh Kunda&#8220; </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">Storytelling, Afrobeat, Jazz, Reggae und Latin: Eine musikalische Reise afrikanischer und karibischer Musik, die die Seele berührt.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: In der orientalischen &#8211; und vor allem in der türkischen &#8211; Welt ist Nasreddin Hodscha mit seinen Geschichten eine prägende historische Figur.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 14px;">(Zitat Wikipedia: Nasreddin Hodscha ist der Name des prominentesten Protagonisten humoristischer prosaischer Geschichten im gesamten türkisch-islamisch beeinflussten Raum vom Balkan bis zu den Turkvölkern Zentralasiens. Seine historische Existenz ist nicht gesichert; es wird angenommen, dass er im 13./14. Jahrhundert in Akşehir im südwestlichen Antolien gelebt hat)</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Über einen Satz von dir denke ich seit längerem nach: Du hattest mir vor einigen Monaten erzählt, dass die Geschichten von Nasreddin Hodscha in weiten Teilen Afrikas bekannt sind. Wooow!!! Das ist ja unglaublich! Wie kommen die Afrikaner auf die Geschichten von Nasreddin Hoca?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Obwohl nicht in allen Teilen Afrikas die Geschichten von Nasreddin Hoca bekannt sind wie im Orient, lieben die Afrikaner diese Geschichten. Als Erzählkünstler habe ich in Gambia vor meinem jeweiligen Publikum schon unzählige Male die Geschichten von Nasreddin Hodscha erzählt und erhielt begeisterte Rückmeldungen. In Afrika gibt es ursprünglich ähnliche Weisheitsgeschichten, wie z. B. die Spinne Anansi, die ursprünglich aus Ghana kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Da wir bei unserem Gespräch schon mal in der türkischen Welt angekommen sind, möchte auf mein nächstes Thema und Frage kommen:</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Orhan Veli Kanık gehört zu den bekanntesten Dichtern in der Türkei. Er schrieb unter anderem ein Gedicht über das schöne Wetter und verbindet darin seine Leidenschaft zu Natur mit seiner Leidenschaft zum Leben. Die deutsche Übersetzung stammt von Yüksel Pazarkaya. </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16px;">Schönes Wetter</span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16px;">Mich hat dieses schöne Wetter verdorben.<br />
Bei so einem Wetter<br />
Gab ich mein Amt bei der Wohlfahrt auf,<br />
Das Rauchen gewöhnte ich mir bei so einem Wetter an,<br />
Bei so einem Wetter verliebte ich mich.<br />
Brot und Salz nach Hause zu bringen<br />
Vergaß ich bei so einem Wetter,<br />
Und meine Krankheit zu dichten<br />
Kam immer bei so einem Wetter.<br />
Mich hat dieses schöne Wetter verdorben.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16px;">Beni bu güzel havalar mahvetti</span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16px;">Beni bu güzel havalar mahvetti,<br />
Böyle havada istifa ettim<br />
Evkaftaki memuriyetimden.<br />
Tütüne böyle havada alıştım,<br />
Böyle havada aşık oldum;<br />
Eve ekmekle tuz götürmeyi<br />
Böyle havalarda unuttum;<br />
Şiir yazma hastalığım<br />
Hep böyle havalarda nüksetti;<br />
Beni bu güzel havalar mahvetti.</span></strong></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">.</span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #0000ff; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 16px;">Orhan Veli Kanık</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich möchte dir sagen, warum ich jetzt auf das Gedicht von Orhan Veli Kanık komme. Wir, also viele türkische Migranten in Deutschland, kokettieren und klagen uns über das schlechte Wetter in yavrum Deutschland. Sobald wir ein Fuß in die Türkei setzen, vermissen wir sogar den ungeliebten oder verhassten Regen in Deutschland. In Gambia wiederum gibt es nicht nur den normalen Regen, sondern eine ausgeprägte Regenzeit und Trockenzeit. Das Klima dort ist tropisch. Wie wirkt das Wetter in Gambia auf deine Seele und auf deine Kreativität als Künstler aus?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich bin ein Sonnenmensch und das Wetter in Afrika ist genau meins. Ich habe eher Probleme mit dem schlechten Wetter und dem langen Winter in Deutschland. Immer, wenn die Sonne scheint, fühle ich mich gut.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Deine <em>bayerische</em> und <em>afrikanische</em> Kultur hattest du einige Jahre mit <em>spanischer</em> Liebe zelebriert. In meinen Augen hattest du damals mit dieser Kombination bereits den kulturellen Nirvana- Vielfalt erreicht. </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ja, meine erste längere Beziehung war mit einer Frau aus Las Palmas/Spanien. Ich bin nun seit 25 Jahren mit meiner jetzigen Ehefrau Lia zusammen, und wir haben zwei Kinder gemeinsam großgezogen. Meine Tochter Yasmin ist auch Musikerin und Tänzerin. Sie ist Mitglied in meiner Band &#8222;Jobarteh Kunda&#8220;. Mein Sohn ist ein erfolgreicher Patissier. Seit zwei Jahren bin ich nun auch Großvater, was mich sehr glücklich macht. Der Kreislauf des Lebens schließt sich bei mir. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Alle Kulturen, die ich bisher näher kennenlernen durfte, haben mein Leben bereichert.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/IMG_2611.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img class="  wp-image-18116 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/IMG_2611.jpg" alt="IMG_2611" width="802" height="528" /></a></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Hochzeitsbild: Tormenta Jobarteh mit Ehefrau Lia  / Wedding photo: Tormenta Jobarteh with his wife Lia </span></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Picture thanks to © Tormenta Jobarteh (Germany &amp; Gambia) </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Meine Cousine heiratete einen Mann mit schwarzafrikanischen Wurzeln. Für mich stellt sich eine bilinguale Beziehung und Ehe &#8211; auch diese Konstellation &#8211; kein großes Problem dar, jedoch glaube ich, dass für meine Elterngeneration die Differenz zwischen der türkischen und afrikanischen Kultur sehr groß gewesen sein muss. Rückblickend betrachtet: Nicht einmal die Gemeinsamkeit von Nasreddin Hodschas Geschichten konnten diese Ehe mit Kind retten. Beide sind mittlerweile geschieden. Ich möchte dich fragen, welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede bei einer Beziehungskonstellation zwischen einer bayerischen und afrikanischen, z. B. gambianischen Partner gibt.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich denke, es ist immer schwer, wenn zwei verschiedene Kulturen sich verheiraten. Aber es hängt natürlich von der Offenheit und vom Bewusstsein des jeweiligen Partners ab. Ohne Respekt, Liebe und Offenheit für das andere kann es halt auch nicht funktionieren.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/2019-07-07-17_51_43-Jobarteh_Kunda_Quartett.jpg-2000×2126.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img class="  wp-image-18358 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/2019-07-07-17_51_43-Jobarteh_Kunda_Quartett.jpg-2000×2126.png" alt="2019-07-07 17_51_43-Jobarteh_Kunda_Quartett.jpg (2000×2126)" width="1208" height="1287" /></a></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;African festival in Austria 2018&#8243; thanks to © Christina Karagiannis (Greece &amp; Austria) </span></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Band &#8222;Jobarteh Kunda&#8220;: Yasmin Jobarteh, Tormenta Jobarteh, Humphry Cairo &amp; Felix Occhionero</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Was bedeutet Kunst, Erzählkunst, Kultur und Musik für dich? Welchen Stellenwert hat Kunst und Kultur in Afrika?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Für mich persönlich machen die `Griots´ in erster Linie die Kunst und die Musik aus, die die afrikanische Kunst am Leben erhalten. In Afrika begleiten die Kunst und der Tanz in all´ ihren Facetten und Ritualen das gesamte Leben der Menschen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Wann bist du nach Deutschland zurückgekehrt?<br />
Was hat sich nach Deiner Rückkehr nach Deutschland für Dich innerlich und äußerlich verändert?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Meine eigentliche Rückkehr nach Deutschland fand im Jahr 1995 statt. In der Zeit  lernte ich auch meine Frau kennen. Seitdem lebe ich in beiden Welten, in Deutschland und in Gambia, die mir beide sehr vertraut sind. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Im Leben bleibt nichts wie es ist. Und so unterliegt alles immer einer ständigen Veränderung. die ich persönlich als sehr spannend empfinde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Lieber Tormenta, schön, dass du derzeit wieder in Deutschland bist und wir dieses Gespräch führen konnten. Herzlichen Dank!</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18378"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="327" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-39498" /></a></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül </span></strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gründerin &amp; Moderatorin<br />
des Interkulturellen Netzwerkes für Hochbegabte</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diplom-Ökonomin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Change Management Consultant</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Business Coach</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Online Marketing Managerin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Freie Journalistin</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh</span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Webseite: <a href="http://www.jobarteh-kunda.de">www.jobarteh-kunda.de</a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Facebook: <a href="https://www.facebook.com/tormenta.jobarteh">https://www.facebook.com/tormenta.jobarteh</a></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Siehe: YouTube- Kanal: Jobarteh Kunda</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Siehe bei YouTube die Videos zu dem Band &#8222;Jobateh Kunda&#8220;, z. B. den Song &#8222;Ka Seri&#8220;.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview-teil-2-2/">GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview – Teil 2</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
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		<item>
		<title>GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview/</link>
		<comments>https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 23:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Cultures]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bild / Picture &#8222;Morocco&#8220; thanks to © Yılmaz Aynalı (Edirne/Turkey) &#160; &#160; GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1 &#160; &#160; Von Çiğdem Gül  05. Juli 2019  &#160; INTERVIEW &#160; Çiğdem Gül: Lieber Tormenta, es freut mich sehr, dass du bereit warst, dich von mir für unser Interkulturelles Netzwerk für Hochbegabte interviewen zu lassen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview/">GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/yilmaz-aynali1.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/yilmaz-aynali1.jpg" alt="Slider_Yilmaz Aynali" width="1260" height="940" class="aligncenter size-full wp-image-18255" /></a></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;Morocco&#8220; thanks to © Yılmaz Aynalı (Edirne/Turkey)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="227" height="300" class="alignright size-medium wp-image-39498" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-size: 26pt; color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong>GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1</strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="right"><span style="color: #c9561c;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Çiğdem Gül </span></strong></span></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">05. Juli 2019 </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 18pt;">INTERVIEW</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Lieber Tormenta, es freut mich sehr, dass du bereit warst, dich von mir für unser Interkulturelles Netzwerk für Hochbegabte interviewen zu lassen.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Nachdem du in Mainburg in Niederbayern 25 Jahre lang bayerische Kultur gelebt hast, warst du als junger Mann nach Afrika ausgewandert. Wie kam es zu dieser Entscheidung? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Als junger Mann im Alter von 23 Jahren habe ich eine Band aus Gambia kennengelernt. Ich wurde von der Managerin der Band nach Gambia eingeladen, um dort in einem Bush Camp mitzuhelfen, somit bin ich einfach spontan mitgeflogen. </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">&#8222;Ich bin ein bayerischer Afrikaner.&#8220;</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Ist dein Name `Tormenta Jobarteh´ als Künstlername gewählt? Oder steht dieser Name auch in deinem Pass? Wenn ja, warum? Das ist nämlich kein gewöhnlicher Name für einen deutschstämmigen Mann, der in Bayern/Deutschland aufgewachsen ist.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Mein Name Tormenta Jobarteh steht auch in meinen Pass. Es ist eine Kombination meines ursprünglichen Namens &#8222;Sturm&#8220; (auf Spanisch &#8222;Tormenta&#8220;) und des Griot-Namen &#8222;Jobarteh&#8220;. Da mein ganzes Leben unter diesem Namen stattfindet, wurde der Name auch in meinen Pass eingetragen.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Dr.-Ulrich-Hopp_Tormenta-Jobarteh.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img class="  wp-image-18504 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Dr.-Ulrich-Hopp_Tormenta-Jobarteh.jpg" alt="Dr. Ulrich Hopp_Tormenta Jobarteh" width="1287" height="858" /></a></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild &#8222;Afrika-Karibik-Fest in Wassertrüdingen 2017&#8243; / Picture thanks to © Dr. Ulrich Hopp (Germany) </span></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Auf dem Bild ist Tormenta Jobarteh, Gründer der Band &#8222;Jobarteh Kunda&#8220; abgebildet.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Während meiner Recherche habe ich bei einem Artikel gelesen, dass China schon Afrika entdeckt habe, bevor Europa Amerika entdeckt hätte. Wenn das wahr ist, ist folglich die chinesisch-afrikanische Beziehung hunderte von Jahre alt. Die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen sind mittlerweile sicherlich vielschichtiger und komplexer geworden. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine deutsche Bekannte von mir, die seit Jahren in Deutschland und in Namibia lebt, erzählte mir, dass die chinesische Regierung ihre Einheimische unter dem Deckmantel der Entwicklungspolitik nach Afrika als billige Arbeitskräfte schickt, um Afrika weiter auszubeuten. Sie erzählte weiter, dass zwischen der afrikanischen und der chinesischen Regierung sogar für <em>Ausbeutung</em> Verträge abgeschlossen werden. Die chinesischen Arbeitskräfte bauen in Afrika Straßen, Regierungshäuser, Militärstützpunkte etc. und erhalten Niedriglohn. Dafür verpflichten sich afrikanische Regierungen der chinesischen Regierung gegenüber, dass sie der China den legalen Handel mit Nashörnern, Elefanten bzgl. Stoßzähne und Bodenschätze etc. erlauben.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Kannst du uns bitte Informationen über die wirtschaftliche und (auch außen-)politische Situation in Gambia, und wenn möglich auch in anderen afrikanischen Ländern, geben?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Chinesisch- wirtschaftliche Organisationen sind seit vielen Jahren in Afrika, um dort im Austausch zu arbeiten. Strassen, Brücken etc. werden von den Chinesen gebaut, und im Gegenzug werden alle möglichen Bodenschätze ausgebeutet. Speziell für elektronische Geräte, so auch in Gambia. Normalerweise vermischen sich die chinesischen Arbeiter nicht mir der afrikanischen Bevölkerung. </span></p>
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<p style="text-align: left;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">In Afrika sind `Griots´ die Musiker, Historiker, Chronisten, Geschichtenerzähler und weise Berater in einer Person. Ihre Tradition wird vom Vater auf den Sohn vererbt. Seit vielen Jahrhunderten genießen die Griots bei der Bevölkerung großen Respekt. Der deutschstämmige Tormenta Jobarteh wurde schließlich ebenfalls mit allen Rechten und Pflichten zum Griot ernannt, nachdem er acht Jahre lang in Boraba/Gambia das intensive Studium als Jeli und das intensive Studium der Kora, sowie der Mandinka Sprache und der Mande-Kultur erfolgreich durchlaufen und abgeschlossen hatte. Das ist einmalig für einen Nichtafrikaner mit weißer Hautfarbe.</span></strong></span></p>
<p style="text-align: left;" align="left"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">Tormenta Jobarteh:</span></strong></span><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;"> &#8222;In der afrikanischen Sprache Mandinka gibt es keine Schrift, dafür die lebenden Geschichtsbücher, die Griots. Sie sind auch Vermittler in Fragen von Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Der große Schriftsteller Amadou Hampate Ba aus Mali sagte einmal: `Wenn ein Griot stirbt, ist es so, als ob eine Bibliothek verbrennt.´&#8220;</span></strong></span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Bitte erzähle uns von dir, deiner Entscheidung, nach Afrika auszuwandern und von deinem beruflichen Werdegang. </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich wurde 1963 in München geboren und wuchs in Niederbayern auf. Mit 12 Jahren hatte ich dann wieder in München gewohnt. Nach der Hauptschulzeit hatte ich mit 15 Jahren eine Schreinerlehre gemacht und diese abgeschlossen. Musik hat mich schon immer fasziniert und ich war auch immer fleißig am Tanzen. Mit 19 Jahren war es klar für mich, dass ich Musiker werden wollte. Ich studierte in München am Dante Augustini Institut Schlagzeug. Nebenbei arbeitete ich in der Filmbranche, um mich finanziell abzusichern. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Als Musiker tourte ich in verschiedenen Besetzungen durch Europa, Asien und die USA, bis ich 1985 durch einen Freund eine Band aus Gambia traf. Bei dieser Band hörte ich zum ersten Mal das wundervolle Klangbild einer Kora (21-saitige Harfenlaute), gespielt von einem Musiker, der dieses großartige Westafrikanische Instrument, einer Harfenlaute virtuos beherrschte. Es war ein Schlüsselmoment, der mein ganzes Leben verändern sollte. Mir stiegen die Tränen in den Augen. Ich war so sehr berührt von der Musik, und hatte solch eine starke Intuition und Emotion zu der Musik und den Menschen aus Gambia, dass ich tief in mir wusste, dass ich dem folgen muss. Ein Musiker dieser gambianischen Band war einfach abgehauen, weil er unbedingt in Deutschland bleiben und leben wollte. Und so hatte die Managerin einen Rückflug-Ticket nach Gambia übrig, den sie mir anbot, damit ich mitfliegen sollte. </span><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In Gambia sollte ich mithelfen, ein Bush Camp aufzubauen. Hier war nun diese Schicksalstüre, die mein Leben grundlegend verändert hatte. Ich hatte Deutschland von einem Tag auf den anderen Tag verlassen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In Gambia angekommen, hatte ich dann in dem Bush Camp gelebt, tief im Landesinnern von Gambia. Dort lernte ich meinen musikalischen Mentor Basuru Jobarteh, dem Griot von Boraba, kennen. Nach einer Berg und Talfahrt in Afrika mit den Inhabern des Camps und einigen Problemen, nahm mich Basuru in sein Dorf mit. Ich hatte dann in Gambia bei der Familie Jobarteh in dem traditionellen Griot-Dorf namens Boraba gelebt. In Fulladou vergingen für mich acht Jahre in Boraba, bis das intensive Studium als Jeli (Griot) und das intensive Studium der Kora, sowie der Mandinka Sprache und der Mande-Kultur erfolgreich abgeschlossen waren. Ich lebte mich dabei derart in die Kultur meiner Wahlheimat ein, dass ich von der Familie Jobarteh adoptiert wurde.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Wie hast du dort die Anfangszeit erlebt? Und was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: An meine erste Zeit in Gambia erinnere ich mich besonders an die Herzlichkeit der Menschen, die mich immer in allen meinen Studien über die Kultur, Musik und Sprache unterstützt haben.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Du sagtest mir einmal, dass überall auf der Welt die Menschen auf dem Land herzlicher und ohne Vorurteile sind als Stadtmenschen.“ Das klingt für mich sehr sympathisch, lässt mich aber auch sofort an den die Frage denken: Ist der <em>Fremde</em> in einem Dorf also doch nicht der Fremde?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Das Dorf, in dem ich gelebt habe, heißt &#8222;Boraba&#8220; (&#8222;Langer Bart&#8220; in der Mande Sprache) und ist ein Griot-Dorf, wo alle wichtigen Griot-Familien leben. Als Griots werden Musiker und Geschichtenerzähler im Volk der Mande bezeichnet. Da es in der afrikanischen Sprache &#8222;Mandinka&#8220; keine Schrift gibt, sind die Griots die lebenden Geschichtsbücher. Der große Schriftsteller Amadou Hampate Ba aus Mali sagte einmal: &#8222;Wenn ein Griot stirbt, ist es so, als ob eine Bibliothek verbrennt.&#8220; Griots sind auch Vermittler in Fragen von Gerechtigkeit und Menschlichkeit wie auch Heiratsvermittler. Und, wo immer eine Zeremonie stattfindet, wird sie von einem Griot begleitet.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/IMG_2468.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img class="  wp-image-18109 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/IMG_2468.jpg" alt="IMG_2468" width="777" height="1102" /></a></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture thanks to © Tormenta Jobarteh (Germany &amp; The Gambia) &#8211; Tormenta Jobarteh &amp; musikalischer Mentor Basuru Jobarteh </span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Çiğdem Gül: Mit ist bekannt, dass in Gambia zu 99 Prozent Ureinwohner leben. In Gambia wurdest du von einem Stamm adoptiert. Als großer Fan aller indigenen Stämme dieser Welt interessieren mich selbstverständlich die Details.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Tormenta Jobarteh: Die Ureinwohner in Gambia gehören zu der Volksgruppe der Jola. Die Mandinka sind die größte Volksgruppe in Gambia. Es führt zurück ins 13. Jahrhundert, während Mali das größte Königreich in Westafrika war unter den großen König Sundjata Keita, der alle Mande-Clan Familien vereinte, und das Großreich Mali erschuf.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Alle Staaten wie Gambia, Senegal, Guinea Conakry, Bissau, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Teile vom Niger waren Teil des Mali Großreiches. 70 Jahre später wurde das Reich Mali unter Kankou Moussa noch größer. Unter Kankou Moussa wurde Timbuktu die bedeutendste Stadt jener Zeit und war die wichtigste Trans Sahara Handelsstadt..</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Ich wurde von der Griot-Familie <em>Jobarteh</em> adoptiert. Meine Ausbildung genoss ich im Dorf &#8222;Boraba&#8220;. Die Menschen auf dem Land sind immer sehr herzlich. Es ist anders als in den Städten, wo alle dem Geld nachlaufen. Diese Beobachtung habe ich auch in Indien und anderen Ländern gemacht.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Mit welchem Ritual wurde deine Adoption von den Ureinwohnern wie zelebriert?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Nach vielen Jahren der Ausbildung an der Kora-Kultur (21-saitige Kürbis Harfen-Laute), Geschichte und Sprache, kommen dann die Ältesten des Dorfes, und man muss bestimmte Lieder und geschichtliche Begebenheiten vortragen. Wenn die Ältesten dich qualifizieren, dann gehen sie zu deinem Lehrer und bestätigen es. Danach wird man in einem Ritual in die Familien-Tradition eingeführt und bekommt seinen Namen.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Mit welchen Worten und Gefühle kannst du deine neue Großfamilie in Gambia beschreiben?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich fühle mich sehr geehrt, Teil dieser großartigen Tradition zu sein. Sie hat mein Leben in eine Richtung geführt, die ich mir damals als ich junger Mensch nie hätte erträumen können. Mein Leben als &#8222;Jeliba&#8220; (Mande-Wort für &#8222;Griots&#8220;) ist ein großer Segen, den mir die Griot-Tradition gegeben hat.</span></p>
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<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">&#8222;In Afrika lieben die Menschen die Geschichten von Nasreddin Hodscha.&#8220; </span></strong></span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Zu wem hast du in Afrika eine geistige und spirituelle Beziehung?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich habe in erster Linie zu den Griots und auch zu den Sufi-Traditionen, die in Afrika sehr lebendig sind, eine geistige und spirituelle Beziehung.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Bitte erzähle uns von deinem Leben dort. Wie sah z. B. dein Alltag aus?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Mein Alltag war ausgefüllt mit Lernen der Kora, welches ein sehr komplexes Instrument ist. ich lebte mit der Großfamilie, war unterwegs zu Zeremonien und lebte das Familienleben mit allem, was dazu gehört. Sehr wichtig im gesellschaftlichen Leben ist, andere Menschen wie Verwandte und Freunde zu besuchen. Handwerkliche Fähigkeiten sind auch gefragt, da im Compound immer was zu tun war, was Männersache ist.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Welche afrikanischen Werte und kulturellen Einflüsse haben dich in den 25 Jahren in Gambia besonders geprägt?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: In den letzten 25 Jahren haben mich in Afrika vor allem die Musik und die Sufi-Traditionen besonders geprägt. Sie bestimmen mein Leben, damit ich ein gesundes spirituelles Leben führen kann.</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Jobarteh_Kunda_Quintett.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img class="  wp-image-18141 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/Jobarteh_Kunda_Quintett.jpg" alt="Jobarteh_Kunda_Quintett" width="1212" height="808" /></a></p>
<p style="text-align: right;" align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 10pt;">Bild / Picture &#8222;Band: Jobarteh Kunda&#8220; thanks to © Tormenta Jobarteh (Germany &amp; The Gambia)</span></p>
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<strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Wie ist die Situation der Hochsensiblen und Hochbegabten in Afrika, besonders bei den Ureinwohnern in Gambia?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Das hängt ganz von dem Elternhaus ab, das zu erkennen, ob ihre Kinder hochbegabt sind. Je nach den Möglichkeiten der Familie, werden die Kinder auch gefördert. </span>Ich habe schon Menschen gesehen, die ich als hochbegabt einschätze. Zum Beispiel kenne ich ein Kind aus Nigeria. Der Junge konnte schon mit 5 Jahren Bilder malen, wofür andere ihr ganzes Leben bräuchten, um beim Handwerk und in der Kunst auf seinen Level zu kommen.</p>
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<p style="text-align: center;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">&#8222;Die schwarze Hautfarbe ist schön! Schwarz ist schön !!!&#8220;</span></strong></span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Du sprichst Deutsch, Englisch, Spanisch und Mandinka.</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 14px;">(Mandinka ist eine Sprache in Westafrika. Sie gehört mit etlichen anderen nahverwandten Sprachen zum Manding-Vai-Zweig der Mande-Sprachen, die einen Primärzweig der Niger-Kongo-Sprachen bilden. Mandinka wird von etwa 1,5 Millionen Sprechern in Gambia, Mali, dem Senegal und Guinea-Bissau gesprochen.)</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Singst Du auch in allen diesen Sprachen? Mit den Gedanken und Gefühlen welcher Sprachen erlebst du deine eigene musikalische Kunst auf der Bühne?</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ändern sich die Art und Intensität der Gefühle bei dir, je nachdem, ob du in Afrika oder in Europa auf der Bühne stehst?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Ich singe in den Sprachen Mandinka, Englisch und Spanisch. Ich versuche immer meine Gefühle an die jeweilige Sprachen anzupassen. Als Künstler muss man die Musik und den Songtext fühlen, da man sonst der Gefahr läuft, nicht authentisch zu sein. Wenn ich als Künstler in Afrika spiele, ist es immer eine sehr besondere Situation, weil mich die Menschen dort sehr feiern. In Europa ist es anders, wo ich mich z. B. immer wieder bei den Journalisten erklären muss, was ich da so mache. <em>(lacht)</em></span></p>
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<p style="text-align: left;" align="left"><span style="color: #c9561c; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size: 24px;">&#8222;Der Diktator Yahya Jammeh hat über 20 Jahre das Land Gambia terrorisiert. Unter diesem Regime wurden viele Menschen zum Opfer. Journalisten, die sich trauten, die regime-konträren und wahren Geschehnisse zu verfassen und zu veröffentlichen, wurden in Gefängnissen eingesperrt oder getötet. Politische Gefangene verurteilte der Diktator Yahya Jammeh gnadenlos zum Tod. <em>Mein Haus</em>, das ich über einen Zeitraum von 6 (!) Jahren <em>selbst gebaut</em> hatte, wurde <em>mir weggenommen</em>. Der Diktator hatte sich das Landstück für sich selbst ausgesucht und eine Nachricht am Haus hinterlassen, dass ich binnen 3 Tagen ausgezogen sein muss, da der ganze Landstrich nun für den Präsidenten reserviert sei. 3 Tage später waren die Bulldozer gekommen und hatten alles zerstört. Das war einer der großen Katastrophen in meinem Leben.&#8220;</span></strong></span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Wenn ich vor allem meine europäische Perspektive einnehme, assoziiere ich mit Afrika auch das Thema der Hautfarbe. Schwarze Menschen werden auch im 21. Jahrhundert in vielen Ländern &#8211; vor allem außerhalb Afrikas &#8211; wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert und unterdrückt. Das Thema der Hautfarbe ist historisch, politisch, wirtschaftlich und persönlich gesehen ein sehr komplexes und vielschichtiges Thema, teilweise mit Paradoxie behaftet. Was sind deine Gedanken und Meinung dazu?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Rassismus ist auch heute noch überall ein großes Problem auf der Welt. Die Geschichte der Afrikaner ist natürlich sehr komplex durch die lange Sklaverei schwarzer Menschen. Afrika muss man in 3 Epochen einteilen, das alte Afrika, die lange Kolonialzeit und das heutige Afrika. Da aber alles immer einer Veränderung unterliegt, wird sich Afrika mit den kommenden Generation verändern, ich hoffe &#8222;positiv&#8220;, speziell in der Identifikation der Afrikaner, was Gleichberechtigung etc. betrifft. Das Internet ist auch in Afrika für die Menschen erreichbar und bietet viele Möglichkeiten zu lernen, welche vorher nicht da waren.</span></p>
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<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem Gül: Auf der anderen Seite gilt die helle Haut ausgerechnet in vielen Teilen Afrikas als Schönheitsideal. Der Markt für Bleichcremes boomt bei den Einheimischen. In Nigeria verwenden mehr als zwei Drittel der Frauen regelmäßig Hautaufheller, in Togo sind es laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) 59 Prozent, in Südafrika 27 Prozent. Im Jahr 2015 verbat die Elfenbeinküste Bleichmittel und droht mit hohen Strafen. Ähnliche Regelungen gibt es in Südafrika und Gambia.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Nivea&#8220; gilt als eine der größten Kosmetikmarken in Ostafrika. Wenn man sich die spannende Historie des Hamburger Nivea-Herstellers Beiersdorf liest, dann weiß man, dass er nach nur drei Jahren seiner Markteinführung der Nivea &#8211; also im Jahr 1914 (!) – die Creme auf jedem Kontinent gibt. Die deutsche Mutter aller Cremes Nivea wirbt seit vielen Jahren auch in Afrika mit dem Slogan „For visibly fairer skin“. Das Werbeplakat zeigt eine dunkelhäutige Frau mit dieser Aufschrift, was sowohl mit &#8222;für sichtbar schönere Haut&#8220; als auch „für sichtbar hellere Haut“ übersetzt werden kann. Die Werbung für den Hautaufheller von Nivea hatte in Afrika im Jahr 2017 eine Rassismusdebatte ausgelöst. In mehreren afrikanischen Ländern wie Ghana und Nigeria lösten die Plakate heftige Kritik aus. Vor allem im Internet breiteten sich im Jahr 2017 Aufrufe zum Beenden der Kampagne #pullitdownnow und zum Boykott der Marke Nivea aus.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In Südafrika, der Wiege der schwarzen Befreiungsbewegung, würde Nivea sich hüten, Frauen eine hellere Haut zu versprechen.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Was kannst du uns zu der Diskussion über die helle und farbige Hautfarbe sagen?</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh: Die schwarze Hautfarbe ist schön! Schwarz ist schön !!!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich habe selber nie verstanden, warum die helle Hautfarbe schöner sein soll. Es hängt natürlich mit der ganzen Geschichte der Menschen und Rassen zusammen. Der weiße Mensch hat die wirtschaftliche und militärische Power. Für manche Menschen scheint es erstrebenswert zu sein, möglichst eine helle Haut zu haben. Für mich zählt in erster Linie der Mensch, egal welcher Herkunft und Rasse er angehört! </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der zu Lebzeiten einflussreiche schwarze US-amerikanische Bluesmusiker Johnny Lee Hooker hatte auf die Frage, warum denn weiße Musiker in seiner Band spielen würden, geantwortet: &#8222;Wenn du die Augen schließt und meine Musik hörst, siehst du dann Farben?!&#8220;</span></p>
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<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ende &#8211; Interview Teil 1</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Fortsetzung des Interviews ist zu finden unter &#8222;GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 2&#8243;</span></p>
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<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group18220"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="327" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-39498" /></a></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül </span></strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gründerin, Autorin &amp; Moderatorin<br />
des Interkulturellen Netzwerkes für Hochbegabte</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diplom-Ökonomin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Change Management Consultant</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Business Coach</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Online Marketing Managerin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Freie Journalistin</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Tormenta Jobarteh</span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Webseite: <a href="http://www.jobarteh-kunda.de">www.jobarteh-kunda.de</a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Facebook: <a href="https://www.facebook.com/tormenta.jobarteh">https://www.facebook.com/tormenta.jobarteh</a></span></p>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/gambia-tormenta-jobarteh-im-interview/">GAMBIA: Tormenta Jobarteh im Interview &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
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		<title>Sind intelligente Menschen wirklich anfälliger für Drogenkonsum?</title>
		<link>https://www.interkulturellhochbegabte.de/sind-intelligente-menschen-wirklich-anfaelliger-fuer-drogenkonsum/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2021 22:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Ingiltere´de yapılan bir araştırmaya göre üstün zekâlı ve üstün yetenekli çocuklar, gençler ve yetişkinler alkol ve uyuşturucu kullanmaya daha eğilimlidirler, çünkü beyinleri ve iç dünyaları çok hızlı, çok karmaşık ve aşırı derecede aktiv olan bu insanlar, herşeyden daha çabuk sıkılabilirler ve herşeye karşı olan çocuksu merakları üst seviyededir. http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html &#160; Ingiltere´de yapılan bir araştırma [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/13178981_10206154511404207_7724183685995399588_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group7787"><img class="  wp-image-4405 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/13178981_10206154511404207_7724183685995399588_n.jpg" alt="13178981_10206154511404207_7724183685995399588_n" width="920" height="888" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">Ingiltere´de yapılan bir araştırmaya göre üstün zekâlı ve üstün yetenekli çocuklar, gençler ve yetişkinler alkol ve uyuşturucu kullanmaya daha eğilimlidirler, çünkü beyinleri ve iç dünyaları çok hızlı, çok karmaşık ve aşırı derecede aktiv olan bu insanlar, herşeyden daha çabuk sıkılabilirler ve herşeye karşı olan çocuksu merakları üst seviyededir. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><a href="http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html">http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ingiltere´de yapılan bir araştırma sonucu, üstün zekâlı ve üstün yetenekli çocukların, gençlerin ve yetişkinlerin alkol ve uyuşturucu kullanmaya daha eğilimli oldugu kanısına varılsa bile &#8211; ve bunu rahatlıkla söyleyebilirim &#8211; , bu grup insanların büyük bir çoğunluğu madde kullanmamaktadır.</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Lütfen madde kullanımından &#8211; alkol ve sigara dahil olmak üzere – uzak durmaya çalışın. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sevgiyle kalın<br />
Çiğdem Gül &#8211; 29.07.2018</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">Interesse an Drogen &#8211; aus Langeweile oder Experimentierfreude</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">&#8222;Wer als Kind schlau ist, greift als Jugendlicher und Erwachsener eher zu illegalen Drogen, sagen britische Forscher. Das Elternhaus spielt dabei keine Rolle &#8211; Charaktereigenschaften und das Geschlecht jedoch schon.&#8220;</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">Verschiedene Studien konnten in den letzten Jahren eine Verbindung von Intelligenz und Drogenkonsum belegen: </span><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">Je intelligenter ein Mensch im Kindesalter ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter auf Drogen zurückgreift. Das ist das Ergebnis einer britischen Langzeitstudie, die 2011 im Fachmagazin “Journal of Epidemiology and Community Health” veröffentlicht wurde.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #2178cf;">Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass hochbegabte Menschen sich schnell langweilen und deshalb mit Drogen experimentieren. Hinzu kommt dass intelligente Menschen ständig nach Neuem suchen und daher eher bereit sind, Experimente zu wagen und Dinge auszuprobieren.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><a href="http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html">http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der Artikel von Huffington Post darf nicht missverstanden werden, als sei die Mehrheit der Hochbegabten drogenabhängig. Nein, dem ist nicht so. Es gibt jedoch Einzelfälle, die in den Medien gerne hochgepuscht werden. </span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">FINGER WEG VON DROGEN !</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Liebe Grüße<br />
Çiğdem Gül &#8211; 29.07.2018</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Picture thanks to © Sergey Piskunov (Kiev/Ukraine)</strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		<title>Kulturelle Unterschiede in der Wohnbiografie</title>
		<link>https://www.interkulturellhochbegabte.de/kulturelle-unterschiede-in-der-wohnbiografie-der-hochbegabten-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 22:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Cultural differences in residential biography &#160; &#160; TEIL I: Wir spiegeln unsere Kultur auch durch unsere Wohnbiografie. Unsere Wohnungseinrichtung kann sehr viel über uns und über unseren kulturellen Hintergrund aussagen. Ich möchte zunächst mit eigenen Erfahrungswerten kurz beleuchten, welche Unterschiede mir bisher aufgefallen sind und welche typischen Möbel oder Gegenstände ich in Wohnungen der [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<div class="right" style="text-align: center;"><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/abbbc.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group673"><img class="  wp-image-666 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/abbbc.jpg" alt="abbbc" width="900" height="1135" /></a></div>
<p>&nbsp;<br />
<strong>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Cultural differences in residential biography</span></p>
<p></strong><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL I:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir spiegeln unsere Kultur auch durch unsere Wohnbiografie. Unsere Wohnungseinrichtung kann sehr viel über uns und über unseren kulturellen Hintergrund aussagen. Ich möchte zunächst mit eigenen Erfahrungswerten kurz beleuchten, welche Unterschiede mir bisher aufgefallen sind und welche typischen Möbel oder Gegenstände ich in Wohnungen der unterschiedlichen Herkunftskulturen und anderen Ländern beobachten und feststellen konnte. Unsere Wohnungseinrichtung kann sehr viel über uns und über unseren kulturellen Hintergrund aussagen. Ich möchte zunächst mit eigenen Erfahrungswerten kurz beleuchten, welche Unterschiede mir bisher aufgefallen sind und welche typischen Möbel oder Gegenstände ich in Wohnungen der unterschiedlichen Herkunftskulturen und anderen Ländern beobachten und feststellen konnte.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie richten Menschen in unterschiedlichen Kulturen ihre Wohnungen ein? Wie sieht z. B. das türkische Wohnzimmer in Deutschland aus?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In der Regel wird der Geschmack der Wohnungseinrichtung im sozialen Austausch mit anderen kulturellen Gruppen entwickelt, aber hier fehlte für die Türken in Deutschland der Zugang zu anderen Modellen für die Inneneinrichtung; die türkischen Arbeiter kannten in den 70er, 80er, vielleicht sogar bis in den 90er Jahren die Wohnungen ihrer deutschen Nachbarn, Freunden und Kollegen und die feinen Unterschiede der Inneneinrichtung n i c h t und haben daher ihren Geschmack ziemlich isoliert entwickelt. Die Türken kommen aus einem Land mit einer großen Teppich-Tradition. In den Wohnungen der türkischen Familien hingen daher z. B. in den 70er, 80er Jahren in Deutschland die typisch feinen „Teppiche“ an der Wand. In den meisten türkischen Haushalten waren die Möbel im Verhältnis zu der Raumgröße zu groß&#8230;zu große Schränke&#8230; zu großer Esstisch&#8230; eine sehr große Couchgarnitur, weil sie in der Einrichtung auch die hohe Anzahl der Familienangehörige und Gäste berücksichtigen. Das Kollektiv-Denken wird auch hier widergespiegelt. In einigen, in Deutschland lebenden, türkischen Wohnbiografien stelle ich fest, dass die Wanduhren eine zunehmend große Bedeutung gewinnen. Während z. B. meine Eltern damals in Anatolien ihr Zeitgefühl nach der Natur richteten und folglich keine Uhren besaßen, erhöhte sich die Anzahl ihrer Wanduhren in Deutschland. Heutzutage ist die Wohnkultur der Türken weitgehend angepasst an die westliche Kultur: modern und geschmackvoll.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Während meiner zweijährigen Tätigkeit als Förderlehrerin für Schüler italienischer Herkunft,die ich teilweise in ihren Wohnungen unterrichtete, fiel mir auf, dass a u s n a h m s l o s in allen, sei es auch nur ein kleines, Fernsehgerät aufgestellt war. Ein Fernsehgerät in der Küche gehöre zur typischen Wohnkultur der Italiener. Dies konnte ich aber bei den italienischen Nachbarn meines Elternhauses seit der 70er Jahren kein einziges Mal feststellen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Während meiner Rundreise in Thailand bestätigte uns der thailändische Reiseführer, dass in jeder Thai-Wohnung eine Buddha-Skulptur und/ oder ein Geisterhäuschen aufgestellt sei. Mindestens so häufig wie eine Buddha-Statue sehe man ein Bildnis des thailändischen Königs. Es gäbe wohl kaum einen Haushalt, wo kein Königsbild zu finden ist. Und sei es nur eine verblichene Abbildung aus einem Kalender. Der König setze viele Projekte im Land um, welche dem Wohlergehen der ärmsten Bevölkerung im Lande gewidmet seien. Das mache ihn sehr beliebt und populär in Thailand.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In den Wohnungen der Deutschstämmigen fiel mir in den letzten 15 Jahren auf, dass die Deckenlampe zunehmend an Relevanz verliert, d. h. dort stehen fast nur Stehlampen oder gemütliche Tischlampen etc..</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Viele Chinesen lieben sie. Amerikaner, Spanier, Portugiesen, Franzosen und ich sowieso: die Kuckucksuhr. Die Uhr besteht aus einem kleinen Vogelhäuschen aus Holz. Oft ist sie mit Schnitzereien verziert. Huuuchhh!&#8230;;-) Als Kind war ich immer so aufgeregt, wenn im Elternhaus zur vollen Stunde ein kleines Türchen aufging und ein Kuckuck heraussprang und dieser «Kuckuck» rief, und zwar unterschiedlich oft: um 5 Uhr fünf Mal, um 8 Uhr acht Mal und so weiter. Anschließend verschwand der Vogel wieder in seinem Häuschen. In den deutschen Haushalten ist diese traditionelle Wanduhr dagegen nicht so angesagt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich bin ein großer Fan der indischen Wohnkultur.</span></p>
<p>Siehe die Homepage von Fischer´s Lagerhaus .<br />
<a href="http://fischers-lagerhaus.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">http://fischers-lagerhaus.de/</a></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie sieht die Wohnkultur in deinem Herkunftsland aus?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Welche Wohnbiografie hast du als Hochbegabte/r und Hochsensible/r durchlebt?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Welchen Stil hast Du kritiklos übernommen? Wogegen protestiert?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL II:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die andere Frage ist, warum man sich unabhängig von dem kulturellem Hintergrund in der einen Wohnung sofort pudelwohl fühlen kann, aber in einer anderen Wohnung am liebsten die Flucht ergreifen würde. Hierzu fällt mir eine Anekdote aus meiner Bremer-Zeit ein: In Bremen lud mich die Direktorin der Kunsthochschule bei sich zu Hause zum Essen ein. Ich erwartete eine sehr geschmackvoll eingerichtete Wohnung, in der ich mich den ganzen Abend wohlfühlen würde. Die Wohnung war eine reine Galerie mit den wandgroßen abstrakten Kunstbildern. Ich sah überall nur die feinsten Designer-Möbel. Alles war zu perfekt durchkomponiert – denn irgendwie wollte bei mir keine richtige Stimmung aufkommen&#8230; Die Kerzen auf dem Tisch ließen die Weingläser funkeln. Und ich wurde das Gefühl nicht los, in einem Designstudio zu sitzen, statt in einem Esszimmer. Beinahe sehnsüchtig dachte ich an dem Abend an anderen Menschen zurück, die zwar ihre Wohnung nicht so luxuriös eingerichtet hatten, aber deren Wohnungen mehr Lebendigkeit Authentizität, Wärme und Geborgenheit ausstrahlten. Diese Wohnungen erzählten mehr von ihren Bewohnern als diese durchgestylten Luxuswohnung. Heute weiß ich, was meiner damaligen Gastgeberin in der Einrichtung ihrer Wohnung fehlte: Die Persönlichkeit. Sie hat sich sicherlich im Fachgeschäft beraten lassen, vielleicht sogar einen Innenarchitekten beauftragt. Doch Authentizität ist nicht eine Frage der Übernahme von Ideen anderer, sondern, dass man selbst auf ein Umfeld aktiv gestalterisch Einfluss nimmt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">EIN RAUM WILL EROBERT WERDEN.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In der eigenen Wohnung die Räume zu erobern, heißt zum Bespiel, die Möbel nicht einfach dort zu platzieren, wo es sich auf den ersten Blick hin anbietet. Sondern auszuprobieren: Fühle ich mich in diesem Sessel in der Mitte des Raumes und in der Nähe des Fensters wirklich wohl? Oder doch lieber an der Tür? Zur individuellen Gestaltung des Raumes gehört auch das Integrieren persönlicher Gegenstände, die für uns eine emotionale Bedeutung haben: Ein gerahmtes Foto des eigenen Kindes wirkt viel persönlicher als ein Kunstdruck – auch wenn der Kunstdruck „ästhetischer“ sein mag.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wann strahlt eine Wohnung für dich Gemütlichkeit und Wohlbehagen aus?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie würdest du deine Wohnung einrichten?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL III:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">DIE EINRICHTUNG VERRÄT VIEL ÜBER VERSTECKTE SEHNSÜCHTE</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die besten Innenarchitekten in der Raumgestaltung sind unsere eigenen Bedürfnisse.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Frage ist: Welche Bedeutung hat meine Wohnung für mich und welche Funktionen erfüllt meine Wohnung für mich? Bedeutet die Wohnung&#8230; &#8230;Schutz? &#8230;nur ein Übernachtungsort? &#8230;Rückzugsort? &#8230;Quelle der Inspiration ? &#8230;„Heimat“? &#8230;gesellschafticher Treff-Ort? &#8230;das Medium für soziale Botschaften? &#8230;das Schaufenster meiner Seele?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Welche Funktion wünsche ich mir von meinen Möbeln?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Manche Menschen fühlen sich in einer Höhle geborgen&#8230;<br />
&#8230;während Andere das Gefühl von Weite brauchen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><br />
Die Vorlieben verraten immer etwas über Sehnsüchte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>© Çiğdem Gül &#8211; 05/2009 (Text überarbeitet: 01/2018)</strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Bild / Picture thanks to © Dmitry Spiros (Tashkent/Uzbekistan)  </strong> </span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 23:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; ♫&#8230; iiich waaar noch niemals in New York…♫.. ich waaar noch niemals auf Hawahaaaaiiii… ♫&#8230; ich waaar noch niemals in dieser Commuuunity! ging nie durch San Francisco in zerriss&#8217;nen Jeans ♫&#8230;Ich war noch niemals in New Yooooorkkk, ich war noch niemals richtig freeeheeeiiii……♫.. einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh&#8217;n. &#160; (Siehe [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/2018-05-29-23_32_54-Las-Vegas-Photographer-@oscarpicazophotographer-•-Instagram-Fotos-und-Videos.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group5297"><img class="alignnone  wp-image-11569" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/2018-05-29-23_32_54-Las-Vegas-Photographer-@oscarpicazophotographer-•-Instagram-Fotos-und-Videos.png" alt="2018-05-29 23_32_54-Las Vegas Photographer (@oscarpicazophotographer) • Instagram-Fotos und -Videos" width="1018" height="1095" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> ♫&#8230; iiich waaar noch niemals in New York…♫..</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">ich waaar noch niemals auf Hawahaaaaiiii… ♫&#8230;</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">ich waaar noch niemals in dieser Commuuunity!</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">ging nie durch San Francisco in zerriss&#8217;nen Jeans</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">♫&#8230;Ich war noch niemals in New Yooooorkkk, </span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">ich war noch niemals richtig freeeheeeiiii……♫..</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh&#8217;n.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 14px;">(Siehe bei YouTube den Song &#8222;Ich war noch niemals in New York&#8220; von Udo Jürgens. Das letzte Konzert in Zürich 2014)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #f24527;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 18pt;">Yeeeeeeaaaaaaaaaahhhh !…;-) </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Unsere Instagram-Seite:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">INTERKULTURELLES NETZWERK FÜR HOCHBEGABTE wurde am 30. Mai 2019 eröffnet.<br />
&nbsp;<br />
<span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.instagram.com/interkulturellhochbegabte/">https://www.instagram.com/interkulturellhochbegabte/</a></span></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wir heißen Dich herzlich willkommen in unserem Interkulturellen Netzwerk für Hochbegabte.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Unsere gleichnamige Instagram-Seite ist in Anlehnung an das &#8222;Interkulturelle Netzwerk für Hochbegabte&#8220; entstanden, damit wir uns weltweit alle kennenlernen, austauschen, lachen, weinen, schweigen, diskutieren und anecken können. Wir freuen uns sehr auf Deine Likes und aktive Teilnahme.</span></p>
<p><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Jeder von uns isst bereits das Brot seiner eigenen Begabung, deshalb bietet unsere Community uns allen geistige, emotionale und interkulturellbasierte kulinarische Inspirationen. </span><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Herzlichst</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f24527;">Das Team des Interkulturellen Netzwerkes für Hochbegabte</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #f24527;">Çiğdem Gül, Dr. Sathya A. Bernhard und Metin Türk</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		<title>Fünf gute Fragen für Hochbegabte</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2021 21:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; Von Franziska Dittrich &#8211; 08.02.2018 &#160; Im heutigen Beitrag geht es um eine Frage, die im Leben Hochbegabter einen sehr großen Platz einnimmt, sich in regelmäßigen Abständen nahezu aufdrängt. Ich lade Dich ein, einmal zu überlegen, wann Du Dir diese Frage zuletzt gestellt hast. „Und jetzt?“ In der letzten Zeit habe ich gemerkt, wie [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/22228612_1559577617437494_2850839427466485399_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group9503"><img class="  wp-image-8179 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/22228612_1559577617437494_2850839427466485399_n.jpg" alt="22228612_1559577617437494_2850839427466485399_n" width="966" height="985" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Franziska Dittrich &#8211; 08.02.2018</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Im heutigen Beitrag geht es um eine Frage, die im Leben Hochbegabter einen sehr großen Platz einnimmt, sich in regelmäßigen Abständen nahezu aufdrängt. Ich lade Dich ein, einmal zu überlegen, wann Du Dir diese Frage zuletzt gestellt hast.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> „Und jetzt?“</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> In der letzten Zeit habe ich gemerkt, wie ich mich selbst einmal wieder täglich regelrecht gebetsmühlenartig um diese Frage drehe und es scheint sich einfach keine Antwort zu zeigen. Ständig höher, schneller, weiter, mehr… Das ist es, wonach wir Menschen streben – Hochbegabte vielleicht noch ein bisschen mehr als Normalbegabte.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Wir scheinen dauerhaft Idealen hinterherzulaufen, Perfektion anzustreben, ungeduldig unsere Träume zu verfolgen. Kaum ist etwas „gut“ und abgeschlossen, taucht wieder diese Frage auf und treibt uns von Tag zu Tag. Und dabei vergessen wir oft, dass wir vielleicht gar nicht hier auf diese Welt gekommen sind, um uns aufzuarbeiten, abzumühen und zu plagen, um dann am Ende festzustellen, dass wir ohnehin nie ans Ziel kommen. Das Ziel gibt es nämlich leider nicht. Sobald ein Ziel erreicht ist, fassen wir das nächste schon ins Auge und der ganze Teufelskreis beginnt von vorn.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #0000ff;"> Es heißt, die Qualität der Fragen, die wir uns in unserem Leben stellen, bestimme die Antworten, die sich dann in der Realität manifestieren.</span> Aber mal ehrlich: Die Frage „und jetzt?“ impliziert ja schon, dass unser Geist nie zur Ruhe kommen kann und wir nie mit etwas zufrieden sein werden, oder?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Ich lade Dich daher ein, die Frage „und jetzt?“ zumindest <span style="color: #808080;">vorübergehend</span> einmal aus Deinem Repertoire zu entfernen und Dir stattdessen die fünf guten Fragen, die gleich folgen, zu stellen. Vielleicht nimmst Du Dir für das Beantworten einer jeden Frage jeweils einen Tag Zeit. Stelle Dir die Frage bevor Du schlafen gehst, achte auf Deinen ersten Gedanken am darauffolgenden Morgen, erinnere Dich im Laufe des Tages immer wieder an sie und lasse Dich überraschen.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;"><br />
1. Was will ich wirklich? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diese Frage ist aus meiner Sicht für uns Hochbegabte eine der wichtigsten Fragen überhaupt. Generell neigen wir dazu, schon selbst zu viel von allem zu wollen und interessieren uns darüber hinaus auch noch dafür, was andere für uns wollen. Wir versuchen dann, möglichst viel von all dem in unsere Tage und unseren gesamten Lebensplan zu integrieren und wundern uns, wenn irgendwann schließlich alles zu stagnieren scheint und gar nichts mehr funktioniert. Als Hochbegabte(r) hast Du in Deiner Kindheit, Jugend und vermutlich auch jetzt im Erwachsenenalter schon viel zu oft gehört, dass Dein Denken, Deine Sichtweisen, Deine Vorhaben, Pläne, Wünsche, Träume, Dein Verhalten und Dein Fühlen vollkommen verquer, vielleicht sogar „falsch“ seien. Du hast gelernt, was man denkt – weniger wie man denkt. Daher fällt es Dir unter Umständen schwerer als anderen Menschen, Dir eine ehrliche Antwort auf die Frage „Was will ich wirklich?“ zu geben – vielleicht sogar, sie Dir überhaupt ohne schlechtes Gewissen oder Angst zu Versagen zu stellen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Hochbegabten wird häufig nachgesagt, dass „krumme Lebensläufe“ für sie typisch seien. Dies liegt sicherlich zum einen an den vielfältigen Interessen und daran, sich ungern festlegen zu wollen. Zum anderen glaube ich, dass es auch eine große Rolle spielt, dass wir sehr große Schwierigkeiten damit haben herauszufinden, was wir eigentlich wirklich wollen – uns also die richtigen Fragen zu stellen. Normale Lebensläufe (im Privaten ebenso wie im Beruflichen) klingen für Hochbegabte langweilig, wenig herausfordernd und somit nicht erstrebenswert. Nach einer gewissen Zeit wird sich immer wieder die Frage „und jetzt?“ aufdrängen. Vielleicht verliert diese Frage niemals ihre Stimme. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sie sehr viel leiser wird, wenn ich ihr zuvorkomme indem ich mir von Zeit zu Zeit Gedanken darüber mache, was ich wirklich will und wohin die Reise eigentlich gehen soll.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Dir sollte Folgendes bewusst sein: <span style="color: #0000ff;">In dem Moment, in dem Du Dir nicht zu 100% im Klaren darüber bist, was Du wirklich willst, wird Dir diese Entscheidung abgenommen.</span> Deine Aufgaben, Dein Partner, Dein Vorgesetzter, Deine Kinder, Deine Freunde werden es innerhalb kürzester Zeit verstehen, das Setzen Deiner Prioritäten für Dich zu übernehmen und somit zu entscheiden, was sie für Dich / mit Dir wirklich wollen. Willst Du das wirklich? </span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;"><br />
2. Was bedeutet für mich Erfolg? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass Hochbegabte durch ihre „besondere Begabung“ auch besonders erfolgreich seien. Erfolg ist für viele Menschen eng verbunden mit finanziellem, materialistischem Wohlstand – also mit den Dingen, die der Rest der Gesellschaft wahrnehmen kann. Die Frage „Wofür bekomme ich Anerkennung von anderen?“ scheint der Maßstab aller Bemühungen zu sein. Das hat zur Folge, dass man einen Großteil seiner Lebenszeit damit verschwendet, nach eben diesen Dingen zu streben, sich für sie aufzuarbeiten und ständig abgehetzt zu sein – im ersten Schritt, um sie zu erlangen und im nächsten Schritt, um sie und die zugehörige Anerkennung „für immer“ behalten zu können. So nüchtern betrachtet klingt das ziemlich paradox und traurig, oder? Die Krux an der Sache ist, dass sich leider die wenigsten Menschen jemals in ihrem Leben ausführlich Gedanken und Mühe machen, den Erfolgsbegriff einmal ganz individuell für sich zu definieren. Viel bequemer scheint es, die etablierten Gesellschafts-Standards zu übernehmen und das eigene Leben in diese Schablone zu pressen – meist eher mit mäßigem Erfolg.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sicherlich hattest Du in Deinem Leben schon häufiger Momente, in denen Dich ein Gefühl tiefster, innerer Zufriedenheit überkommen hat. Begegnungen, die Dich den ganzen Tag strahlen ließen. Tätigkeiten, während denen Du die Zeit vollends vergessen hast. Abende, an denen Du im Bett lagst und beim Rückblick auf Deinen Tag Dein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen hast. Könnte nicht genau all das Erfolg sein? Diese transzendentale Sichtweise, die alle möglichen anderen Erfolgsdefinitionen vollkommen über den Haufen wirft? Angesichts der Tatsache, dass Du am Ende Deines Lebens von dieser Welt nichts Materielles mitnehmen wirst: Worauf kommt es wirklich an? Was bringt Dein Herz zum Hüpfen? Was muss geschehen, dass Du Dein Leben ganz persönlich für Dich als erfolgreich bezeichnest? <span style="color: #0000ff;">Hinterfrage einmal kritisch, ob Deine aktuelle Erfolgsdefinition wirklich Deine eigene ist, oder ob Du sie stillschweigend von jemandem übernommen hast.</span></span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;"><br />
3. Was braucht es, dass dieser Tag ein schöner Tag wird? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Erinnere Dich einmal zurück an den heutigen Morgen. Vielleicht wurdest Du durch das Klingeln eines Weckers wach, hast Dich noch einmal gemütlich in Deinem Bett umgedreht und Dich dann dazu entschlossen, in den Tag zu starten. Genau in diesem Moment: Was war Dein erster Gedanke? Hast Du dich geärgert, dass die Nacht zu kurz war und es noch dazu bei diesem Wetter eine Zumutung ist, überhaupt aufstehen zu müssen? Hast Du vor Deinem geistigen Auge den bevorstehenden, vielleicht stressigen oder gar langweiligen Tag an Dir vorbeiziehen sehen und warst unzufrieden mit dieser Vorstellung? Ich empfehle Dir wärmstens, Dir schon morgens noch vor dem Aufstehen einmal kurz Gedanken darüber zu machen, was Du Dir für den anstehenden Tag wünschst. Stell Dir diese gute Frage tagaus, tagein. Der Vorteil an dieser Praxis ist nicht nur, dass Du Deine Gedanken direkt am Morgen auf etwas Positives fokussierst, sondern auch, dass Du Dir so mehr und mehr darüber klar wirst, was Du in Deinem Leben eigentlich willst (siehe oben).</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;"><br />
4. Welche meiner Ideen, Wünsche und Träume gehe ich als Erstes an? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein häufiger Show-Stopper im Leben Hochbegabter ist die Unentschlossenheit darüber, welche ihrer vielfältigen Ideen, Wünsche und Träume sie als Nächstes angehen sollen. Sicherlich hast Du Dir viele Visionen und Vorhaben schon gedanklich zerredet, weil es Dir nicht gelungen ist, sie vor Deinem strengen Geist gut verargumentieren zu können. Deine Schwächen und Grenzen sind Dir präsenter als Deine Stärken es jemals sein könnten. Und dennoch gibt es tief in Dir, vielleicht irgendwo in einer Ecke abgestellt oder unter einem großen Haufen rationaler Gebilde verborgen diese Begeisterungsfähigkeit. Diesen kindlichen Enthusiasmus, der Deine Phantasie Bilder in den buntesten Farben malen lässt, Dir am laufenden Band neue, kreative Ideen schickt und Dich ausgiebig von deren Umsetzung träumen lässt. All diese Gedanken zu sortieren, zu strukturieren, auf Umsetzbarkeit zu überprüfen und schließlich zu priorisieren ist ein wahrer Kraftakt. Wohl auch deshalb resignieren Hochbegabte oft und wundern sich dann, wenn sie im Laufe der Jahre den Eindruck haben, dass alles zu stagnieren scheint – ein Gefühl der latenten Unzufriedenheit wird zum dauerhaften Begleiter.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nur für den Fall, dass Du es vergessen haben solltest: Als Hochbegabte(r) verfügst Du neben einer nicht versiegenden Quelle an Ideen auch über den nötigen Intellekt und die geistige Kapazität, diese zu kanalisieren, zu priorisieren und sie schlussendlich in die Tat umzusetzen. Vielleicht traust Du Dich einfach einmal wieder, die verschlossenen Tore in Deinem Geist einen Spalt weit zu öffnen und machst einen ganz unverbindlichen Spaziergang durch Deinen verwilderten Gedankengarten? Lass Dich überraschen, was es dort alles wahrzunehmen gibt.</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;"><br />
5. Was kann ich sonst noch für mich tun? </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine jede und ein jeder von uns war in seinem Leben in irgendeiner Situation schon einmal Dienstleister – sei es im beruflichen Kontext, in der Beziehung, oder in der Familie. Die Frage „Was kann ich sonst noch für Sie/Dich tun?“ oder „Kann ich sonst noch etwas für Sie/Dich tun?“ ist somit sicherlich jedem geläufig. Wir Menschen neigen generell dazu, eher noch (im übertragenen Sinne) die dreckige Wäsche unserer Mitmenschen zu waschen, anstatt uns selbst etwas Gutes zu tun.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wann hast Du Dich das letzte Mal gefragt, was Du sonst noch für Dich tun kannst? Es geht hier nicht um die Befriedigung Deiner Grundbedürfnisse, sondern um das Gute on top. Als Hochbegabte(r) bist Du mit einem Gehirn gesegnet, das permanent Schwerstarbeit leistet, Dir eine messerscharfe Sinneswahrnehmung ermöglicht, ein ausgeprägtes Werteverständnis aufrechterhält und Dich permanent und unaufhörlich mit Emotionen jeglicher Art versorgt. Dafür könnte man sich doch eigentlich von Zeit zu Zeit einmal bedanken, oder?</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wie diese Art von Dankbarkeit und „sich etwas Gutes tun“ speziell für Dich aussehen kann, weißt nur Du selbst. Sobald Du diese Frage einmal mit in den Tag nimmst, werden die Antworten nicht lange auf sich warten lassen. Vielleicht machst du wie ich auch gerne anderen Menschen Geschenke (es geht hier nicht um materialistische Dinge). Vergiss Dich selbst dabei nicht und lerne, Dich darüber genauso zu freuen wie wenn Du anderen eine Freude machst – Du bist es wert!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Möglicherweise rebelliert Dein Bewusstsein jetzt, wenn Du versuchst, ihm neue Fragen unterzujubeln, auf die es die Antworten vermeintlich noch nicht kennt. Ich möchte Dich ermutigen, diese Fragen trotzdem mit in die nächsten Tage zu nehmen. Beobachte einmal, was sich durch Deinen veränderten Fokus alles zu zeigen vermag und hör gut hin. Eigentlich geht es doch nur darum, mit sich selbst Frieden zu schließen und ein Leben zu entwerfen, in dem Du Dich wohlfühlst, oder? Fang doch gleich heute damit an.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">© Franziska Dittrich </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> B.A. Wirtschaftspsychologie &amp; Betriebswirtschaft<br />
Corporate Development &amp; Administration Manager<br />
Hochbegabte Autorin in München/Deutschland</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://highlygifted.de/">https://highlygifted.de/</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Picture thanks to © Dmitry Spiros (Tashkent/Uzbekistan)</strong> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Zwangsheirat – Eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2020 23:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; Von Çiğdem Gül Dezember 2011 &#160; Teil I: Arrangierte Ehe und Zwangsheirat &#8211; zur Schwierigkeit der Abgrenzung Als arrangierte Vernunft-Heirat bezeichnet man eine, von der Familie, von Verwandten, Bekannten oder Ehevermittlern initiierte Heirat, die im vollen Einverständnis der Eheleute geschlossen wird. Die Hauptgründe für arrangierte Vernunft-Ehen sind z. B. die Hoffnung der Eltern auf [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/37856357_1523109177794616_6077492561948180480_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6019"><img class="  wp-image-13740 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/37856357_1523109177794616_6077492561948180480_n.jpg" alt="37856357_1523109177794616_6077492561948180480_n" width="863" height="1162" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Çiğdem Gül</span></strong></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Dezember 2011</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Teil I: Arrangierte Ehe und Zwangsheirat<br />
&#8211; zur Schwierigkeit der Abgrenzung</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Als arrangierte Vernunft-Heirat bezeichnet man eine, von der Familie, von Verwandten, Bekannten oder Ehevermittlern initiierte Heirat, die im vollen Einverständnis der Eheleute geschlossen wird. Die Hauptgründe für arrangierte Vernunft-Ehen sind z. B. die Hoffnung der Eltern auf eine gute Versorgung der Tochter und dem Schutz durch den ausgewählten Ehemann. Arrangierte Ehen sind in vielen Fällen dennoch nicht unkritisch zu betrachten. „Die Abgrenzung der Zwangsheirat zur arrangierten Ehe ist fließend, weil es letztlich der subjektiven Einschätzung der Beteiligten unterliegt, was als Zwang empfunden wird. Eindeutig ist eine Zwangsheirat nur bei Androhung oder Anwendung von Gewalt, bei einer Eheschließung trotz ausdrücklichen Protestes von Seiten der Braut oder des Bräutigams.“ <sup><a id="anker1" title="Zur Erläuterung" href="#fn1">[1]</a></sup></span></p>
<p>Durch den Hintergrund kultureller und religiöser Strukturen, die Erziehung und durch dem Erwartungsdruck der Familien besteht für die meisten Betroffenen in der Realität gar keine Möglichkeit, eine/n EhekandidatIn oder Ehe abzulehnen. Daher liegt hier auch in gewisser Weise ein Zwang vor, die strukturell bedingt ist. In diesen Fällen kann eine Abgrenzung zu Zwangsverheiratung nicht vorgenommen werden, „da die Unterschiede nur marginal“ <sup><a id="anker2" title="Zur Erläuterung" href="#fn2">[2]</a></sup> seien.</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine durch eine religiöse und soziale Zeremonie geschlossene Zwangsheirat liegt vor, wenn mindestens einer der Eheleute durch die Familien ausgeübte Drohung und Gewalt zur Eheschließung gezwungen wird. Hierbei handelt es sich zumeist um Kinderheirat, die nicht durch die Entscheidung mündiger Ehepartner zustande kommt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der Status der Zwangsverheiratung basiert auf den Zeitpunkt der Eheschließung. Hier wird zwischen angedrohter sowie bereits erfolgter Zwangsverheiratung unterschieden. <sup><a id="anker3" title="Zur Erläuterung" href="#fn3">[3]</a></sup></span> Es gilt zu berücksichtigen, dass betroffene Mädchen, Jugendliche oder Frauen in der Regel nicht nur von ihren Eltern und Geschwistern, sondern von der gesamten Großfamilie bzw. Sippe bedroht werden. „Wenn die Betroffenen sich weigern, die für sie bestimmte Heirat einzugehen, sind sie oft Repressionen durch Mitglieder der eigenen Familie ausgesetzt, die von Beschimpfungen und Drohungen über Prügel bis hin zu sogenannten Ehrenmorden reichen.&#8220;<sup><a id="anker4" title="Zur Erläuterung" href="#fn4">[4]</a></sup></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">An dieser Stelle möchte ich das Zitat eines mir unbekannten Verfassers einbeziehen, das die Paradoxie der Thematik am besten zum Ausdruck bringt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">„Die Mädchen bekommen von klein auf gelehrt,</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">nicht mit fremden Männern zu sprechen und</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">plötzlich sollen sie mit einem fremden Mann ins Bett steigen</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">und Kinder bekommen!“</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/184794_100713913343484_3281663_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6019"><img class="  wp-image-5937 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/184794_100713913343484_3281663_n.jpg" alt="184794_100713913343484_3281663_n" width="725" height="1116" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Teil II: Eigene Gedanken und Meinung zu diesem Thema</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Viele von uns können sich mitten in Europa gar nicht vorstellen, dass es Zwangsheirat existieren soll; dabei sind viele Fälle bereits vor unserer Haustür…am selben Wohnort… im Freundeskreis… nebenan in der Nachbarschaft. Auch im 21. Jahrhundert wird mitten in Deutschland die Zwangsheirat an minderjährige Mädchen UND Jungen und an nicht-Minderjährige praktiziert.<br />
Unter dem Deckmantel einer pompösen Hochzeit mit 500 bis 1000 Gästen wird der Grab dieser jungen Menschen geschaufelt und auf dem „blutigen Leichentuch“ den ganzen Abend der Hochzeit fröhlich getanzt.<br />
ZWANGSVERHEIRATUNG IST FÜR MICH EINES DER GRÖSSTEN VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT !!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">…einer der schlimmsten Missbräuche, die man am eigenen Kind/ern ausüben kann!<br />
Mit anderen Worten: Es ist eines der größten Perversionen, um ein zartes, junges Leben für immer zu zerstören!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bereits die Androhung von Zwangsverheiratung ist</span><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gewalt.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In diesem Zusammenhang akzeptiere ich in bestimmten kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten die entsprechend definierte „Ehre“, „Image“ und „Armut“ als genannte und legitimierte Gründe NICHT! Schließlich beinhaltet „Ehre“ nicht die, in vielen Kulturen gesellschaftlich anerkannte, lebenslange Vergewaltigungen der Minderjährigen und Nicht-Minderjährigen in der Ehe.</span></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">DIE EHRE DER MENSCHLICH DENKENDEN</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">BEFINDET SICH NUR IM GEISTE.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">An dieser Stelle möchte ich Euch und Ihnen die, mich immer wieder beeindruckende, folgende Aussage von Feride Alkan zum Ausdruck bringen. Ich habe versucht, diese türkische Aussage ins Deutsche zu übersetzen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">„Wenn die Ehre der Menschlichkeit im Frau-Sein verborgen ist,</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">dann sollte man(n) wissen,</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">dass die Ehre der Frau auf ihre Unabhängigkeit basiert.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Folglich ist die Menschlichkeit unehrenhaft, </span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">wenn die Frau nicht unabhängig ist.“</span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">NAMUS</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">İnsanlığın namusu kadınında giziliyse,</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">bilinmelidir ki;</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">kadının namusu özgürlüğünde gizlidir.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">O halde kadın özgür değilse,</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">insanlık da namuslu değildir.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich habe selbst keine Zwangsheirat erlitten, kenne aber viele, auch im engeren Kreis, Biographien in der Zwangsheirat stattgefunden hat. Ich kenne die tiefen und irreparablen Wunden und Qualen dieser Seelen. Viele von ihnen haben psychische Erkrankungen entwickelt und überleben die Schmerzen mit Verdrängen, Medikamenten, Drogen, jahrelangen inneren und äußeren Tränen und/oder Therapien.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="left"><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/185679_100713813343494_7385479_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group6019"><img class="  wp-image-5942 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/185679_100713813343494_7385479_n.jpg" alt="185679_100713813343494_7385479_n" width="982" height="1469" /></a></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Teil III: Zwangsheirat in anderen Kulturen am Beispiel einer aktuellen, türkischsprachigen Serie und Zwangsheirat in Deutschland<br />
&#8211; Motive und Ursachen</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich möchte in meinen Beitrag dieses Thema in zwei Kategorien einteilen. Zum einem möchte ich die Zwangsheirat in anderen kulturellen Kontexte kurz beleuchten und sie in ihrer ursprünglichen Form beschreiben; denn die Ursachen für diese Zwangsverheiratungen sind teilweise eine andere, als die Zwangsheirat in der westlichen Welt. Zum anderen werde ich auf die Zwangsehen in Deutschland eingehen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Es gibt Länder und Kulturen, in der Zwangsverheiratungen als Lebensrealität mit Kollektiv- Missbrauch an Kindern und jungen Heranwachsenden über Generationen praktiziert werden. Ich vermute sehr stark, dass die ehemals zwangsverheiratete und unreflektierte Mütter keine untergeordnete Rolle spielen, was die Förderung, Unterstützung und Aufrechterhaltung der Zwangsverheiratungen an den eigenen Kindern anbetrifft.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">„In Südasien und der islamischen Welt wird Zwangsheirat heute noch praktiziert, wenngleich sie oft gesetzlich verboten ist. In Südasien ist sie heute im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten jedoch eine Ausnahmeerscheinung. In Afrika (Malawi) werden Mädchen häufig schon mit 12 oder 13 Jahren verheiratet.“ <sup><a id="anker5" title="Zur Erläuterung" href="#fn5">[5]</a></sup> </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine aktuelle türkischsprachige Serie mit dem Titel „HAYAT devam ediyor“ bei dem türkischen Sender atv veranlasste mich, diesen Beitrag über das Thema zu schreiben. Hayat heisst aus dem Türkischen übersetzt „das Leben“. Hayat ist zugleich ein weiblicher Vorname. Der Titel der Serie ist doppeldeutig. So heisst es übersetzt auf der einen Seite: „Das Leben geht weiter“ und auf der anderen Seite heisst es: „Hayat geht ihren Weg“. Im folgenden Trailer heisst die Hauptdarstellerin, in der Rolle einer Minderjährigen und mit einer Zwangsehe verurteiltes Mädchen, Hayat.<br />
Trailer – Die Worte der Kind-Braut:<br />
„Ich heiße Hayat. Ich bin 15 Jahre alt. Mein Mann ist 70 Jahre alt.<br />
Und das, was ich trage, ist nicht mein Brautkleid, sondern mein Leichentuch.“</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Benim adım Hayat. 15 yaşındayım. Kocam 70 yaşında. Üstümdeki gelinliğim değil, benim kefenimdir.&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In vielen Regionen Anatoliens werden auch im 21. Jahrhundert minderjährige Mädchen mit älteren oder sehr alten Männern zwangsverheiratet. In diesen Regionen dominieren Elternrecht und Groß-Clan-Recht. Wenn sie sich, aus welchem Grund auch immer, für diese Form der Lenkung des Lebens ihrer Töchter entschieden haben, geschieht dies nach einem eigenen individuellen Traditions- und Rechtsverständnis. Dort wird die Ehre der ledigen Töchter an ihrer Jungfräulichkeit gemessen. Die Ehre der verheirateten Frauen wird an ihre gehorsame Unterordnung gegenüber dem Ehemann und seiner Familie gemessen.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die materiellen Interessen an Brautgeld und Gold einer armen Familie, stellen einen ersten Grund für eine Zwangsverheiratung ihrer Tochter dar.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wenn der Familie bekannt wird, dass die ledige (insb. minderjährige) Tochter ihre Jungfräulichkeit vor der Eheschließung verloren hat, so wird sie entweder mit einem älteren oder sehr wohlhabenden, alten Mann zwangsverheiratet, damit die dort geltende Ehre für die Familie gerettet werden kann. Ansonsten fällt der Familien-Clan das Urteil ihrer Selbstjustiz, in dem zumeist der jüngste Bruder die vermeintliche Schande der Schwester mit ihrer Tötung eliminiert und aus ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Sicht die Ehre der Familie wiederherstellt. Die EhrenMORDE sind in diesen Regionen keine Seltenheit.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend realisierten und veröffentlichten die folgenden AutorInnen am 28.03.2011 eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema: Dr. Thomas Mirbach, Lawaetz-Stiftung Torsten Schaak, Büro für Sozialpolitische Beratung Katrin Triebl, Lawaetz-StiftungUnter Mitarbeit von Christin Klindworth, Lawaetz-StiftungSibylle Schreiber TERRE DES FEMMES e. V. Johann Daniel Lawaetz-Stiftung Arbeitsbereich Beratung | Evaluation | Wissenstransfer Hamburg.<br />
„In der Forschung besteht ebenso Einigkeit darüber, dass sich Zwangsverheiratungen nicht auf bestimmte religiöse Traditionen zurückführen lassen, sie kommen in unterschiedlichen sozialen, ethnischen und kulturellen Kontexten überall auf der Welt und auch in Europa vor. Laut der Studie waren in Deutschland überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund insbesondere solche mit türkischer Herkunft im Alter zwischen 18 und 21 Jahren von Zwangsverheiratung bedroht und betroffen, in vielen Fällen hatten sie die deutsche Staatsangehörigkeit. Unabhängig vom Alter hatten die Verheirateten ein deutlich niedrigeres Schul- und Berufsbildungsniveau als diejenigen, die noch nicht verheiratet wurden. Häufig geht eine Verheiratung mit Schul- und Ausbildungsabbrüchen einher. Zudem sind die Betroffenen in hohem Maße davon bedroht, für die Ehe zukünftig im Ausland leben zu müssen. Ebenso waren auch Jungen und Männer in Deutschland von Zwangsverheiratungen bedroht oder betroffen.“ <sup><a id="anker6" title="Zur Erläuterung" href="#fn6">[6]</a></sup> </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Im Ausland geplante und praktizierte Zwangsverheiratungen der in Deutschland lebenden Eltern mit Migrationshintergrund, soll Sohn oder/und Tochter, die in europäisch geprägten Ländern aufgewachsen sind und durch Heirat mit einem Partner aus dem Herkunftsland der Eltern „diszipliniert“ und stärker auf die Normen der Herkunftskultur verpflichtet werden.<br />
Sowohl im Ausland wie in Deutschland Geborene werden also weit mehrheitlich im Ausland verheiratet, um in Deutschland die Justiz zu umgehen. Sind die Betroffenen im Ausland geboren, so liegt laut der obigen Studie zu 59 % auch das Ausland Ort der Zwangsverheiratung, für in Deutschland Geborene beträgt der Anteil 49 %. Die vorgesehenen Ehegatten leben mit ca. 64% ebenfalls im Ausland. Zwangsverheiratungen gehen für Betroffene vielfach mit einem unfreiwilligen Umzug ins Ausland einher.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Eine weiterer Motiv der beteiligten Akteure für eine Zwangsverheiratung ist die Bekämpfung von Homosexualität.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die Angst der Familien vor dem Verlust der „Ehre“ sowie die Absicht zur Erlangung der Aufenthaltsgenehmigung in einem EU-Land können weitere Motive darstellen.<br />
Die Motive und Ursachen für eine Zwangsverheiratung in armen oder sehr konservativen Kulturen unterscheiden sich teilweise von denen der in Deutschland veranlassten Zwangsverheiratungen.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Teil V: Kurze Information zur rechtlichen Situation in Deutschland</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Das „Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat sowie zur Änderung weiterer aufenthalts- und asylrechtlicher Vorschriften“ vom 23. Juni 2011 (BGBl. I S. 1266) ist am 1. Juli 2011 in Kraft getreten. Sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene wurden vielfältige Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Zwangsverheiratung gefördert.</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Teil VI: Schlussbetrachtung und eigene Empfehlungen</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich hoffe, dass ich Euch und Ihnen mit diesem Beitrag den ersten Schritt zur Sensibilisierung für das Thema der Zwangsheirat gesetzt habe. Die regionale und bundesländerübergreifende Vernetzung der Betroffenen, Interessenten, Vereine, Einrichtungen, Beratungsstellen etc. wäre unser gemeinsamer Schritt. Hier darf die Aufklärungsarbeit nicht vernachlässigt werden.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich bitte Euch und Sie, bei Verdacht und Wissen von Fällen, nicht passiv zuzuschauen,<br />
sondern zu HANDELN und zu HELFEN!<br />
Massiv von Drohung und Gewalt zur Durchsetzung einer Zwangsverheiratung Betroffene/n bitte ich, die entsprechenden Einrichtungen, wie das Jugendamt, Frauenberatungsstellen,<br />
TERRE DES FEMMES, Zufluchtstellen, Vereine und Telefon-Hotlines (auch anderer Bundesländer) zu kontaktieren sowie die Polizei einzuschalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">© Çiğdem Gül &#8211; 2011 </span></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><em>Diplom-Ökonomin &amp; freie Journalistin</em></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<strong>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;">Fußnoten</span></p>
<p></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker1">[1]</a> </span> <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat">http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat</a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker2">[2]</a> </span> Kelek, Necla, (2007), Heirat ist keine Frage, in: Zwangsverheiratung in Deutschland, Bd. 1, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.), Baden-Baden</p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker3">[3]</a> </span> <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.ehrverbrechen.de/1/images/downloads/bund-laender/Zwangsverheiratung-in-Deutschland-Kurzfassung.pdf">http://www.ehrverbrechen.de/1/images/downloads/bund-laender/Zwangsverheiratung-in-Deutschland-Kurzfassung.pdf</a></span></p>
<p><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker4">[4]</a> </span> <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat">http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat</a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker5">[5]</a> </span> <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat">http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat</a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="#anker6">[6]</a> </span><span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.ehrverbrechen.de/1/images/downloads/bund-laender/Zwangsverheiratung-in-Deutschland-Kurzfassung.pdf">http://www.ehrverbrechen.de/1/images/downloads/bund-laender/Zwangsverheiratung-in-Deutschland-Kurzfassung.pdf</a></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Picture 1 thanks to © Yuko Nagayama (Tokyo/Japan)</span></strong></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Picture 2 + 3 thanks to © Anatoly Bisinbaev (St. Petersburg/Russia) </span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/zwangsheirat-eines-der-groessten-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-2/">Zwangsheirat – Eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>begabt hochbegabt höchstnaiv in verschiedenen Kulturen</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 16:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Naivität]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; gifted – highly gifted – highest naive in different cultures &#160; Çeşitli kültürlerde yetenekli &#8211; üstün yetenekli &#8211; en naif bir insan olmak &#160; begabt hochbegabt höchstnaiv in verschiedenen Kulturen &#160; &#160; Von Çiğdem Gül &#8211;  01. Oktober 2015 TEIL 1 &#8222;Der Philosoph Friedrich Nietzsche dankte ihr `den entzückendsten Traum meines Lebens´. Der [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group1679"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="327" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-39498" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" align="center"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; color: #993300;"><strong>gifted – highly gifted – highest naive</strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="center"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; color: #993300;"><strong> in different cultures</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; color: #2484e3;"><strong>Çeşitli kültürlerde yetenekli </strong></span></p>
<p style="text-align: center;" align="center"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; color: #2484e3;"><strong>&#8211; üstün yetenekli &#8211; en naif bir insan olmak</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 24pt; color: #993300;"><strong>begabt hochbegabt höchstnaiv in verschiedenen Kulturen</strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;" align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Von Çiğdem Gül &#8211;  01. Oktober 2015</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL 1</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Der Philosoph Friedrich Nietzsche dankte ihr `den entzückendsten Traum meines Lebens´. Der Dichter René Maria Rilke nannte sich ihretwegen Rainer und sie seine `Kaiserin´. Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud schenkte ihr einen der fünf Ringe, die er für seine besten Freunde hatte anfertigen lassen. Den Orientologen Friedrich Carl Andreas heiratete sie erst, nachdem er sich ein Taschenmesser in die Brust gestoßen hatte.&#8220;<!-- Viel Text --> <sup> <a id="anker1" title="Zur Erläuterung" href="#fn1">[1]</a> </sup></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Wer war diese besondere Frau, die unter anderem ihren Verehrern Rainer Maria Rilke und Friedrich Nietzsche den Kopf verdrehte? Wer war diese interessante Frau, die die bedeutende und bekannte Männer wie Freud, Rilke und Nietzsche so sehr faszinierte und ihre Vertraute und Freundin wurde? <!-- Viel Text --> <sup> <a id="anker2" title="Zur Erläuterung" href="#fn1">[2]</a> </sup> <!-- …noch mehr Text. --> Die hochbegabte und freiheitswillige, ebenso gefühls- wie charakterstarke russische Gräfin hieß Lou Andreas-Salomé (1861 bis 1937). Sie studierte in Zürich Theologie, Philosophie- und Kunstgeschichte. Als sie sich mit fünfzig Jahren der Psychoanalyse zuwandte, war sie bereits eine bekannte Schriftstellerin. Lou Andreas-Salomé war die erste Psychoanalytikerin in Göttingen und eine ehemalige Schülerin von Siegmund Freud.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In der Narzissmus-Diskussion vertrat Lou Andreas-Salomé unter anderem die These, dass der Zustand menschlicher Seele bei dem Thema Narzissmus die ursprüngliche Naivität &#8212; im positiven Sinne &#8212; beinhaltet. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ausgehend von Lou Andreas-Salomés Worte über die Naivität, schauen wir uns gemeinsam an, wie die Naivität grundsätzlich definiert wird. Im Allgemeinen werden Menschen, die Umstände und Handlungen nicht angemessen bewerten können und den Egoismus anderer Menschen unterschätzen, als naiv bezeichnet. Mit anderen Worten: „Naiv“ sei jemand, der leichtgläubig, arglos, leicht verführbar, unwissend und/oder gar dumm ist. Es stellen sich zunächst folgende Fragen: </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Warum wird die Mehrheit der erwachsenen Naiven von anderen nicht respektiert?</span></p>
<p align="left"><span style="color: #2484e3; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 18pt;"><strong>Warum sollten <em>wir</em> uns eigentlich mit den vermeintlich sich ausschließenden Konzepten wie Naivität und Intelligenz beschäftigen?</strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ganz einfach:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In vielen Kulturen ist der Mensch sehr ich-bezogen und deshalb schaut er nicht auf die Schönheit der Naivität.<br />
Es ist gesellschaftlich, kulturell und interkulturell gar nicht so üblich, dass die Naivität auf derselben Augenhöhe wie die Intelligenz stehen darf und zudem noch weniger bekannt, dass die Naivität sehr wohl in der Kombination auch mit einer sehr hohen Intelligenz existiert. Die Naivität an sich sagt aber nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich beobachte bei Menschen aus verschiedenen Kulturen, dass sie im Gegensatz zum Thema der Intelligenz, bei dem Thema der Naivität viel Desinteresse zeigen. Sie machen sich über sie wenig Gedanken. Und über die Naivität diskutieren, kommt ihnen meistens nicht in den Sinn. Das hat in der christlichen Welt teilweise historische und religiöse Gründe. Es bleibt festzuhalten, dass in den verschiedenen Kulturen und Gesellschaften die Bedeutung der Intelligenz eher bekannt ist &#8212; sowohl positiv als auch negativ &#8212; als die eigentliche Bedeutung der Naivität. Sie wird leider fast ausschließlich negativ definiert. Dann kommt noch hinzu, dass minder intelligente Bauernschlaue sich aufplusternd für sehr selbstbewusst und hochintelligent halten und den Naiven noch weniger Raum geben, ihr Sein auszuleben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL 2</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #2484e3; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 18pt;"><strong>Zunächst möchte ich einen kleinen Einblick in andere Länder und Kulturen gewähren.</strong></span> Hierzu hatte ich vor zwei Monaten eine kleine Umfrage gestartet. Ich fragte in Deutschland Menschen aus verschiedenen Herkunftskulturen, wie in ihrer Kultur und Gesellschaft die Naivität definiert wird, und wie sie mit Naiven umgehen. Ich tauschte mich mit Einigen von ihnen persönlich aus. Leider haben sich bisher nur zwei der befragten Personen die Zeit genommen und die Mühe gemacht, mir ihre Informationen und die Erlaubnis zur Veröffentlichung schriftlich zu geben. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank an Frau Julia Scheuffele und an Herrn Roberto Catacchio. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Italien:</span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Herr Roberto Catacchio aus Berlin, 40 Jahre alt, Wirtschaftswissenschaftler:</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Das Wort `Naivität´ stammt aus dem Lateinischen `nativo´ (colui che inizia, che nasce) und heißt übersetzt `der<br />
Anfänger´ oder `der Neugeborene´. In der heutigen Zeit wird mit dem Thema der Naivität meistens eine negative Bedeutung verstanden. So ist es zumindest in Italien, die Heimat der Trickser und Schlauen. Dort sind die Menschen generell sehr gerissen, aufgeweckt und bauernschlau. Die Italiener definieren zunehmend die Naiven als ahnungslos und lehnen sie daher subtil oder direkt ab. Die Idee, dass jemand lieber ahnungslos und auch unschuldig bleiben möchte, stößt gesellschaftlich meistens auf Unverständnis. [&#8230;] Die katholische Kirche hatte über Jahrhunderte auch in Italien geherrscht: In den Himmel durften daher nur die `Unschuldigen´ gehen. Die Kirche verhinderte so über eine sehr lange Zeit  den menschlichen Fortschritt (von Galileo bis Giordano Bruno usw.) Die langsame, aber historisch unaufhaltsame Verabschiedung des italienischen Volkes von der katholischen Kirche hat natürlich auch dazu beigetragen, dass man sich vom Thema `Naivität´ distanziert. Nur Priester haben noch Verständnis für die Naiven&#8230;&#8220;</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Herr Catacchios Aussage ergänze ich wie folgt: &#8222;Werdet wie die Kinder&#8220;, sagt Jesus in der Bibel (Luther Bibel 1984,<br />
Kapitel 18, Vers 1). Für Jesus hatten die Kinder einen hohen Stellenwert. Er nahm sie sehr ernst &#8211; zu einer Zeit, als den meisten von ihnen wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekamen. Jesus fügte noch an: &#8222;Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Türkei und Indien: </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Die türkische Gesellschaft in Deutschland ist bei Naiven nicht sehr verständnisvoll und wertschätzend eingestellt. In der Türkei erlebte ich die Menschen in den Großstädten von Jung bis Alt fast ausnahmslos als extrem aufgeweckt und gerissen. In Istanbul ist die Kinderarbeit üblich. Aufgrund der schlechten ökonomischen Startbedingungen müssen sie bereits von Kindesbeinen an lernen, sich in allen Lebensbereichen durchzusetzen und aufgeweckt zu sein. Wer aus der Sicht der Menschen in der Türkei &#8212; und das ist meine bisherige Beobachtung &#8212; aus der Art geraten und naiv ist, scheint für sie nicht intelligent genug und nicht überlebensfähig zu sein.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ich sprach persönlich mit einer studierten Inderin in Wuppertal über das Thema. Sie erzählte mir sinngemäß, dass in Indien die Gesellschaft die Naive grundsätzlich belächelt und sie für unwissend und dumm hält. Die Gesellschaft glaubt, dass man alle Naive sehr leicht ausnutzen kann. Naive werden in Indien wenig respektiert und wertgeschätzt. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">China: </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Julia Scheuffele aus Stuttgart, 51 Jahre alt, Gitarristin.<br />
Sie lebte bis vor wenigen Monaten insgesamt 16 Jahre in Schanghai/China.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;In China hat der Begriff der Naivität sowohl eine positive als auch eine negative Bedeutung. Sie unterscheidet sich nicht so sehr von der deutschen Auffassung. Die Chinesen verstehen unter Naivität im positiven Sinne, dass jemand ehrlich, gutmütig und unverdorben ist. Im negativen Sinne wird unter Naivität verstanden, dass jemand treudoof ist. Trotzdem werden solche naiven Menschen meist nicht herablassend behandelt. Naivität gilt in jedem Fall als Tugend, nur ist man normalerweise nicht so naiv, derart tugendhaft sein zu wollen. Die Landbevölkerung gilt als gutmütig und naiv. Die Städter schätzen die Naivität der ländlichen Bevölkerung einerseits, nutzen diese arme Landbevölkerung aber trotzdem schamlos aus, wenn diese als Wanderarbeiter in die Städte kommen.&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Deutschland: </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Da sich keiner der Befragten zu der deutschen Gesellschaft und Kultur geäußert hat, möchte ich dies selbst tun. Ich erweitere das Thema jedoch auf alle mir bekannten Gesellschaften und Kulturen in Deutschland. Hier werden Gefühle wie Stiefmütter behandelt. Auch von den Südländern. Aus meiner Sicht sind &#8222;wir&#8220; Südländer nur an der Oberfläche herzlich, und was die eigene Gefühlsskala anbetrifft, befinden wir &#8222;uns&#8220; sogar im Alltag entweder ganz oben oder ganz unten. Wenn man überhaupt Gefühle zeigen sollte, dann bitte nur die positiven Gefühle, heißt es oftmals bei den einheimischen Deutschen. Die negativen (keine Bewertung, sondern Beschreibung) Gefühle wie Traurigkeit, Trauer, Wut etc. werden gesellschaftlich abwertend betrachtet. Ich beobachte seit sehr vielen Jahren, dass die vorwiegend oberflächliche Leistungs- und Konsumgesellschaften in Deutschland die Naiven wenig dulden. Naive stehen für sie als Synonym für </span>leistungs- und durchsetzungsschwach; daher glauben viele Menschen, dass die Naiven früher oder später in der Ellenbogengesellschaft untergehen. Die Naivität gilt in Deutschland als keine erstrebenswerte Haltung und Eigenschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">TEIL 3</span></p>
<p align="left"><span style="color: #2484e3; font-family: Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 18pt;"><strong>Gerne möchte ich meine Thesen zum Thema &#8222;Naivität&#8220; vorstellen:</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Alle Menschen sind bereits seit der Geburt in ihrem Sein komplett.<br />
Naivität ist die reine Form des Seins.<br />
Naive sind &#8222;vollkommen&#8220;.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Wer sich authentisch und nicht im Rollenspiel naiv verhält, dem fehlt es an nichts.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Die Naivität an sich sagt gar nichts über die Intelligenz eines Menschen aus.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Es gibt Arten und Grade der Intelligenz.<br />
Es gibt aber keine Arten und keinen Grad der Naivität.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Die Naivität steht eigenständig und selbstbewusst in der möglichen Kombination eines Intelligenzgrades gegenüber. Es gibt sowohl minder und durchschnittlich intelligente Naive als auch hoch intelligente, vielbegabte, hochbegabte, höchstbegabte, hochsensible, hochsensitive Naive.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Je geringer die Intelligenz des Naiven, umso unwissend ist er über seine Naivität. Und bei zusätzlich fehlender Lebenserfahrung und Reife wird er in den verschiedensten Ländern und Kulturen von der Außenwelt leider als &#8222;dumm&#8220; abgestempelt. </span></strong></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Je intelligenter der naive Mensch ist, umso bewusster ist er seiner Naivität, die er mit zunehmender kongruent mit seinem Wertesystem auslebt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive Menschen sind sehr außergewöhnliche Menschen.<br />
Sie haben eine reine Schönheit und Natürlichkeit.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive Menschen haben einen natürlichen Zugang zur Liebe.<br />
Ihre Liebe ist überirdisch sauber.<br />
Naive lieben einen Menschen so, als würden sie die Sonne lieben. </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive sind in ihrem Kern sehr unbeschwert.<br />
Naive &#8211; auch hoch intelligent naive &#8211; Menschen sind verspielt und sinnlich.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive Menschen sind sehr aufrichtig.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naivität ist ein positives Wort des ursprünglichen Miteinanders.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive lieben das Leben, die Natur, den Moment und alle Lebewesen. Vor allem die Menschen. Auch wenn sie wissen, dass nicht alle Menschen vorwiegend ihre guten Seiten ihnen und anderen gegenüber ausleben.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Die Naivität ist weitgehend frei von Misstrauen und frei vom Unterstellen der Bösartigkeit der Anderen.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive tragen ein hohes Verantwortungsbewusstsein. </span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sie fragen sich nicht ständig: &#8222;Für wen muss sich meine Seele heute engagieren?&#8220; Sie handeln und engagieren sich bereits intuitiv in voller Liebe und Zuneigung. Auch in Empathie und Achtsamkeit. Ohne Gegenleistung zu erwarten. Sie möchten ihren tiefsten Seelenauftrag erfüllen und dafür sorgen, dass Menschenaugen glänzen, weil sie für sie etwas Gutes getan haben. Sie sind bildlich gesehen wie eine Mutter, die lächelnd die glänzenden Augen ihres Kindes betrachtet und sich dabei unendlich glücklich fühlt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Hoch intelligente, vielbegabte, hochbegabte, höchstbegabte und hochsensible Naive haben einen hohen Gerechtigkeitssinn; daher versuchen sie ihren Mikrokosmos und/oder die Welt zu vermenschlichen und zu verbessern. </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naivität braucht Vorstellungsvermögens. Sie braucht Mut. Intelligenz und Sensibilität braucht sie. Und sie braucht vor allem Demut. </span></strong></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Oder, wie sonst können wir Menschen wie Naoto Matsumura verstehen, der in Fukushima/Japan in den mit Radioaktivität verstrahlten Gebieten die zurückgelassenen Tiere vier Jahre lang allein gepflegt und versorgt hat? Welchen Sinn würden wir sonst dem Verhalten von Narayanan Krishnan in Indien geben, der als damaliger Geschäftsführer eines fünf- Sterne-Hotels statt Karriere sein Leben für Obdachlose und Bedürftigen seit dem Hungersnot im Jahr 2002 aufgeopfert hat und bis heute 1,2 Millionen Menschen täglich mit warmes Essen versorgt?!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Naive handeln und tun Gutes aus Menschlichkeit, ohne Gegenleistung zu erwarten. Auch wenn sie spüren und wissen, dass sie gerade von ihrem Gegenüber ausgenutzt werden, hindert es sie nicht, ihr wohlwollendes Verhalten aus Überzeugung fortzusetzen. Es ist also keine Frage der Dummheit, sondern eine Frage der humanen Grundhaltung und Überzeugung.</span></strong> </span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Mit anderen Worten: Die Naiven müssen nicht unbedingt ihr Verhalten und Handeln überdenken und ggf. dazulernen; denn sie handeln bereits reflektiert. Der grinsende, ach so vermeintlich Schlaue, also Bauernschlaue, der sich ins Fäustchen lacht, wieder einmal einen Naiven über den Tisch gezogen zu haben, ahnt gar nicht, dass der hochbegabte Naive über ihn schmunzelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Die Frage darf trotzdem lauten: Inwieweit kann der Naive in sich flexibel bleiben und mit seinen Maßstäben umgehen, sich wenig Schaden wie möglich anrichten?</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Der Naive entspannt sich derweil im Milchbad und hört sich schöne Musik an. Ein anderer Naiver lässt wie ein Sultan von rechts und links mit Pfaufedern frisch um die Ohren wedeln. Der weitere Naive hält die Trauben in der Hand und isst diese genüsslich, während er zu den Anderen sagt: &#8222;Tanzt für mich!&#8220;&#8230;:-) Die Laune aller Naiven ist çıtır çıtır (= knusprig knusprig), weil sie wissen, dass ihnen die Bauernschlaue, Hinterhältigen und Opportunisten die Milch &#8211; euh &#8211; das Wasser nicht reichen können. </span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Hochbegabte, höchstbegabte, vielbegabte, hochsensible und hochsensitive Naive sind leidenschaftliche Träumer.</span></strong></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Sie stehen in enger Verbindung zur realen Welt, während sie in der farbenfrohen Phantasiewelt leben. Sie wissen, das, was sie mit ihrer hohen Kreativität produzieren, diese in der realen Welt ihre Verwendung finden werden. Daher `müssen´ sie über kreative Lösungswege Dinge erschaffen und finden, die es noch gar nicht gibt. Im Vergleich zu den Durchschnittsbegabten, sind die Gedanken der hochbegabten Naiven sehr komplex und fantastisch. Manchmal liegen sieben Gedanken nebeneinander, während man gerade nur den ersten Gedanken dem Gegenüber ausgesprochen hat. Die Wissenschaft profitiert von den genialen Ergebnissen der träumenden hoch intelligenten und begabten Naiv-Menschen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Auch naive Menschen werden von negativen und positiven Außenwirkungen, Erfahrungen und emotionalen Einbrüchen besucht. Naive ziehen es lieber vor, die positive innere Haltung beizubehalten, Viele hochbegabte Naive wissen, dass das Ergebnis des Lebens eigentlich schon feststeht. Das Leben läuft auf Automatik, daher versuchen Naive nicht alles zu kontrollieren, sondern befinden sich überwiegend tanzend im Fluss des Lebens. Die richtigen Wege und die richtigen Mitspieler finden den Menschen im Laufe seiner Biografie sowieso.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Es ist dem begabten und hochbegabten Naiven letztendlich gleichgültig, ob er als solche von der Außenwelt wertgeschätzt wird oder nicht. Er genießt nämlich bewusst die Ruhe und den inneren Frieden, sich selbst die Wertschätzung gegeben zu haben.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">&#8222;Naivität bedarf einer besonderen Reife.&#8220;(Martin Gerhard Reisenberg) </span> </strong></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Naive Menschen, die zugleich über eine sehr hohe Intelligenz und Kreativität verfügen, bewältigen die Herausforderung, in der von egoistischen, bösartigen und brutalen Menschen geprägten und verschmutzten Welt ihre Reinheit mit Bravour aufrechtzuerhalten und zu bewahren. Sie nehmen in Kauf, dafür gesellschaftlich als dumm abgestempelt und behandelt zu werden. Insbesondere die intelligenten Naiven zahlen aus Überzeugung den hohen Preis, die Dummheit der Aufgeweckten, Opportunisten und Hinterhältigen zu ertragen. Wer glaubt, dass jeder Naive in dieser Welt und Ellenbogengesellschaft untergeht, hat sich gewaltig geirrt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">&#8222;Ich glaube, dass Naivität der anstrengendere Weg ist, um zu leben&#8220;</span></strong></span>, <span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">sagte die deutsche Lyrikerin und Dichterin Damaris Wieser.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Abschließend möchte ich folgendes sagen:</span></strong></span></p>
<p align="left"><span style="color: #993300;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 18px;">Das Geheimnis des Lebens besteht darin, dass wir die anderen Menschen &#8211; einschließlich die Naiven &#8211; brauchen, um zu sehen, wie wir uns selbst verändern.</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg.png" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group1679"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-gül_0.jpg-327x400.png" alt="cigdem gül_0.jpg" width="227" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-39498" /></a></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül &#8211; 01. Oktober 2015</span></strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Gründerin &amp; Moderatorin<br />
des Interkulturellen Netzwerkes für Hochbegabte</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Diplom-Ökonomin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Online Marketing Managerin</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Freie Journalistin</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 22px;">Fußnote:</span></p>
<ol>
<li id="fn1"><a href="#anker1">[1]</a> Auszug aus dem Artikel „Ganz ich selbst“, SPIEGEL 12/1965, Seite 124</li>
</ol>
<ol>
<li id="fn1"><a href="#anker2">[2]</a> Weitere Informationen unter:       <a href="http://www.psychoanalytikerinnen.de/deutschland_biografien.html">http://www.psychoanalytikerinnen.de/deutschland_biografien.html</a></li>
</ol>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de/begabt-hochbegabt-hoechstnaiv-in-verschiedenen-kulturen-2/">begabt hochbegabt höchstnaiv in verschiedenen Kulturen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.interkulturellhochbegabte.de">Intercultural Network For The Highly Gifted</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Çiğdem Gül: Analytical and emotional people</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2020 22:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Gül Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Analytical people feel that, on an intellectual level, emotional people are as slow as a snail. Emotional people feel that, on an emotional level, analytical people are as slow as a snail. People who are highly gifted and also highly sensitive, are on both an analytical and an emotional level as fast as [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/39245196_1733213606796696_2820015225212764160_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group12975"><img class="  wp-image-12933 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/39245196_1733213606796696_2820015225212764160_n.jpg" alt="39245196_1733213606796696_2820015225212764160_n" width="886" height="1015" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Analytical people</span></strong> feel that, on an intellectual level, emotional people are as slow as a snail.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Emotional people</span></strong> feel that, on an emotional level, analytical people are as slow as a snail.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #008000;"><strong>People who are highly gifted and also highly sensitive, </strong></span>are on both an analytical and an emotional level as fast as a Ferrari.<br />
And they are often just annoyed, bored and do not feel understood by the rest of the world</span></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #008000;">Therefore, we should tolerate, accept and respect the uniqueness and otherness of others.</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Kopfmenschen</span></strong> empfinden Gefühlsmenschen auf der geistigen Ebene so langsam wie eine Schnecke.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Gefühlsmenschen</span></strong> empfinden Kopfmenschen auf der Gefühlsebene und in der Gefühlssprache so langsam wie eine Schnecke.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #008000;"><strong>Hochbegabte, die zugleich auch hochsensibel sind, </strong></span>sind sowohl auf der geistigen Ebene als auch auf der Gefühlsebene so schnell wie ein Ferrari.<br />
Und sie sind oftmals einfach genervt, gelangweilt und fühlen sich nicht verstanden von der Rest der Welt.</span></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #008000;">Daher sollten wir die Einzigartigkeit und die Andersartigkeit der anderen tolerieren, akzeptieren und respektieren.</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Genelde mantıklarıyla hareket eden mantıklı insanlar,</span> </strong> duygularıyla hareket eden duygusal insanları<br />
bir salyangoz misali akıl ve mantık seviyesinde yavaş olduklarını hissederler.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong><span style="color: #008000;">Genelde duygularıyla hareket eden duygusal insanlar,</span></strong> mantıklarıyla hareket eden mantıklı insanları<br />
bir salyangoz misali duygusal seviyede yavaş olduklarını hissederler.</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #008000;"><strong>Üstün zekâlı, üstün yetenekli ve aynı zamanda üstün hassas insanlar, </strong></span> mantığıyla duygularını en üst seviyede birleştirme kaabiliyetine sahiptirler. Hem mantık hemde duygusal zeka seviyelerinde bir Ferrari aracı kadar hızlıdırlar. Bu yüzden kendileri gibi sayılı ve böyle olmayan insanlardan çok çabuk sıkılırlar. Kendilerinin dünyada yeterince anlaşılmadıklarıni hissedebilirler.</span></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #008000;">Her insan özeldir. Birbirimizin farklılığını hoş görmeli, kabul etmeli ve saygı duymalıyız.</span></strong></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 24pt;"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; color: #333333;"><span style="font-size: 20pt;"> <img class="wp-image-12179 aligncenter" title="Çiğdem Gül's portrait" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/2018-06-29-23_20_42-Ã_iÄ_dem-GÃ¼l-_-LinkedIn-Kopie.png" alt="Çiğdem Gül's portrait" width="210" height="211" /> </span></span></span></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> © Çiğdem Gül </span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> 16.08.2018</span></strong></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><br />
Founder &amp; Moderator<br />
of the Intercultural Network For The Highly Gifted</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Economist </span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Change Management Consultant</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"> Business Coach</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Intercultural Coach For The Highly Gifted</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Online Marketing Manager</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Freelance Journalist</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://cigdemguel.de/">http://cigdemguel.de/</a></span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://interkulturellhochbegabte.blogspot.com/">https://interkulturellhochbegabte.blogspot.com/</a></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
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&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bild / Picture thanks to © Margarita Kareva (Russia)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Das Frühlingserwachen in Anatolien</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 23:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Çiğdem Gül]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Das Frühlingserwachen in Anatolien &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Von Çiğdem Gül  24. März 2010    &#160; Liebes Tagebuch, deine leeren und schneeweißen Seiten eröffnen mir den Zugang zu einer farbigen Welt voller Ereignisse, in der ich meine Gedanken wie eine Melodie tanzend zurücklassen kann. Nun saß ich seit zehn Stunden mit wenig [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/tigran-avetyan.jpeg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group9513"><img src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/tigran-avetyan.jpeg" alt="tigran avetyan" width="881" height="775" class="aligncenter size-full wp-image-23942" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-size: 30pt; color: #ffcc00;"><strong><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica;">Das Frühlingserwachen in Anatolien</span></strong></span></p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-guel1.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group9513"><img class=" size-full wp-image-22037 alignright" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/cigdem-guel1.jpg" alt="cigdem guel" width="170" height="170" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
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&nbsp;</p>
<p align="right"><span style="color: #221cd9;"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><span style="color: #ffcc00;">Von Çiğdem Gül </span> </span></strong></span></p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">24. März 2010   </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Liebes Tagebuch,</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">deine leeren und schneeweißen Seiten eröffnen mir den Zugang zu einer farbigen Welt voller Ereignisse, in der ich meine Gedanken wie eine Melodie tanzend zurücklassen kann.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Nun saß ich seit zehn Stunden mit wenig Unterbrechung vor meinem Notebook und arbeitete… Ich bin derzeit selbstständig als Rechtliche Berufsbetreuerin und hatte mir einen „Bürotag&#8220; angesetzt. Zwischendurch schaute ich aus dem Fenster in Richtung Terrasse… Ich sah die ersten Knospen an den Ästen des einzigen jungen Baumes und freute mich so sehr auf den Frühling!</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Meine Fantasiereise wurde unterbrochen, als mich meine jüngere kurdischstämmige Bekannte freudestrahlend und überglücklich anrief. Sie war am Vortag aus ihrer 10-tägigen Anatolienreise zurückgekehrt. Sie wollte einmal live erleben, wie ihre Landsleute das Neujahrsfest „Newroz&#8220;, das am 21. März jeden Jahres gefeiert wird, in Anatolien zelebrieren. Nicht nur mit den nachwirkenden Glücksgefühlen einer schönen und bedeutsamen Feier war sie zurückgekehrt, sondern auch mit der Erkenntnis im Gepäck, die ihr die wohlhabende Welt in der Zivilisation verblassen lässt. Sie selbst kommt ja aus einer Kultur, in der die Herzlichkeit großgeschrieben wird. Aber der Ausmaß und die Intensität der puren Natürlichkeit, Zufriedenheit und des Kollektivdenkens der Einheimischen, den von ihr bereisten Regionen Anatoliens, hätten meine Bekannte so sehr fasziniert, dass sie übersah, wie jedoch alles seinen hohen Preis hat.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">…denn ich glaube nicht mehr an die heile Welt. Das Kollektiv-Denken ist zwar schön und vertreibt den Kollektiv-Egoismus, aber leider nur an der Oberfläche. Insbesondere in den Dörfern Anatoliens hat man als Außenstehende oftmals keinen Zugang, was hinter den Kulissen passiert, auch wenn man dieselbe Sprache spricht und dieselbe Kultur teilt. Ich wollte meiner Bekannte den Augenblick ihrer Freude nicht vermiesen. So sah sie nun seit elf Tagen die Welt mit anderen Augen, aber irgendwann würde sie diese wiederum mit weiteren „anderen Augen&#8220; sehen… Es ist eben ein Entwicklungsprozess.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Ein Lächeln tanzte über meine Lippen hinweg, doch ich schwieg. Ich war tief versunken in Gedanken, als wollte ich der Gegenwart entfliehen. Meine Gedanken- und Phantasiereise führten mich nach Anatolien. Dort wird der Beginn des Frühjahres als ein Ereignis und als das Erwachen der Natur gefeiert. Die Frühlingsfeste in Asien und Europa sind bei den meisten Völkern und Kulturen reich an Motiven, die aus Erzählungen, Mythologien und Traditionen überliefert sind.<br />
Die Christen in der Türkei bezeichnen dies als „Paskalya“ (= Ostern) und feiern ihn gemäß ihres Glaubens.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">In Anatolien wird der Beginn des Frühlings in verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert. Am weitesten verbreitet ist das Datum des 21. März, welches zeitlich mit dem Frühlingsanfang übereinstimmt und nach dem alten Kalender den Anfang eines Jahres signalisiert.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Der Frühlingsanfang steht symbolisch immer für eine innere und äußere Veränderung. Insbesondere in den ländlichen Regionen Anatoliens erlebt man die einheimischen Frauen singend bei ihrem großen Frühjahrsputz. Auf einigen Dörfern werden sogar die Wände der Häuser frisch weiß gestrichen – die Menschen reinigen sich damit symbolisch von der Vergangenheit und bereiten sich auf einen Neuanfang vor. Ich habe mir sagen lassen, dass zum Neujahrsfest in jeder Familie eine Süßspeise mit Rosinen, Feigen, Mandeln, Nüssen, Zimt, und Honig zubereitet wird. Man geht vor die Tür. Man geht mit Schritten und zufriedenen Blicken hinaus ins Freie. Die anatolischen Gedankenträger genießen die Natur und ihre Schönheit. Sie grillen meist Lamm am Spieß und vertreiben sich mit diversen Spielen und Unterhaltungen die Zeit.</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Und ich drehte nun vergnügt meinen virtuellen Lammspieß am Bildschirm meines Laptops zwischen meinen Geschäftsbriefen… Jaaa!!!… Der Frühling kann kommen!… und mit ihm die farbenfrohen Schmetterlinge und alle weiteren Glücksgefühle!…;-) </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Herzlichst</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Çiğdem </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Bild / Picture thanks to © Courtesy of Tigran Avetyan (Armenia) </span></p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Wenn du weißt, dass du ein Stern bist, &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2019 23:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#8222;Bir yıldız olduğunu bilirsen, karanlıktan korkmazsın.&#8220; &#160; &#8222;Wenn du weißt, dass du ein Stern bist, dann wirst du keine Angst vor der Dunkelheit haben.“ &#160; &#160; Verfasser unbekannt &#160; &#160; &#160; &#160; Deutsche Übersetzung: Çiğdem Gül Picture thanks to © Margarita Kareva (Russia) &#160; &#160; &#160; &#160;</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/20992945_732616203594351_1450825212483801784_n.jpg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group7848"><img class="wp-image-7849 aligncenter" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/20992945_732616203594351_1450825212483801784_n.jpg" alt="20992945_732616203594351_1450825212483801784_n" width="1066" height="748" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Bir yıldız olduğunu bilirsen, karanlıktan korkmazsın.&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Wenn du weißt, dass du ein Stern bist,</span></p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">dann wirst du keine Angst vor der Dunkelheit haben.“</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="center"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Verfasser unbekannt</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Deutsche Übersetzung: Çiğdem Gül</span></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Picture thanks to © Margarita Kareva (Russia)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
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		<item>
		<title>Oh Du Welt, die zwischen ersehnter und gegenwärtiger Zeit flattert</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 11:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; &#8222;Ey özle­nen zamanla şim­diki zaman ara­sında çır­pı­nan yeryüzü… senin mut­suz­lu­ğun­dan başka bizi bu cehen­nem­den çıka­ra­cak bir bilgi var mı, göz­yaş­la­rıyla sulan­mış o derin yal­nız­lık­la­rında…&#8220; &#160; &#8222;Oh Du Welt, die zwischen ersehnter und gegenwärtiger Zeit flattert… Gibt es ein anderes Wissen als Dein Unglücklichsein, getränkt in den Tränen deiner tiefen Einsamkeit, das uns aus [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/c8321cf633e2d6d30ed478e6fb7b8e1a_400x400.jpeg" class="grouped_elements" rel="tc-fancybox-group7769"><img class="alignnone  wp-image-7771" src="http://www.interkulturellhochbegabte.de/wp-content/uploads/c8321cf633e2d6d30ed478e6fb7b8e1a_400x400.jpeg" alt="c8321cf633e2d6d30ed478e6fb7b8e1a_400x400" width="583" height="583" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Ey özle­nen zamanla şim­diki zaman ara­sında çır­pı­nan yeryüzü…<br />
senin mut­suz­lu­ğun­dan başka bizi bu cehen­nem­den çıka­ra­cak bir bilgi var mı,<br />
göz­yaş­la­rıyla sulan­mış o derin yal­nız­lık­la­rında…&#8220;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Oh Du Welt, die zwischen ersehnter und gegenwärtiger Zeit flattert…<br />
Gibt es ein anderes Wissen als Dein Unglücklichsein,<br />
getränkt in den Tränen deiner tiefen Einsamkeit,<br />
das uns aus dieser Hölle rettet…“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;"><strong>Şükrü Erbaş &#8211; Oggito, 2017</strong><span class="text_exposed_show"><br />
(Ein bedeutender türkischer Dichter)</span></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p align="right"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Deutsche Übersetzung: Çiğdem Gül</span></strong></p>
<p align="right"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Foto: Şükrü Erbaş</span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum clevere Menschen öfter scheitern</title>
		<link>https://www.interkulturellhochbegabte.de/warum-clevere-menschen-oefter-scheitern/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2017 14:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Cigdem Guel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#8222;Fehler machen nur die, die nicht viel auf dem Kasten haben? Ganz falsch, und dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung.&#8220; &#160; Zeit Online Von Silvia Follmann 22. Januar 2017, 16:01 Uhr Um den vollständigen Artikel zu lesen, bitte diesen Kurzlink anklicken: https://goo.gl/P7Eqec &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">&#8222;Fehler machen nur die, die nicht viel auf dem Kasten haben? Ganz falsch, und dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung.&#8220;</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Zeit Online<br />
Von Silvia Follmann<br />
22. Januar 2017, 16:01 Uhr</span></p>
<p align="left"><strong><span style="font-family: roboto,verdana,arial,helvetica; font-size: 16px;">Um den vollständigen Artikel zu lesen, bitte diesen Kurzlink anklicken: </span></strong></p>
<p align="left"><span style="font-family: roboto, verdana, arial, helvetica; font-size: 16px; color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://goo.gl/P7Eqec">https://goo.gl/P7Eqec</a></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
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&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
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