Dr. Sathya Bernhard: Tibetische Medizinerin & Opernsängerin


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Frau Dr. Sathya Bernhard ist einer der besonderen und interessantesten Frauen, die ich kenne. Sie ist gesegnet mit vielen Kulturen, hohen und zahlreichen Begabungen sowie mit einer feinstofflichen und reichen Persönlichkeit. Da wir uns hier alle duzen und ich Sathya virtuell persönlich kenne, „sprechen“ wir sie ohne Doktortitel und beim Vornamen an.

 

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„Sathya studiert seit ihrem achten Lebensjahr mongolisch-buddhistische Psychologie, Philosophie und Medizin. Sie lebt und praktiziert tibetische Medizin in Wien. Sie ist auch gelernte Opernsängerin (Koloratursopran) und als solche Mitglied bei der „Philharmonic Doctors Opera„ – einem Projekt, in dem Mediziner aus ganz Europa mitwirken, die auch Musik studiert haben. Als Achtjährige gab ihre Großmutter, die Opernsängerin war, Unterricht in Stimmbildung. Sie wollte von ihr aber immer ganz genau wissen, wie die Stimmbänder funktionieren, wie Sprache und Gesang entstehen. Die heute in Wien lebende und arbeitende Allrounderin wurde 1965 in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator geboren. Ihr Vater war Dirigent und Geiger, ihre Mutter Choreographin, Tänzerin und Psychologin. Ihre aus Indien stammende Großmutter war Ayurveda-Ärztin, ihr Onkel Mönch in einem buddhistischen Kloster.

Als sie 14 Jahre alt war, verbrachte sie drei Monate meditierend in der Höhle des heiligen Berges Arunachala Shiva, denn in der Nähe lebte ihre Großmutter. Von 1984 bis 1992 wurde sie vom Freund ihres Onkels, Tenzin Choedrak in Dharamsala, Indien, unterrichtet. Der Tibeter war Leibarzt des Dalai Lama. Insgesamt 25 Jahre studierte Sathya traditionelle tibetische und mongolische Medizin, Psychologie und Philosophie. `Schon mit acht sagte ich meinen Vater: Wenn ich groß bin, muss ich einen Österreicher heiraten, damit ich dort leben und singen kann.´ Das Multitalent setzte das auch um und lebt heute mit ihrem Mann Christian Wolfgang Bernhard in der Nähe von Wien.“ http://www.lebensweise-magazin.at/2011/02/18/begleiterin-zwischen-ost-und-west/

 

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Pünktlich zur Adventszeit 2015 hat Sathya das Lied „Ave Maria“ eingesungen. Dies wurde bei YouTube veröffentlicht. Ich möchte dich ganz herzlich einladen, diese wunderschöne Stimme und Interpretation zu genießen.

Sathya Bernhard

– Ave Maria –

https://www.youtube.com/watch?v=ltl6UU8eAoQ

 

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Wie beschreibt sich Sathya Bernhard selbst?

„Ich fühle mittlerweile die ursprünglichen Kulturen, die mir meine Familie durch ihre unterschiedlichen Verbindungen eingegangen sind, als Geschenk. Mein Inneres Freiheitsgefühl auch im Ausdruck meiner Stimme, fühle ich als Geschenk meines Großvaters väterlicherseits in der Mongolei- Es ist die Unendlichkeit der Höhen und Tiefen, schon der Temperaturen des Klimas, der Farben, der Formen- Mein Herz, mein Rhythmus der musikalischen Empfindung fühle ich geprägt von meiner Großmutter väterlicherseits aus dem Iran kommen. die Familienverbundenheit im Leben über die Kunst durch das Erarbeiten des Können von Technik, unterschiedlichen musikalischen Stilformen, die Freiheit und doch die Vertragsverbindlichkeiten der unterschiedlichen Komponisten und Zeitepochen prägten die Achtung, den Respekt der unterschiedlichen Kulturen- auch das Verantwortungsbewusstsein, nicht der aktiv „machende“ Mensch zu sein, in einer gottlosen Unabhängigkeit. das Gegenteil ist der Fall, Devot, geführt, begleitet fühle ich jede Minute meines Lebens, besonders durch die Musik das Göttliche, Überirdische, welches in mir und um mich herum prägend formt. Meine Großmutter, selbst gewesene Opernsängerin, Altistin hat mir die inneren Werte des Seins gut und liebevoll vermitteln können. meine Mutter hat mir die indischen Wurzeln geschenkt, die mir die Philosophie der unterschiedlichsten Asiatischen Medizinsysteme durch meine Großmutter, selbst Ayurvedische Medizinerin gewesene geschenkt hat. Beginnend selbst mir Unterricht zu erteilen, bis zu großen Persönlichkeiten, die es verstanden authentisch zu lehren. welcher Religion gehöre ich an? Integrierend betrachtend keiner bestimmten Religionsdefinition. Seit dem 16. Lebensjahr bin ich der Geisteswissenschaft der Anthroposophie , gegründet von Dr. Rudol Steiner eingetaucht, durch sein Buch Die Philosophie der Freiheit- Das Buch war der Start die mir gegebenen Wurzeln genauestens zu durchleuchten, begleitend mit Biografiearbeit, Meditationen, Yoga und vielen Lehrern der Philosophie des letzen, vorletzten Jahrhunderts zu folgen. Hegel, Heidegger, Schoppenauer, Krisnamurti, Tagore, Gibran, Rumi um einige zu nennen, die mein in mir regelmäßig bewegen, mich nicht ausruhen lassen und mir regelmäßig Inspirationen geben, woher ich komme, wohin ich gehe. die Musik schenkt mir die Freiheit meine gegebenen Körperformen beginnend mit meinem Geist, meiner Mentalebene, meines Gefühls-, Physischenkörpers kontinuierlich in Verbindung zu sein und gleichzeitig die Metaebenen mit dem Jetzt zu leben. Das Leben ist noch spannender geworden, in dem ich meine Kuturen gemeinsam mit meinem geliebten Freund und Ehemann weiterleben durfte. Unsere Kinder, cosmopolitisch fühlende, Wache Menschen lassen mich freudvoll dankbar reifen. 3 Töchter 3 Söhne, alle im Begriff als Menschen zu erwachen leben in Beziehungen, selbständig wachsend, arbeitend an sich und ihrer Welt- Nun eines konnte ich Ihnen mitgeben, die unterschiedlichsten Kulturen fühlend, denkend, lernend zu verstehen um diese wohl lebenslänglich integrieren zu können… Jeder Mensch ist wohl mit einem Korb der Talente gesegnet worden, so dass es nun für uns alle heißen könnte, die die Entwicklung des Menschseins mit Fähigkeiten wäre wichtig- es ist eher das Auswickeln, erarbeiten, entdecken und dabei nicht das Danken dafür nicht zu vergessen. seit 1970 3. November stehe ich auf der Bühne- bin 1965 geboren, also schon lange Zeit des Praktizierens meiner Talente, so dass sie nun zu meinen Werkzeugen geworden sind und ich liebevoll, dankbar, konsequent mit Ihnen verbunden bin und ohne ihnen nicht lebensfähig wäre. Österreich ist nun mein Heimathafen geworden, an dem ich die Brücken zwischen gefühlten, gespürten, unterschiedlichsten, kulturellen Gegebenheiten integrieren darf, beziehungsweise kann.“

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Wenn du mehr über Sathya erfahren möchtest:

http://www.lebensweise-magazin.at/2011/02/18/begleiterin-zwischen-ost-und-west/

www.mongolianwheeloflife.com

 

Die Fotos und die Texte wurden mit ausdrücklicher und freundlicher Erlaubnis der Urheberin Sathya Bernhard veröffentlicht.

Herzlichen Dank, liebe Sathya!

 

Çiğdem Gül / 06.12.2015